Joss Stone - The soul sessions

Joss Stone- The soul sessions

S-Curve / Virgin / EMI
VÖ: 23.02.2004

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Schneewittchen

Okayokay. Weil nicht jeder noch andere Publikationen als die unsere liest, sollen auch hier nicht die unvermeidlichen Eckdaten rund um Joss Stone vergessen werden. Obwohl inzwischen so ziemlich jedes Blatt, vom Hintertupfinger Anzeiger bis zur FAZ, von der Spex bis zum Metal Hammer, diese als Aufhänger nimmt, um Joss Stone anzupreisen und mal mehr, mal weniger plump, darauf hinzuweisen, wie besonders die junge Dame doch ist.

Die Fakten also: Joss Stone ist 16 Jahre alt und stammt aus Dover, England. Sie sieht ein wenig aus wie die kleine Schwester von Shakira. Ihre Hautfarbe ist weiß wie Schnee, ihr Temperament rot wie Blut, und ihre Stimme schwarz wie Ebenholz. Entdeckt wurde sie in der BBC-Show "Star for a night" (sowas wie DSDS ohne Bohlen), als sie "On a radio" von Donna Summer intonierte. Steve Greenberg vom Label S-Curve nahm die damals 14-jährige vom Fleck weg unter Vertrag und schickte sie ins Studio.

Und das weder alleine, noch mit Bohlens UK-Pendant. Sondern mit Leuten wie Betty Wright, Latimore, Little Beaver oder Timmy Thomas. Etablierten bis renommierten Soul- und R&B-Musikern im fortgeschrittenen Alter. In ihrer Mitte muß sich Joss Stone vorgekommen sein wie ein kleines Mädchen beim Schulpraktikum im Altenheim. Mit dem großen Unterschied, daß sie sich nicht um all diese Menschen kümmern mußte, sondern umgekehrt. Die Legenden lehrten ihr den Soul. Und sie den Legenden mit ihrem Talent das Fürchten.

Zehn Fremdkompositionen haben Joss Stone und ihr Team ein neues, aber keineswegs immer modernes Gesicht verpaßt. Das mutige Kuriosum, den White Stripes-Rocker als "Fell in love with a boy" unter der Mithilfe von ?uestlove (The Roots) in ein groovendes R&B-Gewand zu packen, ist da eher nebensächlich. Denn die weiteren neun Songs sind nicht nur unaufdringlicher und klassischer, sondern gerade deswegen um so beeindruckender ausgefallen: Aretha Franklins "All the king's horses" verliert nicht das geringste von seinem Reiz, während das im Original etwas zu abgedrehte "I had a dream" (John Sebastian) bei Joss Stone zur wundervoll naiven Vision einer besseren Zukunft wird. Und selbst dem unzählig oft interpretierten "The chokin' kind" (Harlan Howard) gewinnt sie noch neue Aspekte ab.

Alleine mit ihrer Stimme schafft es Joss Stone immer wieder, einem die Kehle zuzuschnüren. Wir würden schon jetzt ein Denkmal bauen und eine Plakette mit dem Namen "Joss Stone" an den Sockel schrauben. Wenn es sich hier nicht um ein Coveralbum, sondern um neue oder gar eigene Songs handeln würde. Und wenn Joss es geschafft hätte, uns über die Längen in manchen Interpretationen wie "Super duper love" (Sugar Billy) oder dem finalen "For the love of you" (Isley Brothers) hinwegzutäuschen. Hat nicht ganz geklappt. Aber wenn man bedenkt, daß die durchschnittliche Soulmusikerin bis ins Alter von circa 94 Jahren Musik macht, hat Joss Stone noch sehr, sehr viel Zeit. Wir ordern schon mal ein paar Laster Beton und eine güldene Plakette.

(Armin Linder)

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Highlights

  • The chokin' kind
  • Victim of a foolish heart
  • I had a dream
  • All the king's horses

Tracklist

  1. The chokin' kind
  2. Super duper love (Are you diggin' on me?) Pt. 1
  3. Fell in love with a boy
  4. Victim of a foolish heart
  5. Dirty man
  6. Some kind of wonderful
  7. I've fallen in love with you
  8. I had a dream
  9. All the king's horses
  10. For the love of you (Pts. 1&2)

Gesamtspielzeit: 42:12 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Dazer
2005-01-10 20:39:18 Uhr
na sieh'ste. glaub den ollen dazer doch, wenn er was sagt ;)
captain kidd
2005-01-10 19:43:23 Uhr
nach mindestens einem jahr ich nun auch. verdammt, geiles album.
Armin
2004-06-11 15:38:31 Uhr
JOSS STONE Super Duper Love (2. Single)

21.06.2004

Nach dem (für alle Beteiligten und vor allem für Joss selbst) überwältigenden Erfolg von The Soul Sessions und der ersten Single „Fell In Love With A Boy“ (dem White Stripes Cover) präsentieren wir nun die 2. Single aus dem Erfolgsdebüt THE SOUL SESSIONS:

„Super Duper Love“, im Original geschrieben von Willie Garner und in der Version von Joss produziert von Betty Wright, Steve Greenberg und Michael Mangini, ist der perfekte Song zum Sommeranfang! Das charmante Video, das JOSS inmitten von dekorativen und farbenprächtigen Soul-Impressionen zeigt, wurde von David Lachapelle gedreht, der hier einen überraschenden Vintage-/Retro-Look auspackt (Lachapelle wurde in der Vergangenheit u.a. schon ausgezeichnet für bestes Rockvideo mit No Doubt – It’s my life“ und bekam unlängst bei den 13. Annual MVPA Awards den Titel „Director of the Year” verliehen). Erwartungsgemäss haben sich die Videokanäle den Clip sofort geangelt und er läuft auf VIVA, VIVA 2 und MTV derzeit überall auf Hochtouren.

Als zweiten Titel enthält die Single „It’s A Man’s World“ – ein live Cover, das JOSS im letzten Jahr bei der „James Brown Tribute Show“ unter den Augen des Meisters zum Besten gab; dieser Live-Mitschnitt ist nicht auf THE SOUL SESSIONS enthalten - nicht nur für Fans ein echtes Highlight.
Das Album THE SOUL SESSIONS ist mittlerweile Platin in UK, Gold in USA und ebenfalls Gold in Deutschland und Östereich.

Live wird Joss demnächst in Glastonbury (2x!), Roslkilde, Wercher und Montreux auftreten. Zudem sind bereits Interviews zum zweiten Album in Planung. Es erscheint am 27. September. JOSS STONE wird uns also auch in den Herbst begleiten.
Dazer
2004-04-16 12:31:36 Uhr
ich nochmal. unter www.wrlt.com/indexa.html gibts eigenes material von der zuckerpuppe. geht einfach auf 'listen' und dann weiter auf 'Exclusive Archives', dort findet sich eine live-version vom track 'jet lag', den sie selbst geschrieben hat. und auch der überzeugt auf ganzer linie. anhören!
Dazer
2004-04-15 11:10:35 Uhr
so isses, oliver. ausserdem ist der weißen-bonus sowie das alter von 16 jahren für mich absolut nicht relevant. was zählt ist die musik, und das was aus meinen boxen kommt ist eben ganz große klasse.
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