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HighSchool - HighSchool

HighSchool- HighSchool

PIAS
VÖ: 31.10.2025

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Nicht versetzungsgefährdet

Das geht doch schon mit dem Bandnamen – und Albumtitel – los. Da möchte die innere Lehrkraft das kleine, streng linierte Heftchen aus der Innentasche des Tweed-Jacketts ziehen, den Montblanc zücken und einen tadelnden Vermerk zum Thema korrekte Groß- und Kleinschreibung notieren. Sogleich meldet sich der innere Manager für Public Relations, Social Media und Gedöns und mault herum, dass diese Jungspunde ja wohl offensichtlich kein Interesse an einer größeren Karriere hätten. Mit diesem unspezifisch ungoogelbaren Namen, ein Wahnsinn sei das. Haltet ein, merkt allerdings der innere Grafikdesigner an, das Cover-Artwork sei wiederum so cheesy, klischeehaft, instantly memetauglich und zum Titel passend, da ginge vielleicht doch noch etwas.

Bevor sich der innere Logopäde jetzt auch noch wegen des nuscheligen Gesanges mokiert, den Rory Trobbiani da abliefert, wirft der Experte ein "Aber Julian Casablancas!" in den Raum und landet damit einen sehr guten Punkt. Muss man halt mögen, diese Art der Intonation. Ansonsten bieten Rory und sein Bandkollege Luke Scott – auf Tour werden sie von Lilli Trobbiani und Lucy Lamb begleitet – einen eklektischen musikalischen Stilmix, der bei so einigen Hörer*innenschichten andocken sollte. Ganz vorne natürlich der allgegenwärtige, nicht tot zu bekommende und erstaunlicherweise auch nur selten Überdruss erzeugende Post-Punk, der gleich aus den ersten Takten des Debüts der Melbourner Teilzeit-Londoner tropft.

"HighSchool" hat jedoch außerdem Shoegaze, Indie, eine Spur Grunge und vor allem jede Menge Pop in der Blutbahn. Produzent Ben Hillier beweist obendrein ein weiteres Mal, dass er zwischen Depeche Mode, Elbow, Editors und Blur (an die hier auch der eine oder andere Moment erinnert) immer noch eine gute Wahl darstellt. Und textlich werden genau die passenden Themen bedient, Adoleszenz, Coming of Age, junge Liebe, alles gut dosiert und ohne allzu ausgelutschte Sprachbilder. Mit einer Trackorder, die auf das bewährte Prinzip "Erst wickeln wir sie mit den Hits ein, danach trauen wir uns weiter raus" setzt. Nach dem eingängigen Opener "Dipped" ist das putzig betitelte "Sony Ericsson" einfach unwiderstehlich, und wenig später landet auch "Chaplins" schnell im Langzeitgedächtnis.

In der Albummitte erlauben die beiden sich dann mit dem alternativ-rockigen "Peter's room" mehr Kanten, bevor "One lucky man" die Bassgitarre wieder tiefer schnallt und in den Britpop abbiegt. Danach lassen HighSchool es öfter auch mal knarzen oder sich mit "Rhinoplasty" entspannter dahintreiben. Und ganz am Schluss überrascht die Platte mit einem völlig anderen Stück: "Colt", der älteste Song des Albums, lässt die Synthies von der Leine, klingt nach New Order plus 8-Bit-Sounds und macht richtig Spaß. Was sich über den ganzen Besuch in dieser weiterführenden Schule sagen lässt.

(Thomas Bästlein)

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Highlights

  • Sony Ericsson
  • Chaplins
  • Colt

Tracklist

  1. Dipped
  2. Sony Ericsson
  3. 149
  4. Chaplins
  5. American auntie
  6. Peter's room
  7. One lucky man
  8. Making out at the skatepark
  9. Trope
  10. Rhinoplasty
  11. Best and fairest
  12. Colt

Gesamtspielzeit: 41:44 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Klaus

Postings: 12720

Registriert seit 22.08.2019

2025-11-20 22:44:22 Uhr
Schöner Text.

Gallants22

Postings: 110

Registriert seit 22.01.2025

2025-11-20 22:42:18 Uhr
'Sony Ericsson' ist schon sehr inspiriert von 'The Skin Of My Yellow Country Teeth' by Clap Your Hands Say Yeah.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 30005

Registriert seit 08.01.2012

2025-11-20 21:37:37 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Enrico Palazzo

Postings: 8195

Registriert seit 22.08.2019

2025-11-04 16:58:49 Uhr
"Sony Ericsson" ist ein cooler Song - aber ob das Ganze auf Albumlänge taugt, da bin ich mir noch nicht so sicher!

MickHead

Postings: 9605

Registriert seit 21.01.2024

2025-10-31 11:04:32 Uhr
Die australische Alternative Band "HighSchool", aus Melbourne, veröffentlichte am heutigen 31.10. das Debütalbum "HighSchool".

Genre: Post-Punk, Indie-Rock, Shoegaze

"HighSchool" komplett bei Bandcamp:

https://highschool8.bandcamp.com/album/highschool

Gaesteliste de

https://gaesteliste.de/2025/10/31/review/highschool-highschool/

When The Horn Blows

https://whenthehornblows.com/content/2025/10/30/album-review-highschool-highschool
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