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Lamb Of God - Into oblivion

Lamb Of God- Into oblivion

Century Media / Sony
VÖ: 13.03.2026

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Es wird einfach nicht besser

"An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit" – bei Lamb Of God sieht das anders aus. Die Zeiten sind schlecht, die eigene Regierung ist auch in der zweiten Amtszeit nicht besser. Lamb Of God gedeihen unter solchen Umständen. Platten wie "Ashes of the wake" oder "Resolution" sind beeindruckende klangliche Zeugnisse dieses Unmuts. Seit mehr als 30 Jahren sind Lamb Of God chronisch frustriert und lassen auch die Ohren der geneigten Metal-Fans daran teilhaben.

Was direkt ins Auge springt, ist das neue Logo der Band: weg vom altbewährten "Papyrus"-Font (der immerhin auch den erfolgreichsten Film aller Zeiten, aktuell noch "Avatar", schmückt), hin zu einem modernen Schriftzug mit eher technischem Artwork. Doch wer jetzt erwartet, dass Lamb Of God auf einmal technischen Death Metal spielen oder sich irgendwelchen neuartigen musikalischen Trends zuwenden würden, wird in den ersten Sekunden von "Into oblivion" eines Besseren belehrt. Wenn man eine musikalische KI fragen würde, wie ein prototypischer Song von Lamb Of God klingt, wenn sie ihre Qualitäten ausspielen, würde das Lied wohl sehr nach dem Titeltrack klingen.

Apropos Klang: "Into oblivion" kommt für eine Band dieser Größenordnung angenehm trocken und nicht überproduziert aus den Boxen. Vergleicht man dieses Album etwa mit "Wrath", wird der klangliche Unterschied sehr deutlich. Stilistisch könnte der Band zwar mangelnde Kreativität vorgeworfen werden, allerdings wäre das angesichts der Qualität, die sie seit mehr als drei Jahrzehnten abliefert, unfair. "Parasocial christ" erinnert stellenweise an das stürmische "Contractor" vom "Wrath"-Album, das Album-Highlight "El vacío" weckt Erinnerungen an "Overlord" (gesprochene Strophen, Ausbruch im Refrain), funktioniert aber besser als das genannte Beispiel. Das Doppel aus "The killing floor" und "Blunt force blues" ist Krach-Kür par excellence und beleuchtet sämtliche Stärken der Band.

"The times, they are a-changin": auf die eine oder andere Weise – und jeder ist unzufrieden. Lamb Of God liefern abermals den Soundtrack zum zivilen Ungehorsam in Form von Grooves wie die Trommeln auf einer alten Galeere und Riffs, die durch die angespannte Atmosphäre schneiden. Über allem thront Sänger Randy Blythe, dessen Stimme wie ein lange geräuchertes Stück Fleisch im Aushängeschild der Band verweilt. "It's all fucking worthless" – das sind die letzten Worte des abschließenden Liedes "Devise / Destroy". Mit dieser Wut im Bauch werden Lamb Of God sicherlich noch weitere Präsidentschaften überstehen und den Verfall gesellschaftlicher Werte begleiten. "It's times like these you learn to love again", meinen die Foo Fighters – eher "learn to get angry again", meinen Lamb Of God, und das richtig.

(Thomas Verkamp)

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Highlights

  • The killing floor
  • El vacío
  • Blunt force blues

Tracklist

  1. Into oblivion
  2. Parasocial christ
  3. Sepsis
  4. The killing floor
  5. El vacío
  6. St. Catherine's wheel
  7. Blunt force blues
  8. Bully
  9. A thousand years
  10. Devise / Destroy

Gesamtspielzeit: 39:26 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

regger

Postings: 534

Registriert seit 31.03.2021

2026-03-25 08:42:06 Uhr
Sehr gutes abwechslungsreiches Album. Moment eine 8/10 mit Potential nach oben.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 30387

Registriert seit 08.01.2012

2026-03-18 21:05:30 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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