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Car Seat Headrest - Faces from the masquerade

Car Seat Headrest- Faces from the masquerade

Matador
VÖ: 08.12.2023

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Frischer Anstrich

Gesundheitlich war Will Toledo schon im März 2022 nicht ganz auf der Höhe, und es sollte dann alles noch viel schlimmer kommen. Tourabsagen, Zwangspause, weitere körperliche Rückschläge: Der Frontmann von Car Seat Headrest erlebte eine Phase zum Vergessen. Vom 28. bis 30. März des besagten Jahres allerdings spielten er und seine Band an gleich drei Abenden Konzerte im brodelnden Brooklyn State. "Faces from the masquerade" fängt diese außergewöhnliche Serie an Auftritten in 14 Songs ein. Der Titel nimmt Bezug auf die besonderen Umstände, denn der Sänger sicherte sich inmitten eines weiteren Pandemiemonats per spezieller Gasmaske inklusive Beleuchtung ab. Außerdem nutzte er auch noch eine Stompbox, um bei etwaigen Hustenanfällen rasch das Mikrofon abschalten zu können.

Die drei Abende boten dem Publikum nur im Detail Abweichungen und ähnelten sich in der Songfolge sehr. Mal streute die Band einen Jam-Part ein, mal auf Zuruf "Destroyed by hippie powers". Beides schaffte es nicht in die finale Auswahl. Los ging es in Brooklyn hingegen jeweils mit "Crows", einem Titel, der all jenen, die Car Seat Headrest erst ein wenig später kennengelernt haben, nicht zwingend bekannt sein muss. Der starke Opener, der hier an Qualität sogar noch hinzugewinnt, stammt aus Zeiten vor dem Plattendeal mit Matador. Der Griff in die frühere Historie findet regelmäßig statt, denn gleich drei Stücke kommen vom Album "Twin fantasy", das zwar 2018 erschien, allerdings aus älteren und entsprechend neu eingespielten Liedern bestand. Ein Cover streuen die Herrschaften aber auch noch ein: "It's my child (I'll do what I want)" von Toy Bastard, einer Band des Gitarristen Ethan Ives.

Die US-Amerikaner arbeiten sich auf "Faces from the masquerade" mit hörbarer Freude durch ihren Katalog und hübschen ihre Stücke zuweilen mit einigen Extras auf. "Fill in the blanks" erhält einen kraftvollen Neuanstrich und verabschiedet sich nach eigener Aussage von der funkigen Variante, die sie auf Touren zuvor gewählt hatten. "Sober to death" wird später von Toledo und Ives als Duett intoniert und erdet die feiernde Masse vor der Bühne für ein paar Minuten. Die Fans haben dann zumindest ausreichend Energie, um mit in den Chor einzustimmen. Und auch "Beach life-in-death" erfährt einige frische Ideen, bleibt unter dem Strich aber das geliebte 13-Minuten-Stück. Car Seat Headrest rücken ihr aktuelles Studioalbum in den Mittelpunkt: Gleich fünfmal greifen sie bei "Making a door less open" zu, das 2020 erschien. Die Zeit bis zum nächsten Streich lässt sich mit diesem Surrogat aus drei bemerkenswerten New Yorker Abenden allerdings sehr gut überbrücken.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Crows
  • Bodys
  • Drunk drivers/Killer whales
  • Beach life-in-death

Tracklist

  1. Crows
  2. Weightlifters
  3. Fill in the blank
  4. Hymn
  5. Hollywood
  6. Bodys
  7. Something soon
  8. 1937 State Park
  9. Sober to death
  10. Drunk drivers/Killer whales
  11. It's my child (I'll do what I want)
  12. Can’t cool me down
  13. Beach life-in-death
  14. Deadlines

Gesamtspielzeit: 84:41 min.

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Armin

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2023-12-09 21:50:43 Uhr - Newsbeitrag
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