Black Marble - Life in small spaces
Sacred Bones / Cargo
VÖ: 21.08.2026
Unsere Bewertung: 7/10
Eure Ø-Bewertung: 8/10
Das kleine Glück im großen Wahnsinn
Wer ist dieser Mann, der da im Bett liegt und ein Buch namens "Growing up absurd" liest? Staunt er über den Inhalt, oder schaut er wissend in die Seiten? Warum schwirren übergroße Konfettikreise und -quadrate um ihn herum? Und was bedeutet der vorne am Rand im Bild baumelnde Arm? Obskur. Beengt ist es obendrein in diesem kargen Raum. Aber Leben ist in der kleinsten Hütte.
Vor 15 Jahren starteten Chris Stewart und Ty Cube mitten hinein in die aufkommende Welle modernen Synthwaves, befeuert durch den fantastischen Soundtrack zum nicht minder fantastischen "Drive". Klar zu hören im Debütalbum "A different arrangement" , das außerdem Artverwandtes wie Cold Wave und Post-Punk in den Mix warf. Ein paar Jahre später zog Stewart während der Aufnahmen zum Nachfolger "It's immaterial" von New York nach Los Angeles, der schwarze Marmor wurde von da an als Einzelprojekt skulpturiert. Im Jahr 2019 wechselte er erneut, aber dieses Mal nur das Label, seitdem ist er bei Sacred Bones zu Hause. Entgegen dem Albumtitel "Bigger than life" blieb er den minimalistisch kargen Klängen treu, allerdings ließ er nun mehr Licht an die Sounds, vereinzelt schubsten die Synthesizer die grummelnden Bässe sogar mal fröhlich in die Ecke. Der Trend zu besserer Laune setzte sich dann auch auf "Fast idol" fort, folgt jetzt also Stewarts erstes richtiges Pop-Album?
Das trifft es so sicherlich nicht ganz. "Life in small spaces" bietet zwar etwas druckvolleren Sound, bleibt jedoch dem etablierten Black-Marble-Stil treu. Der Künstler marbelt, äh, mumbelt seine Vocals ins Mikrofon, die Synthesizer verbreiten Atmosphäre und strahlen ab und zu etwas heller. Aber markant ist: Die Gitarren dürfen verstärkt mitspielen. Verstärkt im Sinne von häufiger, nicht lauter. So klingt das eröffnende "It always comes to me" deutlicher nach US-College-Indie als frühere Veröffentlichungen. Doch das folgende "Jim Carol New Year" ist gleich zurück im elektronischen Wave, und mit dem post-punkigen Bass von "Anything" hakt das Auftakttrio geschickt alle Kästchen des Bandsounds ab.
Inhaltlich kreist Stewart ein bisschen um sich selbst. Beziehungsweise um das Leben als Künstler in diesen Zeiten. Wie schafft man das alles noch, wie bleibt der Kopf klar, wie soll man sich ausdrücken, wenn doch schon so viel gesagt wurde? Was braucht es zum Glück, was kann weg? Und wo kommen plötzlich die Camouflage-Vibes in "Other man's dream" her? Als wäre "The great commandment" nach Kalifornien an den Strand verlegt worden. Aber erst nach Sonnenuntergang. Dann setzt sich auch der lokale Robert-Smith-Loookalike neben dich in den feuchten Sand und nickt zu "Life without" mit, bevor er überraschend die schwarze Kutte abwirft und zu "Missing history" abtanzt. Es sind solche kleinen Dinge, die glücklich machen.
Highlights
- Jim Carol New Year
- Other man's dream
- Life without
- Missing history
Tracklist
- It always comes to me
- Jim Carol New Year
- Anything
- Get back up
- Other man's dream
- Guess
- Life without
- Missing history
- Panopticon calls
- Picture when
- Sonny boy
Gesamtspielzeit: 41:10 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
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qwertz Postings: 1259 Registriert seit 15.05.2013 |
2026-08-28 18:10:53 Uhr
More of the same, aber der Vibe stimmt. Die erste Single + die letzten vier Tracks sind direkt in meine persönliche Artist-Playlist gewandert. |
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MickHead Postings: 15407 Registriert seit 21.01.2024 |
2026-08-28 11:10:39 Uhr
Laut.de 4/5https://laut.de/Black-Marble/Alben/Life-In-Small-Spaces-127429 |
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MickHead Postings: 15407 Registriert seit 21.01.2024 |
2026-08-21 15:34:53 Uhr
Jetzt auch komplett bei Bandcamp:https://blackmarble.bandcamp.com/album/life-in-small-spaces |
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MickHead Postings: 15407 Registriert seit 21.01.2024 |
2026-08-21 09:20:43 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_l8uOT51uYIvhnrtcQWDYx0paMO8I6Dcko&si=-edg3vsUsvVEa3aR Musikexpress 3.5/6 https://www.musikexpress.de/reviews/black-marble-life-in-small-spaces-review/ |
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MickHead Postings: 15407 Registriert seit 21.01.2024 |
2026-08-18 20:33:30 Uhr
Letzter Song vor dem Release!"It Always Comes To Me" https://youtu.be/qr2AAHB1au8?si=GKq3OYhdhVm-p_AT |
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Referenzen
Cold Cave; John Maus; TR/ST; Drab Majesty; The KVB; Lust For Youth; Joy Division; The Cure; The Soft Moon; Chromatics; Kavinsky; Desire; Electric Youth; Nation Of Language; Lea Porcelain; Xeno & Oaklander; Cabaret Voltaire; Fad Gadget; Factory Floor; Suicide; Riki; The Normal; Silicon Teens; Depeche Mode; New Order; Orchestral Manoeuvres In The Dark; Blancmange; Visage; Psyche; John Foxx; Gary Numan; Tubeway Army; Camouflage; Automatic; Pylon; Wire; Led Er Est; Vår; Martial Canterel; Trisomie 21; Agent Side Grinder; TWINS; Absolute Body Control; Chris & Cosey; Robert Rental; Thomas Leer; Profligate; Pink Industry; Mode Moderne; Ploho; I, Synthesist; Rational Youth; Oppenheimer Analysis; Martin Dupont; The New Division; Ash Code; Tempers; Minuit Machine; Rue Oberkampf; Essaie Pas; Attrition; Team Robespierre
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