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Metal Church - Dead to rights

Metal Church- Dead to rights

Rat Pak / Reaper / Universal
VÖ: 10.04.2026

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Hello again

Natürlich ist das reiner Zufall. Aber zumindest eine amüsante Koinzidenz, dass Metal Church ihr neues Album "Dead to rights" kurz nach Ostern veröffentlichen. Warum? Weil es nur wenige Bands gibt, die sich schon so oft aufgelöst und wieder neu formiert haben. Auferstehung und so. Zumal es dieses Mal wirklich so aussah, als wäre endgültig Schluss. Denn nach dem Suizid des ikonischen Frontmanns Mike Howe 2021 kam das Album "Congregation of annihilation" 2023 vermutlich zu früh: Nach der anschließenden Tour verkündete Bandchef Kurdt Vanderhoof, keine Perspektive mehr zu sehen. Bis ihm ein Demo des Sängers Brian Allen zugespielt wurde, auf dem dieser scheinbar mühelos die Bandklassiker "Start the fire" und "Date with poverty" einsang. Und als wäre es noch nicht genug mit den glücklichen Zufällen, konnte Vanderhoof niemand Geringeren als den langjährigen Megadeth-Bassisten David Ellefson verpflichten.

Wieder einmal also Neustart, alles zurück auf Los. Was nicht bedeuten muss, dass plötzlich alles wieder gut ist – leidgeprüfte Metal-Church-Fans erinnern sich an die verunglückte Reunion mit dem Ur-Sänger David Wayne und das ziemlich vergurkte Album "Masterpiece". Und nach dem ersten Durchlauf dürfte sich der ein oder andere zunächst einmal verzweifelt auf die Suche nach dem nächsten Ohrwurm der Marke "Fake healer" oder einer Über-Ballade wie "Watch the children pray" machen. Nur – warum eigentlich? Denn schon das eröffnende Doppel aus "Brainwash game" und "F.A.F.O." marschiert dermaßen ungestüm los, als wären wir wieder in den Achtzigern, Brian Allen liegt mit seinem Gesang tatsächlich irgendwo in einer Schnittmenge aus David Wayne und Mike Howe, und zu einer derartigen Rhythmussektion aus Ellefson und dem aus diversen namhaften Gruppen bekannten Schlagzeuger Ken Mary kann man Vanderhoof nur beglückwünschen.

Durchpusten. Etwas runter vom Gas. Gut so, denn permanente Hochgeschwindigkeit auf Albumlänge stand Metal Church noch nie gut zu Gesicht. Platz also für die feine Gitarrenarbeit von Vanderhoof und Rick van Zandt, die einzige Konstante bei der aus Seattle stammenden Band. Egal ob im Titeltrack oder beim direkt folgenden "Deep cover shakedown" – genau solche Riffs sind der Grund dafür, warum die Band trotz aller Irrwege immer noch eine treue Fanbasis aufweisen kann. Oder anders formuliert: Man konnte dem Bandleader in der Vergangenheit den Grad der Inspiration durchaus anhören. Hier hat den 64-Jährigen die Muse stellenweise nicht nur geküsst, sondern zu weit weniger jugendfreien Aktivitäten ins nächste Gebüsch gezerrt.

Womit wir wieder beim einzigen kleinen Manko wären. Nämlich die Kernfrage, wie nachhaltig diese Platte wirklich ist. Für eine Antwort muss man sich endgültig von dem Gedanken lösen, Metal Church könnten noch einmal eine Platte wie "The human factor" oder gar das legendäre selbstbetitelte Debüt veröffentlichen. Diese Zeiten sind nun einmal Geschichte, und das weiß Kurdt Vanderhoof von allen am besten. Doch wenn wir einmal nur auf den Moment blicken, zeigt "Dead to rights" eine Band, die sich zum wiederholten Mal notgedrungen neu finden musste. Eine Band, die aus dieser Situation das Optimum macht, voller Spielfreude ihren durchaus eigenwilligen Chef zu starkem Songwriting inspiriert, die schlicht höchst souveränen US-Metal zelebriert. Ob das auch in ein paar Jahren auch noch der Fall sein wird, ist im Fall von Metal Church aber ganz besonders ungewiss. Genießen wir also den Moment und hoffen, dass diese Besetzung wenigstens ein bisschen langlebiger ist.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Brainwash game
  • Heaven knows (Slip away)
  • No memory

Tracklist

  1. Brainwash game
  2. F.A.F.O.
  3. Dead to rights
  4. Deep cover shakedown
  5. Feet to the fire
  6. The show
  7. Heaven knows (Slip away)
  8. No memory
  9. Wasted time
  10. My wrath

Gesamtspielzeit: 47:21 min.

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Sneedlewoods

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Registriert seit 07.05.2023

2026-04-13 09:17:29 Uhr
Es ist Zeit für einen Gottesdienst wo nicht dröge der übliche Sermon gepredigt wird. Oberpriester Kurdt Vanderhoof(Gitarre) und seine Ministranten
Rick van Zandt-Guitars
David Ellefson - Bass
Ken Mary - Drums
Brian Allen - Vocals
haben das 14. Kapitel im Gebetbuch der metallischen Kirche geöffnet. Leider werden auch diesmal nicht viele diesem Lobgesang folgen. Metal Church sind trotz durchgängig guter bis sehr guter Alben seit der Veröffentlichung des gleichnamigen Debüts(1984) nie in die Liga von z.B. Megadeth aufgestiegen. Egal ob sich das nun nach mehr als 40 Jahren ändert oder nicht. Wo Metal Church draufsteht ist für eine ordentliche Predigt gesorgt. Frisch wie einst im Frühling werden die knapp 54 Minuten des neuen Albums zum deutlich ausgestreckten Mittelfinger gegen alles was Heavy Metal sein soll und doch nur Weichblech ist. Zwischen Power Metal und Thrash angesiedelt bleibt keine Zeit für unnötigen Firlefanz. Dicht und kompakt, kommen alle Titel direkt auf den Punkt und sind der beste Beweis dafür warum ich im fortgeschrittenen Alter immer noch Heavy Metal Fan durch und durch bin.
Fazit? Begeisterung von Anfang bis zum Ende
10/10

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2026-04-08 21:10:32 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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