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Rag'n'Bone Man - What do you believe in?

Rag'n'Bone Man- What do you believe in?

Sony
VÖ: 18.10.2024

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Vom Brummen und Brunften

Welche Musiker mögen eigentlich Fans von Share-Pics mit pseudo-tiefgründigen Sprüchen sein? Steht Rag'n'Bone Man in der Liste? Die Songs von Rory Charles Graham, wie er bürgerlich heißt, wären jedenfalls das ideale Futter für kitschige Instagram-Kacheln. Dank "Human" landete der Brite mit dem Brunft-artigen Gesang einen Nummer-Eins-Hit. Seitdem ist Rag'n'Bone Man international der Prototyp für tiefe Stimmen, ähnlich wie Henning May in Deutschland. So tauchen Grahams Songs etwa in Castingshows auf oder sein Gesang peppt Kompositionen von Calvin Harris auf. Vorhersehbare Pfade des Radio-Pop eben. Auch das dritte Album "What do you believe in?" dürfte für das Publikum von Rag'n'Bone Man keine musikalischen Überraschungen bieten.

Der Opener "The right way" beginnt noch ungewohnt heiter und fokussiert sich auf Keyboard und Percussion, während Graham sanft und gefühlvoll sein Bestes am Mikro gibt. Sein Gesangstalent kommt so melodisch viel angenehmer zum Ausdruck als im rhythmusbetonten bis stampfenden "Human". Doch dieser Zustand hält nicht lange an: Rag'n'Bone Man setzt im Titelsong sein altes Erfolgsrezept fort. Auch "Put a little hurt on me", "Chokehold" und "Wreckage" wirken wie aus dem gleichen Guss: Graham holt mehrmals im Refrain zum tiefen und lauten Brummen aus. Dazu legt er dramatische Pausen ein, nur um kurz darauf mit noch mehr Sound-Schichten entgegenzuwirken. Diese Überfrachtetheit lässt wenig Platz für authentischere Nuancen, die der Stimme von Rag'n'Bone Man eigentlich gut stehen könnten. Doch statt Überraschungen gibt es durchgetaktete Song-Bausteine.

Selbst reduzierte Titel wie "Pocket" fallen schnell wieder in ähnliche Muster zurück. Es scheint, als würde Graham lieber im sicheren Terrain hängenbleiben. Die Arrangements sind dabei so sauber, dass sie zum Mangel von "What do you believe in?" werden. Grahams mächtige Stimme bleibt zwar beeindruckend, doch er verharrt zu sehr im Brummelbass-trifft-Drama-Modus. Ein tiefer Ton allein macht noch keine Qualität, sondern höchstens Rag'n'Bone Mans Alleinstellungsmerkmal aus. Ohne seinen charakterstarken Gesang bleibt jedoch wenig übrig, das heraussticht. Wer weiß, wie lange das noch kommerziell gutgeht.

(Lena Zschirpe)

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Highlights

  • The right way

Tracklist

  1. The right way
  2. Pocket
  3. What do you believe in?
  4. Iron
  5. Hideaway
  6. All I know
  7. Rush of blood
  8. Feeding all these fires
  9. Put a little hurt on me
  10. Chokehold
  11. Wreckage
  12. Hope you felt loved at the end

Gesamtspielzeit: 38:17 min.

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nörtz

User und News-Scout

Postings: 18107

Registriert seit 13.06.2013

2024-10-31 12:21:21 Uhr
Für mich ist das hier hochauthentische Musik mit wahren Emotionen.

maxlivno

Postings: 3086

Registriert seit 25.05.2017

2024-10-31 12:18:14 Uhr
Kiwanuka hier als erste Referenz aufzulisten wirkt wie eine Beleidigung und passt auch überhaupt nicht zu den Referenzen die im Anschluss folgen

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 30606

Registriert seit 08.01.2012

2024-10-30 21:07:50 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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