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Oehl - Dunkle Magie

Oehl- Dunkle Magie

Grönland
VÖ: 12.12.2025

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Tatsächlich... Liebe

Das im Frühjahr 2025 erschienene Album "Lieben wir" von Ariel Oehl drehte sich ganz und gar um die Liebe. Dass der Wiener das Musikjahr nun mit einem Album rund um das Fest der Liebe abschließt, ist also nur konsequent. Natürlich lässt dieser besondere Künstler auf "Dunkle Magie" nicht einfallslos die Glocken süßer klingen oder unmotiviert ein Ros entspringen. Seine reduzierten, sanften Songs sorgen für eine warme festliche Stimmung unterm Weihnachtsbaum.

Wie hat sich die Vorfreude auf Weihnachten als Kind angefühlt? Und warum empfinden wir als Erwachsene diesen Zauber nicht mehr? Im Titeltrack und Opener spürt Oehl diesem Gefühl mit einer melancholisch-verträumten und gleichzeitig konsumkritischen Klavierballade nach. Bei "Es schneit" spaziert er mit schwerem Herzen und in den Manteltaschen vergrabenen Händen durch die Schneelandschaft. Auch "Als wir uns liebten" wird von leiser Melancholie getragen. Fans des Künstlers werden mit Neuinterpretationen mehrerer Songs der 2024 erschienenen EP "Tom" beschenkt. "Das Fest (Demo)", auf der EP ein pulsierender, elektronischer Track, präsentiert sich auf "Dunkle Magie" als entspannte Singer/Songwriter-Nummer à la Jack Johnson. "Die Arbeit des Frühlings" klingt organischer als ihr tanzbares Original, und "Drei Leben" gewinnt zurückhaltend instrumentiert an lakonischer Traurigkeit: "Hätt' ich drei Leben, würd ich Dich in zwei lieben / Und im dritten wär ich auch recht zufrieden."

Typische Advents- und Weihnachtsklassiker finden sich auf "Dunkle Magie" nur zwei: "Maria durch ein Dornwald ging" ist als rein instrumentale Bläserversion vertreten. Den vor allem in Bayern und Österreich bekannten "Andachtsjodler" benennt Oehl in "Pobozno Jodlanje" um und packt ihn in ein eigenwilliges Balkanpop-Gewand. Romi Rabić, die Oehl auf einer kleinen Akustiktour im Dezember 2025 an Kontrabass und Geige begleiten wird, besingt bei "Alle Jahre wieder stille Nacht" mit rauchiger Stimme die Einsamkeit. Stella Sommer alias Die Heiterkeit übernimmt den Gesangspart bei "Zärtlich werd ich Dich verlassen". Der Song ist eine Coverversion von "Piano", einem italienischen Oldie aus den Sechzigern und klingt auch in der hier vorgetragenen Version angenehm aus der Zeit gefallen.

Wie gern Ariel Oehl im Hintergrund arbeitet und für andere Künstler komponiert, hat er nicht zuletzt mit dem von ihm geschriebenen "Grundsolider Schläger" auf dem 2025 erschienenen Album "Am Anfang" von Tristan Brusch bewiesen. Beim wunderschönen "Bad Cannstatt" arbeiten die beiden erneut zusammen und teilen sich das Mikrofon. Wenn wir einen Wunsch frei hätten, dann schrieben wir ein gemeinsames Album dieser beiden besonderen Stimmen auf unseren Wunschzettel. Die Vorfreude darauf wäre riesig.

(Andreas Rodach)

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Highlights

  • Bad Cannstatt (feat. Tristan Brusch)
  • In drei Leben (Reprise) (feat. Angel Vassilev)
  • Zärtlich werd ich Dich verlassen (feat. Die Heiterkeit)

Tracklist

  1. Dunkle Magie
  2. Bad Cannstatt (feat. Tristan Brusch)
  3. Das Fest (Demo)
  4. Merry Christmas Mr. Sakamoto (feat. Angel Vassilev)
  5. In drei Leben (Reprise)(feat. Angel Vassilev)
  6. Es schneit (feat. Raphael Krenn)
  7. Pobozno Jodlanje (Andachtsjodler)
  8. Erwin allein zu Haus
  9. Als wir uns liebten
  10. Maria durch ein Dornwald ging (feat. Isaac Knapp, Rafael Denkmayr)
  11. Alle Jahre wieder stille Nacht (feat. Romi Rabić, Niklas Apfel)
  12. Die Arbeit des Frühlings (Live Version)
  13. Zärtlich werd ich Dich verlassen (feat. Die Heiterkeit)

Gesamtspielzeit: 36:43 min.

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User Beitrag

SoundMax

Postings: 321

Registriert seit 19.05.2015

2025-12-12 10:49:34 Uhr
Mein Künstler des Jahres, beide Alben so stark. Wird hier im Forum leider kaum besprochen, und auch in den Jahreslisten wenig genannt. Allein die Schönheit von Drei Leben (Reprise)...

MickHead

Postings: 9098

Registriert seit 21.01.2024

2025-12-12 10:24:46 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_kkWYA_D1DSuVevlwlmzs4jUbTHumD_6V0&si=6cJSPj8mMGtK50pr

Musikexpress 5/6

https://www.musikexpress.de/reviews/oehl-dunkle-magie/

MusikBlog

https://www.musikblog.de/2025/12/oehl-dunkle-magie/

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 29836

Registriert seit 08.01.2012

2025-11-30 22:55:07 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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  • Oehl (9 Beiträge / Letzter am 11.12.2023 - 18:39 Uhr)

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