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Everlast - Embers to ashes

Everlast- Embers to ashes

Martyr Inc. / SPV
VÖ: 28.08.2026

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Mehr Glut als Feuer

Erik Francis Schrody aka Everlast hat schwere Jahre hinter sich. 2018 verlor er sein Haus bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien, in der Pandemie litt er unter gesundheitlichen Problemen, und schließlich folgte eine schmerzhafte Scheidung. Gebeutelt und vom Leben gezeichnet, kehrt er acht Jahre nach seinem letzten Release "Whitey Ford's house of pain" nun mit "Embers to ashes" zurück.

Und so sitzt er nun auf den Trümmern von Haus und Ehe, das Bourbon-Glas in der Hand, und singt uns ein paar Lieder. Am gewohnten Soundbild ändert auch Yelawolf nichts, der das Album produziert hat. Der einstige Eminem-Protegé hat spätestens seit "Love story" authentischen, dreckigen Rap und Redneck-Sounds als seine Trademarks etabliert und wäre damit eigentlich der geeignete Mann, um dem ehemaligen House-Of-Pain-Rapper Everlast eine Frischzellenkur zu verpassen. Aber anscheinend hält Yelawolf aus Ehrfurcht vor der Legende seinen reich bestückten Werkzeugkasten verschlossen, und so bietet "Embers to ashes" wieder den gemächlichen Country-Blues-Rock, den man von Everlast kennt.

Der 57-Jährige muss nicht zwangsläufig die Innovationskeule schwingen, damit ein gutes Album dabei rauskommt. Er hat die unverwechselbare, markante Stimme, seine simplen Texte strahlen eine angenehme Bodenständigkeit aus. Aber eine Laufzeit von fast einer Stunde und 17 mitunter gleichförmige Tracks sind doch etwas viel. Das straighte, aber langweilige "Every dog has its day" oder das mit Bläser-Soli verzierte "Love don't heal" wären geeignete Kandidaten für den Rotstift gewesen. "Stones" ist interessanter arrangiert, und der gut gelaunte Hillbilly-Hip-Hop-Track "Lies" ist ein Ausreißer, da er deutlich die Handschrift von Yelawolf trägt. Auf die Strahlkraft seiner eigenen Stimme mag sich Everlast aber offenbar nicht verlassen und schmückt seine Songs mit generischem weiblichen Backgroundgesang aus. Die Nanana- und Dubdudu-Passagen in Songs wie "My Hollywood", "Mistaken identity" oder "Ain't coming home tonight" befeuern das Gefühl, dass inhaltlich nicht wahnsinnig viel los ist.

Dabei hat der ergraute Kalifornier durchaus was zu erzählen. Bei "Happy you can cry" besingt er eine Frau, die ihrem gewalttätigen Ehemann eben noch entkommen ist. Mit "Rubber bullets" findet sich sogar ein politischer Song auf dem Album, der die massive Polizeigewalt thematisiert, die 2020 auf den Mord an George Floyd und die anschließenden landesweiten Proteste folgte. Natürlich hat Everlast ein Alter erreicht, in dem er den Blick häufig auf die eigene Vergangenheit richtet, und so schwelgt er bei "1987" in Erinnerungen an die erste Liebe und seine Jungs in Malibu. Auch wenn Everlast mit "Embers to ashes" kein großartiges Werk gelingt, ist es schön zu sehen, dass ihm die Musik weiterhin als Ventil dient, um selbst die schwersten Schicksalsschläge zu verarbeiten.

(Andreas Rodach)

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Highlights

  • Stones
  • Lies
  • Peace of mind

Tracklist

  1. Losing man's game
  2. Never coming home
  3. Mistaken identity
  4. My Hollywood
  5. Broken heart for hire
  6. Stones
  7. Out of your way
  8. Lies
  9. Rubber bullets
  10. Every dog has its day
  11. Ain't coming home tonight
  12. Love don't heal
  13. Embers to ashes
  14. 1987
  15. Happy you can cry
  16. Peace of mind
  17. Young man

Gesamtspielzeit: 56:07 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

fuzzmyass

Postings: 23067

Registriert seit 21.08.2019

2026-08-28 14:54:41 Uhr
"Für mich ist „Embers To Ashes“ sein bestes Album seit „White Trash Beautiful“ von 2004."

Hui, dann bin ich ja fast gespannt drauf...

JohnWesley

Postings: 88

Registriert seit 13.04.2025

2026-08-28 14:51:52 Uhr
Als eng limitierter Interpret seiner Gedanken raunzt Everlast mit nochmals tiefergelegtem und doch vertrautem Heldenbariton seine Weltsicht ins Universum.
Nach 8 Jahren relativer Funkstille, in Kooperation mit Produzent Yelawolf, zeigt sich Everlast musikalisch unprätentiös und grantelt erfreulich frisch Altbekanntes.
Und ja, 56 Minuten am Stück konnte mich dieses Album bislang nicht fesseln, dabei empfange ich „Lies“ und „Rubber Bullets“.
am wenigsten ansprechend.
Für mich ist „Embers To Ashes“ sein bestes Album seit „White Trash Beautiful“ von 2004.
7/10

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 31089

Registriert seit 08.01.2012

2026-08-24 21:01:15 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

MickHead

Postings: 15500

Registriert seit 21.01.2024

2026-08-09 09:44:38 Uhr
Release erfolgt am 28.08.!

3. Song "Peace Of Mind"

https://youtu.be/rS_reogvmk8?si=-NY5I1_xfENOtdxP

MickHead

Postings: 15500

Registriert seit 21.01.2024

2026-06-05 12:27:19 Uhr
2. Song "Losing Man's Game" (Premiere um 16:00)

https://youtu.be/LT8Cr4fSRCE?si=w_Di9i0PD3610h9F
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