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Kaitlyn Aurelia Smith - Ruin: It's not just music

Kaitlyn Aurelia Smith- Ruin: It's not just music

Someone Special
VÖ: 02.10.2026

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Brodeln im Klanglabor

Wenn man vor einem klassischen Orchesterkonzert in gebotener Vorfreude den Saal betritt, erklingt aus dem Kreise der Musizierenden recht verlässlich ein erfrischend unorganisiertes Durcheinander. Hier werden die Geigen warmgegeigt, dort die Bläser dezent durchgepustet. Alles dient einem einzigen Zweck: Vorbereitung auf das, was mit Beginn des Konzerts möglichst in größtmöglicher Perfektion dargeboten werden soll. Wer dem ersten Stück des neuen Albums "Ruin: It's not just music" von Kaitlyn Aurelia Smith lauscht, mag vergleichbare Assoziationen haben, nur dass hier dem ersten Eindruck nach eher die Rechner ihre Beats in Stellung bringen und ein, so ehrlich muss man sein, streckenweise eigentlich unhörbares Stück aus den Lautsprechern dringt. "Introduction" heißt das Ganze, und zur Beruhigung sei vorweggeschickt: Es kommt alles ganz anders.

Smith hat sich mit ihren vorherigen Alben längst einen Namen gemacht. Man kann sich in ihren elektronischen Klanglandschaften durchaus verlieren, zuvor hatte sie sich beispielsweise auf dem faszinierenden 2022er-Werk "Let's turn it into sound" ein weiteres Stück von den zuvor oft beschrittenen Ambient-Pfaden fortbewegt. Wer sich nun erfolgreich durch das sperrige bis rätselhafte Intro gearbeitet hat, wird von der US-Amerikanerin in eine Welt der flirrenden, praktisch niemals stillstehenden Töne entführt. "Ruin" als erster echter Song wird zur zuckenden Ganzkörpererfahrung mit clever eingefügten Stimmen und vielen kleinen Ideen, die bei rapider Geschwindigkeit auf dem klanglichen Mahlstrom ausgesetzt und sich selbst überlassen werden. "GPT!" setzt genau daran an und entwickelt sich zu einem cineastischen Ambiente. Sah man sich in der Vergangenheit bei Smiths Œuvre häufig eher mit dem Kopfhörer sinnierend durch die Gegend streifen, ziehen einen diese knapp mehr als 40 Minuten deutlich eher in Richtung Tanzfläche, auf der dann allerdings ein bizarres Durcheinander herrschen dürfte.

Dass selbst eher unspektakuläre Songs wie "I'm just being honest" mit ihrem nahezu stumpfen Beat noch immer ausreichend Entdeckungswertes in sich tragen, spricht für die Gesamtqualität des Albums. Wie die versierte Klangtüftlerin Smith in den Songs mit Elementen aus Breakbeat und Drum'n'Bass experimentiert, ist fast jederzeit spannend anzuhören. Da stehen dann energetische, straighte Nummern wie "Obsessed" oder das vielschichtige "I don't know what it is" neben verspielteren Momenten wie in "That is like you". Gegen Ende gerät man beim pulsierenden "It's in everything you say" noch einmal ordentlich ins Schwitzen, bevor das finale "On the low" unvermittelt auf die Bremse tritt und vielleicht schon wieder einen Ausblick liefert auf das, was aus der Kreativwerkstatt der Künstlerin zukünftig noch zu erwarten sein dürfte. Stillstand gibt es bei ihr ohnehin nicht.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • GTP!
  • Obsessed
  • I don't know what it is

Tracklist

  1. Introduction
  2. Ruin
  3. GTP!
  4. I'm just being honest
  5. Obsessed
  6. I don't know what it is
  7. That is like you
  8. It's in everything you say
  9. On the low

Gesamtspielzeit: 40:44 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

MickHead

Postings: 16282

Registriert seit 21.01.2024

2026-10-02 11:12:33 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_mkuaTHbqe6d6mTwfOixjtsJxIKjOpNrZI&si=C951gB4BTZWtoUpQ

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 31238

Registriert seit 08.01.2012

2026-10-01 20:51:55 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

MickHead

Postings: 16282

Registriert seit 21.01.2024

2026-09-20 19:58:54 Uhr
Die amerikanische Electronic Musikerin "Kaitlyn Aurelia Smith" based in Los Angeles, California, kündigt für den 02.10. das 11. Studioalbum "Ruin: It's Not Just Music" an. Es folgt auf "GUSH" von 2025.

Genre: Electronic, Experimental, Ambient, Indie, Neoclassical

Über das Album sagt Smith: „Mir wurde klar, dass ich etwas Konfrontatives schaffen musste – fast wie einen klanglichen Kampf. Kein ‚Fuck You‘, das sich gegen eine bestimmte Person richtet, sondern eine Platte, die Raum für Katharsis schafft. Ich wollte, dass die Musik sich körperlich und unmittelbar anfühlt – etwas, das Spannungen ebenso löst, wie es sie erzeugt.“

„‚Ruin‘ verortet sich in jenem Moment, in dem alles zerbricht und sich etwas Neues Bahn bricht“, fährt sie fort. „Es ist Musik für den Schock und die Nachbeben. Ein Sound, der auf Durchhaltevermögen ausgelegt ist, nicht auf Behaglichkeit.“ Quelle: The Line Of Best Fit

4 Songs bisher geteilt:

"RUIN"

https://youtu.be/PzlA0nPAlII?si=UKWATVHoJjN3vsLG

"GTP!"

https://youtu.be/q-G6mn9H_Q0?si=We4ae5WsYWzeIbaC

"I Don't Know What It Is"

https://youtu.be/zriwf1cxJA0?si=N9_1C-0qqtuyfI2o

"That Is Like You"

https://youtu.be/cJsXwuxA57c?si=_IbAmZ7ECwNJ2fgS

"Ruin: It's Not Just Music" bei Bandcamp:

https://kaitlynaureliasmith.bandcamp.com/album/ruin-its-not-just-music

"Thoughts On The Future" EP (2025) bei Bandcamp:

https://kaitlynaureliasmith.bandcamp.com/album/thoughts-on-the-future
Zum kompletten Thread

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