End It - Wrong side of heaven
Flatspot / Membran
VÖ: 29.08.2025
Unsere Bewertung: 7/10
Eure Ø-Bewertung: 6/10
Energieriegel
Was ist 2025 doch für ein tolles Jahr für alle, die sich die Gehörgänge gerne von Hardcore durchpusten lassen. Neben einer Fülle von sehr guten EPs sind schon die Alben von Bands wie Bayway, Combust und Gridiron erschienen, die zweite Platte von Restraining Order steht in den Startlöchern. Da passt es doch ganz hervorragend, dass auch End It acht Jahre nach ihrer Gründung endlich ihr Debütalbum veröffentlichen. Die Band aus Baltimore, Maryland hat bisher drei EPs releast und sich auf diversen Festivals und Konzerten einen Namen gemacht. "Wrong side of heaven" reiht sich in den Reigen überzeugender Hardcore-Releases mühelos ein.
Dass Baltimore ein gutes Pflaster für Punk und Hardcore ist, haben Bands wie War On Women, Trapped Under Ice und nicht zuletzt Turnstile bewiesen. End It setzen die Tradition ihrer Heimatstadt fort und erfreuen mit ihrem 90er-Ostküsten-Sound alle junggebliebenen Hardcore-Kids. Als Produzenten für ihren ersten Langspieler konnten sie den ebenfalls aus Baltimore stammenden Brian McTernan, Sänger von Be Well und den legendären Battery, gewinnen. Mit seiner Hilfe gelingt der Truppe ein abwechslungsreiches und schnörkelloses Debüt, das die Wucht ihrer Live-Auftritte in Albumform packt. Die Band prügelt die Songs auf "Wrong side of heaven" gut gelaunt runter und liefert knapp 23 Minuten geballte Energie.
Vor allem der charismatische Sänger Akil Godsey sorgt mit seinem trotzigen Gekeife, den stakkatoartigen Raps und gelegentlichen Gesangsparts dafür, dass End It aus der Masse an Hardcore-Bands herausstechen. Er peitscht seine Truppe durch die 15 kompromisslosen Songs und beschränkt sich dabei inhaltlich nicht auf die branchenüblichen Mantras von Zusammenhalt und echter (Männer-)Freundschaft. Im old-schooligen "Billion dollar question" wütet der 35-Jährige gegen skrupellosen Kapitalismus, das wilde "Disdain (u mad)" ist seine persönliche Abrechnung mit Neidern und falschen Freunden. Bei "I lament" erzählt Godsey von dunklen Zeiten, voller Todessehnsucht und Drogenmissbrauch.
Der außergewöhnlichste Track auf "Wrong side of heaven" ist das mit über drei Minuten Laufzeit geradezu epische "Could you love me", die Coverversion eines Songs der New Yorker Hardcore-Legenden Maximum Penalty. Hier kann Godsey seine Gesangsausbildung im Kirchenchor nicht verhehlen und beweist sich als veritabler Sänger. Das erinnert an Drain, die auf ihrem 2023 veröffentlichten Album "Living proof" mit einer Coverversion des Descendents-Songs "Good good things" überraschten. Von den Kaliforniern steht dieses Jahr übrigens auch ein neues Studioalbum an. Wahrlich ein gutes Jahr für alle Hardcore-Fans.
Highlights
- Pale horse
- Billion dollar question
- Life Sublime
- Could you love me
Tracklist
- Wrong side of heaven
- Pale horse
- Exploiter (SYBAU)
- Billion dollar question
- Cloutbusting
- Life sublime
- Optical delusions
- I lament
- Used 2 be
- Anti-colonial
- Future without a past
- Disdain (u mad)
- Hookworm
- Could you love me
- Empire's demise
Gesamtspielzeit: 22:31 min.
Referenzen
Sick Of It All; Trapped Under Ice; Terror; Mindforce; Agnostic Front; Wisdom In Chains; Suicidal Tendencies; Mile End; Drain; XWeaponX; Sunami; Incendiary; Backtrack; Zulu; Spy; Have Heart; Combust; Soul Glo; No Turning Back; Gorilla Biscuits; Comeback Kid; Rival Mob; Speed; Locked Shut; Pain Of Truth; Guilt Trip; Big Boy; Madball; Bane; Strife; First Blood
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- End It - Wrong side of heaven (2 Beiträge / Letzter am 01.09.2025 - 21:56 Uhr)



