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Suki Waterhouse - Loveland

Suki Waterhouse- Loveland

Confidence River / Island / Universal
VÖ: 10.07.2026

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Weniger ist schwer

Die britische Sängerin Suki Waterhouse begann ihre berufliche Karriere im Teenager-Alter als Model und wurde darüber für Filme gecastet, in denen sie ebenfalls positiv auffiel. Als Musikerin trat sie 2016 das erste Mal in Erscheinung, obwohl es bis zum ersten Album noch sechs Jahre dauern sollte. Ihr neuestes Werk "Loveland" ist bereits ihr dritter Langspieler und wie man bei einer Frau erwarten kann, die sich selbst als breite Brand aufgestellt hat, kann sie in Sachen Producing für ihre Musik ins oberste Regal greifen. Trotzdem wirkt nicht jeder Griff wie ein Volltreffer.

Der vielversprechende Beginn in Form der Leadsingle "Back in love" weiß sofort zu begeistern. Der launige und sommerliche Opener feiert ein Gefühl, das man liebt und gerne teilt: Lebensfreude , die am Ende sogar von Posaunen breit bestätigt wird. Doch schon im folgenden "Any man" stellen sich leichte Zweifel ein. Das Stück strotzt vor Selbstbewusstsein und Waterhouse behauptet großspurig, dass sie jeden Mann der Welt haben könnte. Selbst wenn das bei ihr sicher eher zutrifft, als bei vielen anderen Menschen, bleibt die Frage: Wie einfach kann man sich damit identifizieren? Leichter fällt das bei "Happy with it", das die Irritation beschreibt, irgendwie mehr erwartet zu haben und sich damit nicht abfinden zu wollen. Deshalb reitet die Sängerin auf dem Ross von dannen, während sie über Bass und disco-angehauchte Beats säuselt. Genauso anschlussfähig ist "When I get drunk (I want you boy)", weil Waterhouse uns langsam aber sicher mit Gitarre im Arm und dem ein oder anderen Getränk intus näher kommt. Wieder etwas weniger relatable ist die Situation im klaviergeführten "Notting Hill", wenn die Protagonistin ihr eigenes Foto in der Zeitung sieht. Das klingt dank kurzer Switches ins Falsett aber trotzdem fantastisch und beglückt mit den filmischen Zeilen: "I bring you breakfast back to bed / You're my favourite flavour / You light a cigarette instead / My gosh, you're shameless!"

Ähnlich durchwachsen wie beim Identifikationspotenzial sieht es in den musikalischen Gefilden aus, durch die die Britin sich bewegt. "Teardrops" entscheidet sich für einen gedämpfteren, bassigen Sound, während er lässig durch die Stadt gleitet. Klingt eventuell ein bisschen zu sehr nach Lana Del Rey. Der Indie-Disco-Song "Jukebox" wirkt dafür viel eher wie Angel Olsen und gönnt der heterosexuellen Liebelei eine Pause: "I don't mean to be rude / But you're blocking my view / I wanna watch the girls dancing / Not be talking to you." Besonders auffällig wird die Heterogenität beim Klang, wenn sich die Produzenten bemerkbar machen. "Seasons" klingt unter Mithilfe von Aaron Dessner nach einem weiblichen The-National-Song mit hektischen Drums und vollem Piano. Der nasale Gesang steht Waterhouse eher mäßig. Genauso verhält es sich mit dem anderen Dessner-Song "Almost", der sich erneut durch motivierte Drumprogrammierung verrät. Besser steht ihr das Highlight "Puppy dog eyes". Dort leitet Rocker Dan Wilson an und lässt die große Geste zu. Beim Singen variiert die Britin immer wieder das Tempo und übernimmt sexy die Kontrolle: "Sometimes I wanna play with my food / But I want it in the wild / Not in my living room."

Was dabei dringend zu erwähnen ist: Schlecht klingt keiner der 14 Songs. Manche sind höchstens etwas unauffällig, wie "Tiny raisins", das sich an gradlinigem, leichten Rock versucht und so durchdudelt, ohne zu stören. Und auch "Morals" ist trotz Unterstützung von Mick Fleetwood an den Drums eher zu vernachlässigen. Kurz vor Ende gibt sich Waterhouse im Titelsong nochmal in bester 90er-Poprock-Manier à la Garbage oder The Cardigans. Die Musik ist glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt verdächtig, rein kommerzielles Gimmick einer Frau zu sein, die sich nur in vielen Dingen ausprobiert. Im Gegenteil möchte man sie animieren, sich noch mehr selbst auszutoben und sich dafür vielleicht von ein paar der namhaften Kollaborateure zu verabschieden. Der Brei ist zwar trotz vieler Köche immer noch sehr gut genießbar, aber das sichere Rezept weiß halt auch selten zu überraschen.

(Arne Lehrke)

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Highlights

  • Back in love
  • Notting Hill
  • Puppy dog eyes

Tracklist

  1. Back in love
  2. Any man
  3. Happy with it
  4. Notting Hill
  5. Teardrops
  6. When I get drunk (I want you boy)
  7. Jukeboy
  8. Seasons
  9. Tiny raisin
  10. Almost
  11. Puppy dog eyes
  12. Morals
  13. Loveland
  14. Weirdo

Gesamtspielzeit: 43:12 min.

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MickHead

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2026-07-17 10:00:14 Uhr
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https://gaesteliste.de/2026/07/16/review/suki-waterhouse-loveland/

Armin

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2026-07-16 20:35:07 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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MickHead

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2026-07-10 09:29:05 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_ltWQKuCSLNd9ELihS1qYWNGqwEieSjkc4&si=-BSQjCS3KKnV9mm_

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

2026-06-12 22:44:31 Uhr
3. Song "When I Get Drunk (I Want You Boy)"

https://youtu.be/LKm3qgrs_wc?si=Dn8ejKQ0Nljunhm5

Tracklist:

01 'Back in Love'
02 'Any Man'
03 'Happy With It'
04 'Notting Hill'
05 'Teardrops'
06 'When I Get Drunk (I Want You Boy)'
07 'Jukebox'
08 'Seasons'
09 'Tiny Raisin'
10 'Almost'
11 'Puppy Dog Eyes'
12 'Morals'
13 'Loveland'
14 'Weirdo'

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

2026-04-24 23:58:39 Uhr
2. Song "Tiny Raisin"

https://youtu.be/qQM3sAPEbHY?si=UEjeuQUiO6YwAXk6
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