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Mob Rules - Rise of the ruler

Mob Rules- Rise of the ruler

Rock Of Angels / Edel
VÖ: 22.08.2025

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Immer weiter

Der Blick in die musikalische Vergangenheit stand zuletzt ausgiebig auf der Tagesordnung der Band Mob Rules. Die Norddeutschen feierten im Jahr 2024 ihren 30. Geburtstag in der Welt des Power Metal und durften entsprechend Bilanz ziehen. "Celebration day" hieß die begleitende Compilation, die dem Jubiläum entsprechend satte 30 Songs umfasste und einen repräsentativen Bogen von den Anfangstagen bis in die Gegenwart spannte. Auf gut besuchten Konzerten feierte man mit der treuen Fanschar die drei Jahrzehnte und unterstrich einmal mehr die unbestrittenen Livequalitäten. Beim Blick zurück schlich sich aber auch das Gefühl ein, den Kopf dringend wieder nach vorne richten zu müssen – schließlich erschien das vorerst letzte reguläre Werk 2018. Die Wartezeit ist beendet: Sieben Jahre nach dem starken "Beast reborn" folgt "Rise of the ruler", das gleich die nächste runde Zahl markiert: Die elf Songs bilden Studioalbum Nummer zehn.

"30 years have gone so fast", heißt es im gesprochenen Intro "The fall of Dendayar". Der Blick in die Vergangenheit markiert also die Brücke in die Gegenwart. Inhaltlich wollten Mob Rules explizit an die ersten beiden Alben "Savage land" und "Temple of two suns" anschließen, jene Konzeptwerke, die in eine dystopische Welt führten. Musikalisch, das wird ganz rasch deutlich, hat seit jenen ersten Gehversuchen eine beeindruckende Entwicklung stattgefunden. Die auf das Intro folgenden Titel "Exiled" und "Future loom" stellen einen packenden Doppelschlag aus Tempo und Ideen dar, in dem das Schlagzeug seinen wirbelnden Dienst tut, die Gitarren vortrefflich platziert sind und Sängerurgestein Klaus Dirks seine volle Bandbreite abruft. Derart zupackend geraten später auch Perlen wie "Back to savage land", dessen Titel auf das Debütalbum verweist, "Coast to Midgard" oder das abschließende "Equilibrium (Rise of the ruler)". Und auch in den Momenten, in denen Mob Rules dezent den Fuß vom Gas nehmen, entsteht keine Langeweile, wie "Dawn of second sun" in der ersten Hälfte oder "Nomadic oasis" klangvoll beweisen.

Personell ist das Anknüpfen an die musikalischen Wurzeln übrigens im Grunde nur mehr einem Bandmitglied vorbehalten: Klaus Dirks ist der letzte Verbliebene aus dem Lineup von 1994. Dem grundlegenden Charakter der Musik kann das allerdings ebenso wenig anhaben wie dem Umstand, dass die Band 31 Jahre nach ihrer Gründung konsequent und ungebremst an der Verfeinerung ihres Sounds tüftelt. Dem Power Metal wird oft eine überbordende Theatralik vorgeworfen; Mob Rules schaffen es indes, dem aus dem Weg zu gehen und eine souveräne Mischung aus packenden Riffs, feinen Melodien und vielen cleveren Ideen einzuspielen. "Rise of the ruler" ist ein glänzender Start in das vierte Bandjahrzehnt und wirft einmal mehr die Frage danach auf, warum diese Band aus der norddeutschen Tiefebene nicht längst in einem Atemzug mit Genregrößen wie Blind Guardian und Helloween genannt wird. Die Band selbst scheint das alles allerdings nicht zu rühren, denn Klaus Dirks und Kollegen machen einfach immer weiter.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Exiled
  • Future loom
  • Back to savage land
  • Equilibrium (Rise of the ruler)

Tracklist

  1. The fall of Dendayar
  2. Exiled
  3. Future loom
  4. Dawn of second sun
  5. Back to savage land
  6. Trial and trail of fear
  7. Providence
  8. Nomadic oasis
  9. Coast of midgard
  10. On the trail
  11. Equilibrium (Rise of the ruler)

Gesamtspielzeit: 46:37 min.

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Armin

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2025-08-14 21:12:59 Uhr - Newsbeitrag
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