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Sparta - Cut a silhouette

Sparta- Cut a silhouette

Rude / EVR
VÖ: 29.05.2026

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Fühlst Du es?

Sparta fühlen es wieder, das "Band sein". War das jüngste, selbstbetitelte Werk im Rückblick von Frontmann Jim Ward ein komplizierteres Puzzle, das zusammengebaut werden musste, also eine Art Übergangs-LP, so zeigt er sich rund um das sechste Studioalbum "Cut a silhouette" erleichtert und begeistert: "This feels like we're a fucking band again!" Was beim ersten Hören ins Ohr sticht, ist die Energie, mit der Sparta zu Werke gehen. Mit gewohnt intensivem Riffing und Tiefe kommen "Crater" und "Without your hands" daher, ersteres liefert leicht dissonante Intensität, letzteres besticht mit energetischem Chorus. Auch "Everything you say" bringt bekannte Sparta-Stärken aufs Parkett, Wards Gesang bricht aus und tönt – übrigens über das gesamte Album – kraftvoller als noch zuletzt.

Dann ist da noch dieser Opener! "Split lip" geht als Symbiose von Rival Schools und Hot Water Music sofort in die Vollen, packt zwischen seine bissigen Riffs einen fein perlenden Refrain, den man so nicht unbedingt kommen sah. Das experimentellste Stück heißt "Mouthbreaker" und stammt übrigens – wie auch "Crater" – aus der Feder von My-Chemical-Romance-Mann Frank Iero. Der Song kommt zweigeteilt daher, zunächst klassisch mit Strophe und Refrain, insbesondere aber der Part ab Minute 2:30 schlurft sich repetitiv, intensiv und äußerst gekonnt in Nervenbahnen und Songvers-Speicher.

Und die gefühligeren Stücke, respektive Balladen? Haben Sparta nicht über Bord geworfen. "See you soon" versucht sich an zurückhaltendem Power-Pop mit leichten Piano-Sprenkeln, Wards Gesang und der prominente Refrain versprühen vielleicht etwas viel Theatralik. Besser getimt kommt "Midnights" daher, das Stück mäandert gekonnt auf Pfaden des Late-Nineties-Emo und schmiegt sich immer intensiver an seinen Refrain, der zwischendurch auch mal für eine kleine Eruption sorgt. Die Zeile "And I wanna feel everything" bohrt sich ins Ohr. Ein wenig intimer, getragen von der Akustischen und einer feinen Melodie, bringt indes der Closer "Glimmer" das Album zu einem feinen Ende.

Das Niveau des irgendwo zeitlos tollen "Threes" wird Ward als Songschreiber und werden Sparta als Band vermutlich kaum wieder erreichen können. Aber Musik ist eben nicht in erster Linie Beglückungsmaterial für (ebenfalls in die Jahre gekommene) Fans früherer Tage, sondern Selbstverwirklichung und Ventil der Künstler. Mit anderen Worten: "Cut a silhouette" ist eine doch eher überraschend gelungene Momentaufnahme von Wards Projekt Sparta, das einige Zeit brauchte, sich (wieder) zu finden, und sich nun auf den gemeinsamen Pfad begeben hat. Gefühlt ist es der richtige.

(Eric Meyer)

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Highlights

  • Split lip
  • Mouthbreaker
  • Without your hands
  • Glimmer

Tracklist

  1. Split lip
  2. Crater
  3. Mouthbreaker
  4. Daydream
  5. See you soon
  6. Everything you say
  7. Without your hands
  8. Midnights
  9. Mystery of missing
  10. Glimmer

Gesamtspielzeit: 39:33 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

didz

Postings: 2982

Registriert seit 29.06.2017

2026-05-31 23:16:09 Uhr
in 'trust the river' steckt irgendwo ein starkes album, wenn die songs nich einfach nach den bridges plötzlich ausfranzen würden.
das letzte hab ich schon total vergessen.
das neue hier is gut, auch wenn ich die vielerorts vernommenen 'wiretap scars'- bzw old school sparta-vibes nur selten raushör. es fühlt sich wieder stabiler an, hier und da hat ein song aber doch wieder ein bisschen ein zerfahrenes ende.
die ersten 3 alben sind groß, da wird so schnell nix rankommen. das is jetzt einfach ne andere band.
aber, wenn sie jetzt so zusammen bleiben und weiter einspielen, könnte das nächste richtig interessant werden.
7/10

Gomes21

Postings: 6185

Registriert seit 20.06.2013

2026-05-31 22:13:37 Uhr
Nein meiner Meinung nach auch nicht, aber es sind schon gute und mitreißende Songs drauf! Gefällt!

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 37084

Registriert seit 07.06.2013

2026-05-31 14:25:43 Uhr
Nach zwei Durchgängen: Auf jeden Fall wieder ordentlich nach den letzten beiden schwachen Alben. Dass es an "Porcelain" oder besonders "Threes" rankommt, glaub ich aber nicht.

embele09

Postings: 258

Registriert seit 06.11.2024

2026-05-30 13:11:18 Uhr
Ich habe mir das Album jetzt angehört und bin ebenfalls angetan. Schön, wieder etwas von ihnen hören zu können.

sizeofanocean

Postings: 2050

Registriert seit 27.01.2020

2026-05-30 12:06:58 Uhr
gefällt bis jetzt ziemlich gut, zumindest Split Lip, Crater, Everything you say und Without your hands
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