Waterbaby - Memory be a blade
Sub Pop / Cargo
VÖ: 06.03.2026
Unsere Bewertung: 7/10
Eure Ø-Bewertung: 4/10
Herzlich willkommen
Am Debütalbum können sich Künstler*innen schnell mal verheben. Vielleicht haben sie Angst, dass es die einzige große Chance bleiben könnte, und wollen es allen beweisen und alles zeigen, was sie drauf haben. Gerade wenn man schon ordentlich Hype mitbringt, wie die Schwedin Kendra Egerbladh aka Waterbaby. Seit ihrer EP "Foam" 2023 setzen einige Menschen Hoffnung in ihre Musik – unter anderem der NME. Umso überraschender ist es, dass ihr Debütalbum gerade mal 26 Minuten über acht Songs lang ist. Das muss man sich auch erst mal trauen.
Eine extrem nostalgische Person sei Waterbaby, lässt der Text auf der Website der renommierten Label-Heimat Sub Pop wissen. Kein Wunder also, dass es auf dem dramatisch betitelten "Memory be a blade" um verflossene Liebe geht. In der Single "Amiss" zum Beispiel, die schon einige Monate Zeit hatte, ihre Wirkung zu entfalten. In dem melancholischen Gitarren-Pop-Stück glänzt Egerbladh mit ihrer warmen Stimme, die das ganze Album in einen goldenen Dunst hüllt. Streicher sorgen für zusätzliche Harmonie, und ein Telefonhörer-Effekt unterstreicht später Distanz zu etwas, das vielleicht sogar nie war: "How can you miss something that has never been?" Der seinen Kummer mit einem zaghaften Lächeln abstreifende Titelsong schlägt in eine ähnliche Kerbe – auch mit Geige, aber mit Klavier statt Gitarre: "If you need someone to remember you / Just know I'll remember it all."
Mit deutlich energischerer Pianomelodie und verschleppter Percussion kämpft "Beck n call" um Aufmerksamkeit. Hier bekommt Waterbaby von ihrem Bruder Ttoh Unterstützung in Form eines Rap-Parts. Und auch auf "Clay", das mit Stimmmodulator arbeitet, kommt Ttoh noch mal zu Wort. Es ist der untypischste Song auf "Memory be a blade", lehnt er sich doch deutlich mehr in Richtung von zeitgenössischem R'n'B als die anderen Stücke, die ihren Pop nicht weit aus dem Bedroom halten. Nur im Closer "Srs ice", das sich von Pianowellen und hintergründiger Trompete schubsen lässt, kommt Waterbaby mal etwas mehr aus sich raus. Ihr Debüt ist kein Album der großen Gesten. Muss es aber auch gar nicht sein, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wer beim ersten Treffen eine so angenehme Ausstrahlung hat, ist jederzeit wieder willkommen.
Highlights
- Memory be a blade
- Amiss
- Srs ice
Tracklist
- Sink
- Memory be a blade
- Clay
- Beck n call
- Minnie
- Minnie too
- Amiss
- Srs ice
Gesamtspielzeit: 25:54 min.
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