They Might Be Giants - The world is to dig
Idlewild / Bertus
VÖ: 14.04.2026
Unsere Bewertung: 6/10
Eure Ø-Bewertung: 6/10
Lach- und Sachgeschichten
Einen Mangel an Output und/oder Wandlungsfähigkeit kann man den vermeintlichen Giganten nun wirklich nicht bescheinigen. Vor knapp 45 Jahren (!) von John Flansburgh und John Linnell in Brooklyn gegründet, haben They Might Be Giants bisher rund 25 Studio- und 20 Live-Alben rausgehauen, sich aber auch mit ihren Children's-Alben in der "musikalischen Früherziehung" verdient gemacht. Das alles natürlich in wechselnden Besetzungen; wenn wir richtig gezählt haben, umfasst der TMBG-Kosmos 17 Musiker, die kürzer oder länger im Bandkontext mitgewirkt haben. Nach dem 2021 erschienenen Album "Book" haben sie sich für ihre Verhältnisse erstaunlich viel Zeit gelassen, dafür gibt's dann auch gleich eine ordentliche Menge neuen Stoffs: 18 Tracks umfasst "The world is to dig", hartgesottene Fans der Band dürften sich also erst mal die Hände reiben, da gibt es viel zu entdecken.
Die gute Nachricht: Es sind erstaunlich viele echte Perlen dabei: Ob es nun gleich der Opener ist, bei dem sich trunken-schwankende Strophen mit schwärmerischen Refrains abwechseln, oder das mordsgut gelaunte "Wu-Tang", das schön geradeaus rockt, aber durch janusköpfige Akkordfolgen trotzdem raffiniert und unvorhersehbar bleibt. Großen Spaß macht auch "Sleep's older sister", das durch sein dichtes Schlagzeugspiel und perlende Wurlitzer-Einwürfe ebenso zeitlos wie elegant wirkt Und "Garbage in" atmet nicht wenig den Geist der Beatles aus der "Sgt. Pepper"-Phase, während "What you get" wie eine leichtfüßige und weniger verkopfte Variante von Elvis Costello daherkommt.
Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass die Mehrzahl der richtig guten Tracks vor allem in der ersten Hälfte des Albums verortet ist, in der zweiten fällt das Niveau tendenziell ein wenig ab. Generell hätte es kaum originelle Rumpelnummern wie "Outside brain" oder "Overnight Sensation" ebenso wenig zwingend gebraucht wie das arg skizzenhafte "Telescope" oder das bemüht-originell-französische "Je n'en ai pas". Insgesamt jedoch ist "The world is to dig" ein Album, das ohne überbordende Verschrobenheit auskommt und den Fokus mehr auf gutes Songwriting und ein insgesamt positives Lebensgefühl setzt. Und so ist bitte auch die Punktwertung zu verstehen: Hätten die Giants die eine oder andere etwas halbherzige Nummer lieber weggelassen, dann wären immer noch genügend echte Hits übrig geblieben. Aber wer weiß: Vielleicht brauchen sie fürs nächste Album wieder fünf Jahre. Das wäre wohl Zeit genug, sich auch mit den anderen Tracks anzufreunden.
Highlights
- Back in Los Angeles
- Wu-Tang
- Sleep's older sister
- Garbage in
Tracklist
- Back in Los Angeles
- Wu-Tang
- Sleep's older sister
- Je n'en ai pas
- Outside brain
- Let's fall in lava
- Telescope
- Garbage in
- Get down
- New Wave will never die
- Overnight sensation (Hit record)
- Character flaw
- Hit the ground
- What you get
- Slow
- In the dead mall
- What the cat dragged in
- They might be feral
Gesamtspielzeit: 44:28 min.
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MickHead Postings: 11473 Registriert seit 21.01.2024 |
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Frisch rezensiert. Meinungen? |
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MickHead Postings: 11473 Registriert seit 21.01.2024 |
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MickHead Postings: 11473 Registriert seit 21.01.2024 |
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Release auf den 14.04. verschoben! |
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MickHead Postings: 11473 Registriert seit 21.01.2024 |
2026-03-31 23:08:09 Uhr
4. Song "Overnight Sensation (Hit Record)"https://youtu.be/qxgr6_5BwXY?si=000vRR3yil7Yuhk0 |
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Referenzen
Camper Van Beethoven; Jonathan Richman; The Beatles; Elvis Costello; Death Cab For Cutie; Violent Femmes; A. C. Newman; Moxy Früvous; Barenaked Ladies; Flight Of The Conchords; Eels; Ween; Weezer; Cake; Soul Coughing; Fountains Of Wayne; The Young Fresh Fellows; Stephen Malkmus; Frank Black; Pavement; The Moldy Peaches; Robyn Hitchcock; The Presidents Of The United States Of America; Guided By Voices; The dB's; Matt & Kim; Cracker; Mono Puff; Ok Go; Architecture In Helsinki; Weird Al Yankovic; Robbie Williams; Adam Green; The Dead Milkmen; Jesus Couldn't Drum; Keith TOTP; The Hidden Cameras; R.E.M.; Marcy Playground; Semisonic; The Beautiful South; It's Immaterial; The New Pornographers; Beck
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