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Darkest Hour - Perpetual | Terminal

Darkest Hour- Perpetual | Terminal

MRNK Heavy / SPV
VÖ: 23.02.2024

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Abseits der Einbahnstraße

Es mag der hörbaren Frische im Soundgewand geschuldet sein, dass man beim Blick auf das Gründungsjahr dieser Band kurz die Stirn krausziehen muss. 1995 ist das Geburtsjahr von Darkest Hour, und damit erscheint "Perpetual | Terminal" kurz vor der Vollendung von satten drei Jahrzehnten Bandgeschichte. Drei Dinge fallen bei der Formation aus Washington auf: die anhaltend hohe Qualität des Schaffens, eine eher hohe Frequenz bei personellen Neubesetzungen und das Verharren im Status des ewigen Geheimtipps. Faktor eins würde eher dafür sprechen, dass die Band längst zu den ganz bekannten Namen des Metal-Genres gehören müsste. So lässt sich vortrefflich darüber spekulieren, ob eine größere Kontinuität im Lineup ein Vorstoßen in höhere Sphären hätte befördern können. Diese Diskussion ist allerdings eher müßig, daher gilt die volle Konzentration dem zehnten Studioalbum, das die fortwährend beträchtliche Klasse des Quintetts fortsetzt. Und genau darauf kommt es in der Musik doch ohnehin an.

Lange sieben Jahre nach dem exzellenten Vorgänger "Godless prophets & the migrant flora" melden sich Darkest Hour gleich mit dem Titelstück mächtig zurück. "Perpetual | Terminal" bietet zwischen jeweils feinem Intro und Outro alles, was die Band seit jeher nicht nur stets hörenswert, sondern immer auch spannend gemacht hat. Seien es die Metalcore-Note, die präzise Kunst von Sänger John Blakemore Henry am Mikro oder die wohlplatzierten Melodic-Death-Passagen. Es folgt die Thrash-Granate "Social bile", die stellenweise in rasendem Furor vorgetragen wird. Abgerundet wird das starke Auftakttrio des Albums vom fast schon hymnischen "A prayer to the holy death", in dem ein stimmiges Gitarrensolo für einen Moment des Durchatmens sorgt. Das finale Double-Bass-Gewitter beschließt Henry mit den Worten "Lead me not into the arms of defeat / I've been saved I can see / Holy death watch over me".

Auch in der Folge umgehen Darkest Hour sehr versiert die musikalische Einbahnstraße, die im Metal ja doch immer nur eine Abzweigung weit entfernt ist. "The nihilist undone" mag da als Beispiel dienen, das inmitten des allgemeinen Furors kurz in eine andere Richtung aufbricht. Das alles kommt nicht überraschend, denn in ihrer langen Historie war die Band nie darum verlegen, dank guter Ideen jedwede Eintönigkeit souverän zu umschiffen. "One with the void" ist gleich der nächste Song, der Stile mixt und atmosphärischen Klargesang unaufdringlich mit rauer Kehle vermischt. Beim Blick auf die musikalischen Referenzen fällt ohnehin auf, dass Darkest Hour sich um Grenzen wenig scheren. So kommen einem unter anderem die legendären Slayer in den Sinn, wenn sich die Musiker durch das kernige "Love is fear" prügeln, oder aber an mehreren Stellen At The Gates. Das abschließende "Goddess of war, give me something to die for" bringt viel vom Charme der Schweden mit sich. Warum auch immer Darkest Hour ein ewiger Geheimtipp sind: Verdient hätten sie eine deutlich größere Rolle.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Societal bile
  • One with the void
  • Mausoleum

Tracklist

  1. Perpetual
  2. Terminal
  3. Societal bile
  4. A prayer to the holy death
  5. The nihilist undone
  6. One with the void
  7. Amor fati
  8. Love is fear
  9. New utopian dream
  10. Mausoleum
  11. My only regret
  12. Goddess of war, give me something to die for

Gesamtspielzeit: 41:25 min.

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Armin

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2024-02-21 22:03:58 Uhr - Newsbeitrag
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