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New Constellations - It comes in waves

New Constellations- It comes in waves

Nettwerk
VÖ: 15.05.2026

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Endorphine in Stereo

Manchmal kommt es in Wellen. Wie diese Euphorieschübe, die gute Musik in Menschen auslösen kann. Manchmal rauscht so eine Platte erst einmal ohne größere Aufmerksamkeit am semikonzentrierten Rezensenten vorbei. Von der einen supermarkanten Stelle mit dem "Den Song kenne ich doch schon länger?!"-Moment abgesehen. Dann schärft der feine Herr die Sinne und entdeckt: Da ist doch mehr als nur der eine Hit. Hier lohnt sich tiefere Beschäftigung. Und plötzlich sind sie da, die Glückshormone.

Harlee Case und Josh Smith kennen sich seit ihren Teenagertagen, als sich zwischen Kirchenchor und erstem gemeinsam im Jugendzimmer aufgenommenem Song eine Freundschaft entwickelte. Dann verlief das Leben zunächst in anderen Bahnen weiter, Highschool, Jobsuche and so on. Irgendwann tourte er mit Hardcore-Bands die Küste entlang und fing mit dem Musikproduzieren an, während sie begann, auf Instagram nach Mitgliedern für eine zu gründende Band zu suchen. Er meldete sich, sie trafen sich wieder – und es war klar: Die Band sind wir! Geduldig arbeiteten sie an Songs und landeten 2021 mit ihrer ersten Single gleich einen Volltreffer. Und obwohl das Stück nun schon etwas älter ist, war es die völlig richtige Entscheidung, "Hot blooded" auch auf das endlich erscheinende Debütalbum "It comes in waves" zu packen. Denn was ist das für eine herrlich zwischen 80er-Synthiepop, "Drive"-Soundtrack und Dreampop schillernde Perle! Und 135 Millionen Streams – Edelfan Pedro Pascal sei Dank – beim giftgrünen Riesen sind auch eine Hausnummer.

Neun Jahre von der Bandgründung bis zum ersten Longplayer, das ist ein Zeichen für Geduld. Darum sitzt auf diesem Album auch jeder Ton. Ohne dass im Studio alles komplett glattgefeilt wurde, man höre nur die leicht windschiefen Stellen in "I disappear". Es sind auch nicht einfach sämtliche gut gestreamten frühen Singles draufgepackt worden – gut so bei "Think it over" (zu cheesy), durchaus schade für das komplexe "Does it feel like this?" und den New-Order-Gruß "Your own parade". Aber es gab eben genug Material zur Auswahl. Wie die nach kurzem Intro gleich optimistisch in die Platte stürmende Freundschaftshymne "Secret safe". Oder die verträumt bzw. intensiv gesungen den Hit einrahmenden "Say that you will" und "I'm waiting now".

In der Mitte lassen die beiden – live und auf einigen Tracks durch Kyle Farook zum Trio ergänzt – es auch mal bewusst sommerlich plätschern. Um dann mit sattem Synthwave dem "Dandelion" die Blüten wegzupusten und mit "Sun chasing the rain" noch mehr strahlenden Electropop vom Stapel zu lassen. Überhaupt ist der hintere Albumteil ein Grund, warum die Bewertung doch noch ein Pünktchen höher rutschte. Wie sie in "Believe again" den R'n'B streifen und ohne große Posen eine Violine integrieren, wie das relaxte "Edge of the world" als letzter entstandener Song womöglich in die Zukunft deutet und schließlich das auch auf Konzerten stets das Finale bestreitende "Do what you want" eine Ode der Selbstermutigung singt, das hat Klasse. Die Sterne stehen gut für New Constellations.

(Thomas Bästlein)

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Highlights

  • Hot blooded
  • Dandelion
  • Sun chasing the rain
  • Believe again

Tracklist

  1. Intro (Nothing stays the same)
  2. Secret safe
  3. I disappear
  4. Say that you will
  5. Hot blooded
  6. I'm waiting now
  7. Waterslides
  8. Caught on your line
  9. Dandelion
  10. Sun chasing the rain
  11. Believe again
  12. Edge of the world
  13. Do what you want

Gesamtspielzeit: 54:24 min.

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Postings: 2442

Registriert seit 25.09.2014

2026-05-27 08:50:02 Uhr
Ich finds eigentlich ganz nice.

Grizzly Adams

Postings: 6778

Registriert seit 22.08.2019

2026-05-26 21:32:09 Uhr
packt mich nicht…

Habs auch versucht. und: ja.

oldschool

Postings: 1158

Registriert seit 27.04.2015

2026-05-26 21:23:41 Uhr
das ist dermaßen abgeschmackt und beinhaltet alles, wofür man heute die 80er belächelt. Als Parodie meinetwegen, aber sowas kann man sich doch ohne Nostalgiebezug zu einer Band nicht mehr anhören

Samuel Herring

Postings: 261

Registriert seit 22.08.2019

2026-05-23 19:45:44 Uhr
Ganz schlimme Stimme. Platte der Woche als Unfall.

Gave Dahan

Postings: 5

Registriert seit 10.11.2022

2026-05-23 15:18:14 Uhr
Album der Woche: Warum?!
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