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The Sweeplings - The Sweeplings

The Sweeplings- The Sweeplings

Nettwerk
VÖ: 01.12.2023

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 3/10

Mehr ist mehr

Wenn man The Sweeplings einen einzigen Vorwurf für ihr vorangegangenes Album "Debris" machen wollte, dann konnte das höchstens die Länge respektive Kürze betreffen. Nur etwas mehr als 20 Minuten umfasste das Ganze, und doch vermochte dieser Umstand das Gesamtbild nicht zu trüben. Eine wahre Perle zwischen Pop und Folk war den US-Amerikanern gelungen – perfekt auf den Punkt gebracht und ohne eine Note zu viel. Auf dem selbstbetitelten Nachfolger lassen sich Whitney Dean und Cami Bradley hingegen nicht lumpen: Die elf Stücke summieren sich zu einer fast doppelt so langen Spieldauer. Gleich geblieben ist dabei vor allem das, worauf es am Ende ankommt: die Klasse ihres Vortrags. Und die Präzision ist The Sweeplings trotz des erweiterten Umfangs nicht abhandengekommen.

Die Kooperation der beiden basiert bekanntlich auf einer glücklichen Fügung, denn die Ehefrau von Whitney Dean hatte einst die famose Sängerin Cami Bradley auf der Bühne erlebt und ihrem Gatten eine künstlerische Zusammenarbeit nahegelegt. Seit fast einem Jahrzehnt bilden sie nun also The Sweeplings, und es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass ihr mittlerweile drittes Studiowerk das bisherige Schaffen vorläufig krönt. Wie schon bei "Debris" bedarf es nur ganz weniger Töne, um tief in das fein austarierte Klangbild des Duos einzutauchen. Wobei "Fever running loose" im Vergleich zu deutlich melancholischeren Liedern einen eher schwungvollen Auftakt bildet. Im Grunde ist es übrigens nahezu unmöglich – und vielleicht sogar nicht statthaft –, einzelne Stücke herauszuheben. Denn gerade das mühelos Fließende der Musik, die Dean und Bradley darbieten, überzeugt ohne jede Pause.

Im Detail lohnt der Blick auf spezielle Momente dann aber doch, wie beispielsweise "My ach'n heart" beweist, das sich mit seiner angedeuteten Dramatik kaum merklich steigert. Die feine Stimme der Sängerin steht zumeist im Vordergrund, ihr Mitstreiter hält sich dabei fast durchgehend dezent im Hintergrund. Es ist eine Form stilvoller Schönheit, die aus den Songs herausstrahlt; fernab von jedwedem Kitsch, niemals peinlich. "Stay" ist später ein anderes Exempel für die große Klasse des Duos. Mit einem effektvollen, aber nicht effekthascherischen Bruch, der den Song auf eine noch höhere Ebene trägt. Dass The Sweeplings das Album mit "Farewell" schließlich zu einem runden Abschluss bringen, versteht sich angesichts des vorangegangenen Spannungsaufbaus wie von selbst. Pop und Folk gehen hier einmal mehr eine wahrhaft warmherzige Beziehung ein.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • My ach'n heart
  • Stay
  • Farewell

Tracklist

  1. Fever running loose
  2. Drag me deeper (oh no)
  3. My ach'n heart
  4. Nothing can keep me from you
  5. No mercy
  6. Just like that
  7. Stay
  8. Can I have forever with you
  9. The only one
  10. Without you
  11. Farewell

Gesamtspielzeit: 37:30 min.

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Armin

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2023-11-30 22:42:42 Uhr - Newsbeitrag
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