Bush - I beat loneliness
Ear / Edel
VÖ: 18.07.2025
Unsere Bewertung: 4/10
Eure Ø-Bewertung: 9/10
Kein Spaß
Gavin, Gavin, Gavin! Haben die Best-of-Compilation "Loaded: The greatest hits 1994-2023" und in Ansätzen auch das letzte reguläre Studioalbum "The art of survival" noch gezeigt, wozu Bush imstande sind (oder eher: waren), macht die Band nun die Rückwärtsrolle. Und zwar mit Karacho gegen eine Betonwand. "I beat loneliness" konzentriert sich nämlich voller Einsatz auf all die Dinge, die – vorsichtig ausgedrückt – in letzter Zeit nicht ganz so gut waren. Und das liegt nicht nur am überraschungsarmen Standard-Alternative(-Metal), den die Briten kredenzen, sondern in erster Linie am Geschwurbel ihres Frontmanns. Über fachmännisch ballernde Konserven-Riffs singt Gavin Rossdale Nonsens wie "I see stars when I fuck the system / I see stars when I fuck." Erneut befürchtet er eine Rebellion der Maschinen, fühlt aber stets die Herzen der echten Menschen, und so weiter und so fort. Auch wenn uns die Matrix seit Jahren etwas anderes weismachen will: "We are of this Earth." Long story short also: Das zehnte Bush-Album ist leider ziemlicher Quatsch geworden.
Im Titeltrack schlägt Rossdale nicht nur die Einsamkeit, die durch die oberflächliche Vernetzung und fehlende echte Verbundenheit der Leute entsteht, sondern auch das böse Internet selbst. Noch konkreter wird's in "Everything is broken", wenn er sich mit den "demons that are on my iPhone" anlegt. Dazu dröhnt eine immer gleich klingende, tiefgestimmte Suppe aus dem 2000er-Modern-Rock-Museum. Schmales Industrial- oder Elektro-Beiwerk wie in "Scars" sorgt zumindest für ein bisschen apokalyptische Stimmung. Aber nicht nur in der Vorab-Single "60 ways to forget people" haben Bush über den luftdichten Sound sowie Rossdales Revolutionsgebärden und manchmal gar wie Verschwörungstheorien anmutende Texte schlicht die einprägsamen Melodien vergessen. Und damit das Herz.
Selbstverständlich sind Songs wie "The land of milk and honey" und "Love me till the pain fades" sauber geschrieben und fett produziert, ihr Handwerk konnten Bush schließlich über Jahrzehnte perfektionieren. Aber die grundsätzliche Austauschbarkeit von Komposition und Inhalt bereitet nicht mehr ansatzweise den Spaß, den man mit dieser Band einmal haben konnte. Da helfen auch das recht gelungene Crossover-Gedonner von "I am here to save your life" (sowie dessen lustiger Chorus: "If you see Buddha, kill him / If you see God, you're tripping") oder die schwebende Atmosphären-Übung "Don't be afraid" herzlich wenig. Denn sobald man sich dabei ertappt, doch bei der ein oder anderen Hook unwillkürlich mit dem Kopf zu nicken, ruft Rossdale allen ins Gedächtnis, dass sein Werk womöglich bierernst gemeint und Platz für Vergnügen eventuell gar nicht vorgesehen ist. Der 59-Jährige brüllt einem so oft "I wasn't born in a cage / I am free to remain" ins Gesicht, bis man noch der klapprigsten Mikrowelle den Stecker zieht, damit ihn nun auch wirklich keine Strahlen zum hirnlosen Zombie machen können. "Stop lights don't think twice about your rights"? 12 ways to forget Bush.
Highlights
- Scars
- Don't be afraid
Tracklist
- Scars
- I beat loneliness
- The land of milk and honey
- We're all the same on the inside
- I am here to save your life
- 60 ways to forget people
- Love me till the pain fades
- We are of this Earth
- Everyone is broken
- Don't be afraid
- Footsteps in the sand
- Rebel with a cause
Gesamtspielzeit: 46:38 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
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mot Postings: 33 Registriert seit 25.07.2020 |
2025-07-18 14:30:44 Uhr
Ich hatte nicht so wirklich große Erwartungen, aber der erste Durchgang ist besser als gedacht. Abwechslungreicher in den Songs und im Sond als die zwei Vorgänger und für mich damit besser. |
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Armin Plattentests.de-Chef Postings: 30512 Registriert seit 08.01.2012 |
2025-07-13 20:54:49 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert. Meinungen? |
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Armin Plattentests.de-Chef Postings: 30512 Registriert seit 08.01.2012 |
2025-06-06 19:20:12 Uhr - Newsbeitrag
BUSH bringen neue Single "The Land Of Milk And Honey" mit dazugehörigem Video-ClipHamburg, den 05. Juni 2025 | Mit "The Land Of Milk And Honey" melden sich die GRAMMY®-nominierten, mehrfach mit Platin ausgezeichneten Rocklegenden BUSH zurück und liefern eine explosive Singleauskopplung aus ihrem kommenden zehnten Studioalbum "I Beat Loneliness", welches am 18. Juli auf earMUSIC erscheint. "The Land Of Milk And Honey" verbindet voller Wucht rohe Emotionen mit schonungsloser Gesellschaftskritik. Produziert von Gavin Rossdale und Erik Ron (u.a. Godsmack, Bad Omens, Panic! At The Disco), erhebt sich der Track als trotziges Manifest des Widerstands – persönlich wie politisch. Er wirft einen Blick hinter die Fassade augenscheinlicher Freiheit in einer Welt, die von Macht, Besessenheit und Entfremdung bestimmt wird. Die Single und das Musikvideo findest Du HIER: BUSH - The Land Of Milk And Honey (Official Video) Gavin Rossdale sagt über die Single: „‘The Land of Milk and Honey‘ ist eine wilde Reise und enthält die Essenz des neuen Albums „I Beat Loneliness“. Der Song ist dafür gemacht, um laut gehört zu werden. Er ist gleichermaßen befreiend und motivierend!“ |
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mot Postings: 33 Registriert seit 25.07.2020 |
2025-04-17 20:53:33 Uhr
Die Stimme zieht mich auch immer wieder rein. Die Strophe finde ich gegenüber dem Refrain noch ganz gut, der ist wirklich eher austauschbar, leider. Insgesamt geht es aber auch für mich in ordnung. Überraschend kurzer Song. |
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didz Postings: 2959 Registriert seit 29.06.2017 |
2025-04-17 20:29:02 Uhr
hört sich wie institute an. das is so unspektakulär das man nach dem ersten refrain schon das gefühl hat den song 100 mal gehört zu haben.malen nach zahlen halt... |
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Referenzen
Gavin Rossdale; Institute; Breaking Benjamin; Seether; Staind; 3 Doors Down; Stone Sour; Three Days Grace; Nickelback; Stone Temple Pilots; Filter; Creed; Alter Bridge; Sevendust; Godsmack; Candlebox; Foo Fighters; Everclear; Shinedown; Chevelle; Buckcherry; Puddle Of Mudd; Collective Soul; Live; Third Eye Blind; Finger Eleven; Cold; Tantric; Soundgarden; Alice In Chains; Jerry Cantrell; Nirvana; Chris Cornell; Audioslave; Soul Asylum; Helmet; Therapy?; Velvet Revolver; Trapt; Stabbing Westward; Biffy Clyro; Goo Goo Dolls; Monster Magnet; Matchbox Twenty; Papa Roach; Disturbed; Five Finger Death Punch; Korn; Linkin Park; Garbage; Deftones; Evanescence; Wunderhorse
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