Type O Negative - World coming down

Type O Negative- World coming down

Roadrunner
VÖ: 20.09.1999

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Düsteres Herbstalbum

"Keine Vermarktungskompromisse" versprach Drummer Johnny Kelly, als er auf die Vorgaben des Managements für das Vorgängeralbum "October rust" angesprochen wurde. "Was die Leute hören wollen, spielte überhaupt keine Rolle." "World coming down" soll wieder an den harten, kompromißlosen Sound von "Bloody kisses" anknüpfen. Type 0 Negative wollten wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren.

Auf dem fünften Album der Band aus Brooklyn, in das Type 0 Negative ihre gesamte Erfahrung des letzten Jahrzehnts eingebracht haben, klingen sie noch härter und noch düsterer. Passend zum Herbst brachten die Jungs um Frontmann Peter Steele eine Platte heraus, die Type 0 - typisch von Spannungsbögen durchzogen ist und den Hörer über volle 74 Minuten an sich fesselt.

Nach dem sehr passend betitelten Intro "Skip it" beginnt die "Oper des Untergangs" mit dem Song "White slavery", welcher die dunkle Stimmung einleitet. "Everyone I love is dead" beeindruckt durch Trauer und Verlust, die in gewohntem Gothic-Style rüberkommen. Der elfminütige Titeltrack verdeutlicht die Weiterentwicklung der Band besonders. Hier wird melancholischer Gothic- mit Brettgitarren-Sound vermischt. "Everything dies" ist wiederum ein harter und düsterer Song, bei dem der Spannungsbogen-Effekt seine Wirkung besonders eindrucksvoll erzielt. So ähnlich klingt auch "Pyretta blaze", ein weiterer klasse Song auf "World coming down".

Das letzte Stück der Platte ist ein ganz besonderes. "Day tripper" ist ein Beatles-Medley aus "Day tripper", "Tomorrow never knows" und "I want you (She's so happy)", für das die Band keine Kosten und Mühen gescheut hat. Das Stück wurde auf Initiative von Frontmann Pete Steele aufgenommen, doch nach der Fertigstellung waren sich alle vier Bandmitglieder hundertprozentig über den Song einig. Das einzige Problem hierbei waren die Songrechte, die Type 0 Negative sehr teuer zu stehen kamen.

"World coming down" ist immer noch im typisch düsteren Type 0 - Style gehalten, hart und langsam. Das Fehlen eines Songs wie "We hate everyone" vom "Bloody kisses"-Album stört im Grunde nicht. Das Intro "Skip it" ist wirklich überflüssig und das weibliche Stöhnen bei "Liver" muss man wahrscheinlich mit künstlerischer Freiheit beschreiben, doch alles in allem ist "World coming down" ein sehr gelungenes Album, das meinen persönlichen, aber sicher nicht jedermanns Geschmack trifft.

(Benjamin Bunte)

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Highlights

  • World coming down
  • Everything dies
  • Pyretta blaze
  • Day tripper

Tracklist

  1. Skip it
  2. White slavery
  3. Sinus
  4. Everyone I love is dead
  5. Who will save the sane
  6. Liver
  7. World coming down
  8. Creepy green light
  9. Everything dies
  10. Liver
  11. Pyretta blaze
  12. All hallows Eve
  13. Day tripper

Gesamtspielzeit: 74:24 min.

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User Beitrag

hideout

Postings: 312

Registriert seit 07.06.2019

2019-07-27 17:02:24 Uhr
Dass das Album vielleicht einfach nur schlecht ist kommt dir da nicht in den Sinn? Ganz schwach. 1/10

Nein, kommt mir nicht in den Sinn. Bei einer 1/10 kommt mir nur in den Sinn, dass es nicht deinem Geschmack entspricht und/oder du keinen Zugang dazu gefunden hast. Wenn du daraus für dich eine Allgemeingültigkeit ableiten willst, kannst du das ja gerne tun. ;)
Fakt ist
2019-07-27 14:08:12 Uhr
Niemand hört Type O Negative, es gibt einfach keinen Beweis dafür.
lelpleb
2019-07-27 14:06:35 Uhr
Dass das Album vielleicht einfach nur schlecht ist kommt dir da nicht in den Sinn? Ganz schwach. 1/10

hideout

Postings: 312

Registriert seit 07.06.2019

2019-07-27 14:01:53 Uhr
Die Wertung von laut.de kann man auch als Kompliment sehen. Einem in sich geschlossenen Konzeptalbum mit derart schweren Themen vorzuwerfen, es sei keine Aneinanderreihung eingängiger Hits, zeigt die völlig falsche Erwartungshaltung ganz gut. Ein Blick in die Lyrics hätte ihm auch nicht geschadet, dann wüsste er nämlich, das Weltschmerz ganz sicher nicht das Thema der Platte ist. Den Mangel an Melodiösität kann ich nicht ganz nachvollziehen, immerhin gibt es mit "Everyone I love is dead" und Creepy green lights" zwei halbwegs konventionelle Songs mit recht gutem Wiedererkennungswert. War wohl ein wenig überfordert und nicht sonderlich willens, was bei WCD aber nicht tragisch und auch nicht abwertend gemeint ist.

Wenn man etwas vorwerfen kann, dann, dass das Album Längen hat. Zu oft werden unnötige Schleifen gedreht, eine Starffung würde der Platte nicht schaden, ggf. hätte man am Ende vielleicht sogar auf einen Song verzichten können. Bei 74 Minuten Laufzeit sind hier Ermüdungserscheinungen garantiert.
lel
2019-07-27 02:17:41 Uhr
Bekam auf laut.de 1/5
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