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Death Lens - What's left now

Death Lens- What's left now

Epitaph / Indigo
VÖ: 24.04.2026

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Hin- statt Aufgabe

Es ist ja immer ein wenig der Wunsch: Lass Musikschaffende über alles Mögliche singen, lass sie die tiefsttraurigen, die wüst wütenden, die emotional angreifendsten Themen behandeln, aber bitte lass sie im wahren Leben doch irgendwie davon selbst verschont bleiben (und alle anderen auch gern mit). Oder generell: Lass vieles einfach Fiktion sein. In diesen Zeiten jedoch schwierig, entwickelt sich vieles hier und dort in eine Richtung, die Realitäten massiv verändert. Natürlich insbesondere in den USA, dort insbesondere für die Bevölkerungsteile, die Zielscheibe der Regierung geworden sind. Death Lens entstammen diesem migrantischen Klientel, aufgewachsen sind sie in den Arbeitervororten von Los Angeles. Als hätten diese Menschen es im Leben nicht sowieso schon schwerer, haben sich seit dem letzten Album "Cold world" 2024 ganz konkrete Gefahren dort manifestiert.

Im Resultat entstehen dann Songs wie "Saints in the panic room", welches die Methoden von ICE-Razzien und die Angst vor diesen beschreibt. Bis dahin ist es jedoch eine Weile, stehen vorher einige andere Stücke im Fokus. "Monolith" etwa, welches das neue Dutzend Songs eröffnet – durchaus ein erstes Ausrufezeichen. Kurze spanische Spoken-Words als Intro, und "let's go" – ein fetter Sound aus Gitarren, Bass und Schlagzeug gibt den Weg vor. Direkt in den Pit. Gerade in der ersten Hälfte sammelt sich Hit an Hit. Der Vibe von kalifornischem Surf-Rock, die Power des Punk – passenderweise insbesondere in "Power" – die Melodien des Emo. Zurückgefahren wurde im Vergleich zu "Cold world" der leichte Hardcore-Anteil, Songs wie "Limousine" oder "Disturb the peace" finden sich hier nicht. Stattdessen mehr aus der Richtung von "Memory hotline": Zwei, drei Minuten Melodien für das gemeinsame Bad in der Menge. Tanz Dir den Frust, die Wut vom Leib, trotz allem mit einer Prise wohlfühliger Leichtigkeit.

So einige Bands in dieser unsteten Zeit bedienen diese Schiene – Drain etwa, in etwas härter, oder die sehr ähnlichen Militarie Gun. Man kennt sich, man schätzt sich, tourt zusammen, und mit letzteren ging es auch gemeinsam ins Studio. "Waiting to know" ist das Resultat. Balladesker Start, dann biegt der Song recht schnell ab und fügt sich in das Dutzend Hymnen auf "What's left now" ein. Deren größter Vorwurf wohl eine Art Gleichförmigkeit ist, welche aber durch die Stärke der einzelnen – meist im Zweieinhalb-Minuten-Bereich liegenden – Stücke ausgedribbelt wird. Wo man auch hinhört, dieses Album ist darauf gepolt, einer springenden Menge vorgesetzt zu werden, die dann beispielsweise wie in "Drown" das Mikro an sich reißt und aus vielen Kehlen ein "again again again" erklingen lässt.

Wo alles vor Gefühl nur so strotzt, dürfen auch (Halb-)Balladen nicht fehlen, "Am I a drug to you" ist eine solche und behandelt das Thema Trennung. Die stärksten, ergreifendsten Momente sind jedoch die eingangs genannten politisch-gesellschaftlichen, mit denen sich die Band auseinandersetzt. "Saints in the panic room" ist neben der Botschaft auch in seiner Machart einer der stärkeren Songs der Band. Ebenso gesellschaftskritisch ist der Abschlusstrack "Debt collector", welcher den ständigen Struggle um das Hinterherrennen offener Rechnungen thematisiert. Gelegentlich wagen Death Lens erstaunliche Schritte in Richtung Pop, wie im Refrain von "Off the edge", oder auch den lautmalerischen "whu-uh-uh-uh"-Chören im folgenden "Useless". Zwar kündet der Text "I am a small town nobody, I am useless", aber das ist arg falsch, wie Death Lens erneut zeigen: Sie sind mindestens sehr "useful" darin, Hits zu schreiben – und sicher auch persönlich einiges darüber hinaus.

(Klaus Porst)

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Highlights

  • Monolith
  • Waiting to know
  • Saints in the panic room

Tracklist

  1. Monolith
  2. Power
  3. Out of my skin
  4. Waiting to know (feat. Militarie Gun)
  5. Drown
  6. Am I a drug to you
  7. Saints in the panic room
  8. Off the edge
  9. Useless
  10. Last call
  11. Pulling teeth
  12. Debt collector

Gesamtspielzeit: 33:16 min.

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MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

2026-04-24 17:56:49 Uhr
Jetzt auch komplett bei Bandcamp:

https://deathlens.bandcamp.com/album/whats-left-now

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

2026-04-24 09:57:46 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_kURsJc4AT1v9V9XeH56IJG91Vq-BmtgSI&si=u4jetr3ao3b9hROS

Gaesteliste.de

https://gaesteliste.de/2026/04/23/review/death-lens-whats-left-now/

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

2026-04-21 10:49:34 Uhr
Letzter Song vor dem Release!

"Waiting To Know (Feat. Militarie Gun)

https://youtu.be/PyV1Xxxb0T8?si=ng3DTTyr6KN2woid

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2026-04-15 20:07:01 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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