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Office Dog - Spiel

Office Dog- Spiel

New West / Redeye / Bertus
VÖ: 26.01.2024

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Die nächste Stufe

Der Neuseeländer Kane Strang stammt aus einer Musikerfamilie und fand folgerichtig selbst frühzeitig Gefallen am Umgang mit Instrumenten. Mehrere Jahre lang trat er vornehmlich als Solokünstler in Erscheinung, zeigte sich auf seinem Entwicklungsweg aber gleichzeitig offen für Bandprojekte. 2013 beispielsweise veröffentlichte er mit der wohl nur Insidern vertrauten Formation Dinosaur Sanctuary ein Album unter dem bemerkenswerten Titel "A public toilet told me nothing gets better". Ob er von jenem stillen Örtchen noch mehr eingeflüstert bekam, muss im Ungewissen bleiben. Was hingegen feststeht: Mit seinem jüngsten Streich im Bandgewand hat Strang einen Volltreffer gelandet. Das von ihm initiierte Trio Office Dog arbeitet sich auf "Spiel" in zwölf Stücken versiert durch eine feine Variante des Alternative Rock und legt ein Debüt vor, das als gelungener Grundstein für das verstanden werden darf, was da noch kommen könnte.

Der Auftakt gehört dem Sänger, wenn er zurückhaltend die ersten Textstücke intoniert: "Face to face in the maze / Strange not to be afraid / And just high / Underneath the crane / As sunlight / Tries to catch the shade." Doch seine Kollegen, Mitchell Innes an den Drums und Rassani Tolovaa am Bass, müssen sich nicht allzu lang gedulden, um am ersten energischen Ausbruch des Albums mitzuwirken. Dieser Wechsel zwischen ruhigeren Passagen und nahezu ruppigen Augenblicken ist ein Element, das auch in der Folge immer wieder zum Einsatz kommt. "Antidote" mag noch nicht ganz aus sich herauskommen, das grandiose "Gleam" hingegen geht in die Vollen. Ein mächtig rockendes Biest samt breitflächigen Soundwänden, untermalt von Kane Strangs Vokalkunst, die mit gutem Recht in der Nachbarschaft von Shoegaze-Gefilden verortet werden darf. "Hurry now, that closing door's still open / Here's hoping", ruft er vor einer kurzen, wohlplatzierten Unterbrechung und dem stimmigen Songfinale auf.

Eine kleine Perle ist das zunächst sehr zurückgenommene "Warmer". Unverkennbar schimmert hier die Vergangenheit als Solokünstler durch, bevor Innes und Tolovaa wieder mehr in den Mittelpunkt rücken und beweisen, dass Strangs Hinwendung zum gemeinsamen Tun eine kluge Idee war. Eine Prise besser stehen Office Dog, die den Vergleich mit größeren Namen wie Dinosaur Jr. oder Built To Spill nicht scheuen müssen, unter dem Strich aber doch die raueren Titel zu Gesicht. "Big air" zum Beispiel, ein mitreißender Song mit unbestrittenem Hitpotenzial bei Liveauftritten. Und das ist der einzige kleine Makel der ganzen Angelegenheit: Zwei, drei Stücke mit dem Fuß auf dem Gas hätten "Spiel" endgültig veredelt. Als eine Art Leiter, die ihn aus schwierigen Umständen herausführt, versteht der Bandgründer und Sänger übrigens nach eigenem Bekunden das Projekt Office Dog. Wer ihm auf "Spiel" zuhört und sich von der musikalischen Leidenschaft anstecken lässt, die darauf vortrefflich eingefangen ist, wird erkennen: Kane Strang und seine neue musikalische Familie sind auf dem Weg nach oben.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Shade
  • Gleam
  • Big air
  • Cut the ribbon

Tracklist

  1. Shade
  2. Antidote
  3. Gleam
  4. Warmer
  5. Big air
  6. Tightropes
  7. In the red
  8. Hand in hand
  9. Cut the ribbon
  10. Teeth
  11. The crater
  12. Spiel

Gesamtspielzeit: 40:26 min.

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Armin

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2024-01-31 22:09:47 Uhr - Newsbeitrag
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