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Hawel / McPhail - Sorrow wonderland

Hawel / McPhail- Sorrow wonderland

La Pochette Surprise / Broken Silence
VÖ: 10.04.2026

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Direkt aus der Garage

Nanu? Seit 2024 nimmt Rick McPhail sich eine Auszeit bei Tocotronic, und das auf unbestimmte Zeit. Dennoch erscheint neue Musik mit ihm. Nur eben nicht dort, wo man sie erwarten würde. Zusammen mit Frehn Hawel (Tigerbeat, The Last Things) unterhält der Gitarrist das Duo Hawel / McPhail, das bewusst kleiner denkt: zwei Leute, Gitarre, Schlagzeug, ein paar Effekte, mehr braucht es hier nicht. Das zweite Album "Sorrow wonderland" setzt da an, wo schon das Debüt seine Stärken hatte: schrammelige Gitarren, stoischer Vorwärtsdrang und dieser leicht angegraute Charme von Musik, die sich eher aus Haltung statt aus Ambition speist. Das klingt organisch und angenehm ungekünstelt. Und im besten Sinne nach einem Projekt, das sich Freiräume nimmt, statt Erwartungen zu bedienen.

Im Hintergrund passiert dabei mehr, als es zunächst scheint. Zwischen den Gitarrenspuren blubbern und flirren immer wieder verspielte Klangflächen auf – irgendwo zwischen Orgel, Synth und schwer greifbarem Effektgeräusch. Das gibt den Songs eine leicht entrückte, stellenweise fast psychedelische Note, die sich nicht in den Vordergrund drängt. "Sorrow wonderland" streut diese verspielten Elemente eher beiläufig ein – und gerade darin liegt der Reiz. Songs wie "So outta tune" oder "Golden ticket" wirken weniger wie ausgearbeitete Statements, sondern wie Momentaufnahmen – als wären sie spontan eingespielt, aber mit Gespür für Atmosphäre. Das macht Spaß, weil Hawel / McPhail ihre Stärken ausspielen, ohne sich größer zu machen, als sie sind.

Das Problem ist nur: Diese Soundwelt verändert sich kaum. Die Stücke bewegen sich durchgehend in einem sehr ähnlichen Feld aus Schrammelgitarren, trockenen Rhythmen und zurückgenommenen Melodien. Der Gesang fügt sich konsequent in dieses Klangbild ein, bleibt aber oft eher Teil der Fläche als zum prägenden Element zu werden. Das ist einerseits stimmig, sorgt aber auch dafür, dass viele Songs kaum zu unterscheiden sind. "Cut down the information" hat zwar diesen nervösen Unterton, der kurz raussticht, bleibt aber letztlich im gleichen Rahmen. "Best before" deutet mit seinem leicht verschleppten Groove an, dass hier mehr möglich wäre – zieht das aber nicht ganz durch. Stattdessen bleibt das Album an diesen Stellen auf einem Level, ohne Brüche oder Überraschungen. "Sorrow wonderland" wirkt nie erzwungen, aber es passiert wenig, das man nicht schon nach den ersten Songs verstanden hätte.

(Lena Zschirpe)

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Highlights

  • Cut down the information
  • Best before

Tracklist

  1. Rags to riches
  2. Cut down the information
  3. Best before
  4. So outta tune
  5. Modern amenities
  6. Road train
  7. Small battles
  8. Golden ticket
  9. Lightspeed godspeed
  10. Sorry all the time
  11. Disco 666
  12. These summer blues

Gesamtspielzeit: 35:46 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

MickHead

Postings: 11473

Registriert seit 21.01.2024

2026-04-17 10:18:11 Uhr
Jetzt komplett bei Bandcamp:

https://lapochettesurpriserecords.bandcamp.com/album/sorrow-wonderland

Musikexpress 5/6

https://www.musikexpress.de/reviews/hawelmcphail-sorrow-wonderland/

dogs on tape

Postings: 640

Registriert seit 14.06.2013

2026-04-15 20:17:21 Uhr
Schön kurzweiliges Fuzzrockalbum, also genau dass was man erwarten konnte. Warum sollte man einem Genrealbum vorwerfen dass es seine Soundwelt nicht ändert? Ein paar offensichtlichere Referenzen hätte man noch aufzählen können, z.B. Jay Reatard, Tee O Sees, Dinosaur jr.
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https://www.musikexpress.de/reviews/hawelmcphail-sorrow-wonderland/
https://www.beatblogger.de/2026/04/hawel-mcphail-sorrow-wonderland/

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 30585

Registriert seit 08.01.2012

2026-04-15 20:07:11 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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