Maroon 5 - Love is like
Interscope / Universal
VÖ: 15.08.2025
Unsere Bewertung: 2/10
Eure Ø-Bewertung: 2/10
Too hot to handle
Kaum zu glauben, aber wahr: Ganze vier Jahre sind vergangen, seit Maroon 5 ihren letzten Longplayer "Jordi" in den Äther rausfeuerten. Nicht, dass man die Gruppe um Frontmann und Eigentlich-Quasi-Solokünstler Adam Levine vermisst hätte. Vielmehr fühlt es sich einfach nicht wirklich so an, da die Omnipräsenz der totgenudelten Dauerbrenner aus dem Bandkatalog sowieso nicht enden will. Aber letztendlich hilft es ja auch nicht, ob der mindestens seit dem zweiten Studioalbum "It won't be soon before long" mauen musikalischen Qualität zu jammern und zu klagen. Gemeckert wird eh schon genug, "Songs about Jane" bleibt das einzige halbwegs verdauliche Werk der Gruppe und wird es aller Voraussicht nach auch bleiben. Also Augen zu und durch, alles halb so wild.
Selbstredend ist auch "Love is like" ein erwartungsgemäß scheußliches Werk geworden. Immerhin das ist eine Konstante in ungewissen Zeiten. Und Levine vermag es gar, hier einen durchgängigen thematischen Faden zu zaubern. Denn: Der 46-Jährige hat in den vergangenen vier Jahren wieder reichlich Sehnsucht und Liebeslust getankt, die hier nun in nicht mal dreißig Minuten in musikalischer Snack-Form auf die Menschheit losgelassen werden. Mit den erwartbaren lyrischen Perlen: "I'll pick you up in my Cadillac / Tell your friends you ain't coming back / 'Cause you're a devil on the mattress, yeah" säuselt es etwa im schaurigen "Hideaway", das die deplatzierten Mumble-Rap-Anleihen von "Jordi" nahtlos fortsetzt. "We can go all night, all night / Till sunlight, sunlight / I'm sick in the head 'cause I still want more" heißt es in – wer hätte es geahnt? – "All night". Zwischenzeitlich steht bei all diesen Ekelhaftigkeiten beinahe schon die Frage im Raum, ob das Ganze zu einem Satireprojekt verkommen ist. Besser wär's, ehrlich gesagt.
Ach ja, die Musik: Natürlich, wie auch kaum anders zu erwarten, regieren hier leblose und völlig kaputtproduzierte Beats und Instrumentals ohne Inspiration, dafür mit maximalem Billo-Charakter. Levine und seine Bandkollegen sehen sich seit einer Weile ganz offensichtlich eher dem Cloud-Rap als dem Schmonz-Pop zugetan – nur leider ohne das Talent oder wenigstens die ehrliche, aufrichtige Motivation dafür. Sinnbildlich dafür steht "Yes I did", dessen Fundament schon in den 2010er-Jahren altbacken gewirkt hätte und einfach nur bitter daherkommt. Auch die Gäste können hier nicht wirklich was rausreißen. Lil Wayne fügt sich auf dem Titeltrack nahtlos in das Sammelsurium aus der Konserve ein, Blackpink-Rapperin Lisa bleibt ebenfalls komplett blass und wirkt lustlos. Kollabs Marke "Hier, Ihr beide macht jetzt mal bitte". Aber sei's drum. "Love is like" zeigt erneut, dass Maroon 5 am besten genießbar sind, wenn man sie einfach gekonnt ignoriert.
Highlights
- -
Tracklist
- Hideaway
- Love is like (feat. Lil Wayne)
- All night
- Yes I did
- Priceless (feat. Lisa)
- I like it (feat. Sexyy Red)
- Burn burn burn
- Jealousy problems
- My love
- California
Gesamtspielzeit: 27:40 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
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Mr Oh so Postings: 3646 Registriert seit 13.06.2013 |
2025-09-02 16:53:25 Uhr
Es gab doch mal diese TV-Show, dort trat eine Maroon-5-Coverband auf. |
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Deaf Postings: 3810 Registriert seit 14.06.2013 |
2025-09-02 16:04:18 Uhr
Vor allem mal wieder fragwürdig, warum man denen hier total 9 Rezensionen widmet, wenn sich doch alle Bewertungen zwischen 2 und 4 Punkten bewegen. 1-2 Verrisse pro Act würden ja auch reichen... Verschwendete Ressourcen würde ich dem sagen. |
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Konsul Postings: 933 Registriert seit 06.04.2022 |
2025-09-02 13:33:31 Uhr
Ganz schlimme Band und Musik. Ich mag die einfach nicht |
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Armin Plattentests.de-Chef Postings: 30571 Registriert seit 08.01.2012 |
2025-09-01 21:10:54 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert. Meinungen? |
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Referenzen
Bruno Mars; The Weeknd; Justin Timberlake; Lizzo; Pharrell Williams; Doja Cat; Blackpink; Lil Wayne; Sexyy Red; Charlie Puth; Daft Punk; Mark Ronson; Anderson Paak; Calvin Harris; Camila Cabello; Justin Bieber; SZA; Dua Lipa; Billie Eilish; Shawn Mendes; Khalid; Post Malone; Imagine Dragons
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