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Joey Valence & Brae - Hyperyouth

Joey Valence & Brae- Hyperyouth

JVB
VÖ: 15.08.2025

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Heiteres Sampleraten

Was halt im ersten Jahr an der Uni so passiert: Erstmal orientieren in einer ganz neuen Welt, Leute kennenlernen, Party machen, eine Band gründen. So lief es zumindest bei Joseph Bertolino und Braedan Lugue, die sich mit Anfang 20 an der Pennsylvania State University trafen. Aus den gemeinsamen musikalischen Vorlieben entstanden erste Tracks, die in Windeseile Verbreitung fanden, da es seit 2012 eine schmerzliche Lücke gab, entstanden durch die Auflösung der Beastie Boys. Deren Punk-Rap nahmen sich die zwei nicht nur zum Vorbild, sondern als Blaupause, denn auch stimmlich liegen die beiden gar nicht so weit entfernt von den großen Fußstapfen der New Yorker. Was folgte, waren irre schnell aufeinanderfolgende Veröffentlichungen in Eigenregie – 2022 eine erste EP, 2023 "Punk tactics", 2024 "No hands" und nun 2025 "Hyperyouth".

Dessen gleichnamiger Opener zeigt gleich mal, welche Spannbreite die beiden abbilden können. Die fesselnden Retrobeats der Beastie Boys, schneller Rap, dazwischen Chemical-Brothers-Sounds und ein Sample von "Bangarang" – genau zur richtigen Stelle. "Yes, I came to dance!" shoutet es entgegen, alles bounct, die Breakbeats knallen genau zur richtigen Zeit rein, die Richtung ist klar. "Hyperyouth" ist – wie auch die Vorgänger – für den Club, die Tanzfläche, die Hausparty. Überall dort, wo sich bewegt, geschüttelt oder es wie auch immer wild wird. Dabei werden fröhlich die 80er, 90er und Clubsounds der 2000er zitiert. Busta Rhymes, 50 Cent, die genannten Beastie Boys – alles ist da und alles ist gleichzeitig. Die Aufmerksamkeitsspanne umfasst dabei je knapp drei Minuten, dann weiter, nächster Banger – und davon gibt es einige. "See u dance" etwa, mit Rebecca Black als Gast, die schon auf ihrer letzten EP dem harten Hyperpop gefrönt hat und hier im Refrain dem Song einen unfassbaren Groove verpasst. Weitere Gäste wie JPEGMAFIA oder TiaCorine zeigen, dass Joey Valence & Brae längst dem Status eines launigen College-Projekts entwachsen sind.

In einigen Stücken ist jedoch auch Schicht im Schacht: "Party's over". Hier finden sich smoothe Jazzbläser zu Spoken-Word-Passagen, die jedoch nur kurz anhalten, da "Wassup" wieder völlig nervös das Tempo maximiert. Immer dabei: Referenzen zur Popkultur, mit teils erschreckend aktuellen Themen – etwa, wenn in "Bust down" Sydney Sweeney abgewiesen wird. "Billie Jean" bringt nicht nur Michael Jackson zurück auf den Dancefloor, sondern nimmt gleich noch Madonna, Lady Gaga und Daft Punk mit. "Go hard" serviert noch einmal eingesammelte Samples in der Großpackung und "The party song" ist so bescheuert stumpf, dass es geil ist. Den Rausschmeißer gibt "Disco tomorrow": ein Perlen-Glitzer-Vorhang-zu-Outro, das in den letzten Zügen noch einmal benennt, wozu "Hyperyouth" gemacht ist: Dance! Bounce!

(Klaus Porst)

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Highlights

  • See u dance
  • Live right
  • The party song

Tracklist

  1. Hyperyouth
  2. Bust down (featuring Tiacorine)
  3. Give it to me
  4. Is this love
  5. See u dance (featuring Rebecca Black)
  6. Party's over
  7. Wassup (featuring Jpegmafia)
  8. Live right
  9. Billie Jean
  10. Have to cry
  11. The party song
  12. Myself
  13. Go hard
  14. Disco tomorrow

Gesamtspielzeit: 43:57 min.

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User Beitrag

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

2025-12-10 13:37:34 Uhr
17.05.26 Live Music Hall, Köln
20.05.26 Docks, Hamburg
26.05.26 Huxleys Neue Welt, Berlin
30.05.26 Flex, Wien
31.05.26 Muffathalle, München
02.06.26 Komplex 457, Zürich

fakeboy

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Registriert seit 21.08.2019

2025-09-02 14:58:40 Uhr
Punk Tactics fand ich ein paar Monate lang richtig gut. No Hands hatte auch noch was, konnte mich aber schon nicht mehr so begeistern. Und Hyperyouth find ich nun eher nervig. Hätte mir eine Entwicklung in Richtung etwas mehr Tiefgang gewünscht, aber es scheint immer knalliger zu werden.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2025-09-01 21:12:38 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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