The Format - Boycott heaven
Vanity
VÖ: 23.01.2026
Unsere Bewertung: 5/10
Eure Ø-Bewertung: 6/10
Ferner liefen
Nate Ruess hatte Format, bevor er Spaß hatte. Und wie: 2006 schlug "Dog problems", das Zweitwerk der vier Jahre zuvor gegründeten Band, zumindest in Indie-Pop-Kreisen voll ein. Das Album war zwar schon damals nicht unverzichtbar und ist heute fast vergessen, dennoch hört man 20 Jahre später besser dort oder vorzugsweise gleich bei der letzten, 2012 erschienenen Fun.-Platte "Some nights" nach, warum er einst als neues Indie-Pop-Wunderkind gehandelt wurde. Denn im Jahr 2026 ist das Genre derart reich an empfehlenswerten Acts und Alben, dass es schon deutlich mehr als ein "Boycott heaven" bräuchte, um den Einsatz von Zeit, Aufmerksamkeit und hohen Bewertungen zu rechtfertigen.
Das liegt auch an einem grundsätzlichen Problem mit Nate-Ruess-Musik: dem Nate-Ruess-Gesang. Denn der ist dem ständigen Risiko ausgesetzt, anstrengend und nervig zu wirken, passt aber prinzipiell recht gut zum Stil und kann sich durchaus zum Pluspunkt mausern, wenn die Songs es hergeben. Das war auf "Dog problems" oft und auf "Some nights" größtenteils der Fall, auf "Boycott heaven" aber ist es das leider viel zu selten.
Zum Beispiel und vor allem bei dem nicht grundlos zur Lead-Single auserkorenen "Holy roller", das ohnehin als eine Art Blaupause der Musik des US-Amerikaners angesehen werden kann und das zusammen mit Songs wie "Forever" und "Human nature" durchaus überzeugend den Spaß früherer Tage nacheifert, während hingegen "Shot in the dark", "No you don't" und der Titeltrack diesen eher schlecht als recht imitieren.
Im Alter von 43 Jahren, belastet mit Erinnerungen und familiärer Verantwortung, ist Ruess aber ohnehin nicht nur zu Ausgelassenheit zumute, was sich in dem reizvollen, teils Punk-Rock-artigen "Depressed" ausdrückt, aber auch in ziel- und ereignislosen Nichtigkeiten wie dem Opener "No gold at the top", wie in "Right where I belong" und wie im abschließenden "Back to life". Dem Album fehlt es somit an zwingenden Highlights, zudem liefert es auch durch seine unentschlossene und unausgereift zwischen Stadion- und Besenkammer-Pop pendelnde Machart wenig Anlass, einer gegebenenfalls vorhandenen Vorfreude auf dieses Comeback gerecht zu werden.
Highlights
- Holy roller
Tracklist
- No gold at the top
- Holy roller
- Shot in the dark
- Forever
- Depressed
- No you don't
- Right where I belong
- Human nature
- Leave it alone (til the morning)
- Boycott heaven
- Back to life
Gesamtspielzeit: 43:32 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
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Telecaster Postings: 1430 Registriert seit 14.06.2013 |
2026-03-10 09:41:26 Uhr
Aber eine davor. So was. Wenn ich die mal angehört hab, ist jedenfalls nicht viel davon hängengeblieben. |
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Telecaster Postings: 1430 Registriert seit 14.06.2013 |
2026-03-10 09:40:03 Uhr
Ah, es gab gar keine dazwischen. |
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Telecaster Postings: 1430 Registriert seit 14.06.2013 |
2026-03-10 09:34:13 Uhr
Fast nicht mitbekommen... wow.Gefällt mir sehr gut. Mochte Dog Problems sehr gerne, die Platte dazwischen hab ich glatt überhört, aber die neue läuft grad das dritte mal durch und ich find sie echt catchy! |
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Armin Plattentests.de-Chef Postings: 30202 Registriert seit 08.01.2012 |
2026-03-02 20:37:16 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert. Meinungen? |
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MickHead Postings: 10079 Registriert seit 21.01.2024 |
2026-01-23 09:40:47 Uhr
Jetzt komplett bei Bandcamp:https://theformat.bandcamp.com/album/boycott-heaven |
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Referenzen
Fun.; Mika; The Feeling; Duke Special; Guillemots; Steel Train; MGMT; The Killers; Piebald; Say Anything; Koufax; Noah And The Whale; Electric Light Orchestra; Phoenix; Shout Out Louds; The All-American Rejects; Something Corporate; Pajaro Sunrise; The New Pornographers; A.C. Newman; Hot Hot Heat; The Get Up Kids; Jimmy Eat World; Panic At The Disco; Weezer; Ozma; Fountains Of Wayne; Motion City Soundtrack; The Hidden Cameras; The Essex Green; The Spinto Band; The Stereotypes; Queen; The Ark; Mankato; Ed Harcourt; Guillemots; The Book Of Daniel; Rufus Wainwright
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