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The Boxer Rebellion - The second I'm asleep

The Boxer Rebellion - The second I'm asleep

The Boxer Rebellion / Absentee
VÖ: 27.03.2026

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Von führenden Somnologen empfohlen

Den Gag haben sie mit dem Albumtitel jetzt aber selbst auf den Elfmeterpunkt gelegt. Reaktionen wie "The second I'm asleep listening to The Boxer Rebellion is ..." dürften vermutlich nicht ausgeblieben sein. Und, nun ja, die bieten sich bei der Musik, die das Londoner Quartett auf nunmehr sieben Studioalben seit 21 Jahren abliefert, eben auch an. Gefällig-gefühlvoller Indie-Rock, der nie ins Peinliche abdriftet, aber eben auch selten den Ausbruch wagt.

Vier-zwei-zwei-drei-zwei-acht. Nein, das ist nicht Rosis Nummer. Spider-Murphy-Gang-Fans wissen das. Stattdessen stellt die Zahlenreihe die Jahresabstände zwischen den Alben von The Boxer Rebellion dar. So viel Zeit lag also mit großem Abstand noch nie zwischen zwei Platten der Band. Wodurch "The second I'm asleep" nun sowohl sehnsüchtig – von den treuen Anhängern der Band – als auch mit gewissem Interesse erwartet wurde. Letzteres von denjenigen, die der Band mit einer gewissen Sympathie gegenüberstehen, aber immer gehofft haben, dass Nathan Nicholson, Andrew Smith, Adam Harrison und Piers Hewitt doch noch mal einen Schritt über den Tellerrand hinaus wagen könnten.

Los geht es hoffnungsvoll. Zum eingängigen und an bessere Keane-Stücke erinnernden "Flowers in the water" empfiehlt Nicholson mit seiner sanften, gelegentlich ins Falsett gleitenden Stimme, dass man sich doch bitte nicht ständig mit dem ohnehin unvermeidlichen Ende beschäftigen solle, sondern optimistisch bleiben möge, denn: "The glass half-full is bottomless." Ein guter Rat. Auch wenn wir alle irgendwann "The last of a dying breed" sein sollten, wie der nächste Song – auch dieser klar auf der Plusseite dieses Albums – feststellt. "This house" ist ebenfalls vergleichsweise flott geraten und wie so oft bei dieser Band gut für die Bestückung hochwertiger Film- oder Serien-Soundtracks denkbar.

Aber nach einer Weile stellt sie sich doch wieder ein, diese gewisse Ermüdung – passend zum Albumtitel. Das Level ist durchweg gut, aber es bleibt stets einsteigerfreundlich. Kanten werden harmoniesüchtig weggefeilt. Selbst der "Storm chaser" sieht immer nur das Gute in den Menschen, auch wenn er hinterhältig weggepustet wird. Nachdem "Satellite above" und "Don't leave yet" noch mit interessantem Schlagzeugspiel überzeugt haben, wird es in der zweiten Hälfte irgendwann doch zuuu entspannt. Sagen wir es so: Die Fans dürften zufrieden sein und auf den Konzerten zu den neuen Songs genauso wohlig mitschunkeln wie zu den alten. Die Sympathisanten werden relativ zügig mit den Schultern zucken, eine andere Platte auflegen – und bei Album Nummer acht wieder mit Interesse reinhören.

(Thomas Bästlein)

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Highlights

  • Flowers in the water
  • Last of a dying breed
  • This house

Tracklist

  1. Flowers in the water
  2. Last of a dying breed
  3. Hidden meanings
  4. This house
  5. Storm chaser
  6. Satellite above
  7. Don't leave yet
  8. Perception
  9. Second guess
  10. Your side of town

Gesamtspielzeit: 39:06 min.

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