Dirk Darmstädter & Bernd Begemann - This road doesn't lead to my house anymore

Dirk Darmstädter & Bernd Begemann- This road doesn't lead to my house anymore

Tapete / Indigo
VÖ: 03.11.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Landeier

Da war dieser Hamburger Pilzkopf, der in den Achtzigern mit den Jeremy Days auf den Spuren der Beatles schrammelte und in den Nullern auf einem kleinen Label feine Platten rausbrachte. Und dann war da dieser leicht näselnde Indiepopper aus Bad Salzuflen, der damals zunächst eine Antwort hatte und seit dem nunmehr prophetisch wirkenden "Rezession, Baby" Liebe und andere Katastrophen veraugenzwinkerte. Dirk Darmstädter und Bernd Begemann. Neben dem knapp verpaßten Durchbruch verbindet die beiden Nordlichter übrigens noch etwas: die Liebe zu handfestem Country-Pop.

Was lag also näher, als nach vielen gemeinsamen Jams und entspanntem Harmoniegesang zu alten Nashville-Schlagern wie "Wichita lineman" das Ganze auch mal auf Tonträger zu bannen? Und so geriet "This road doesn't lead to my house anymore" zu einer ehrlichen Hommage an Zeiten, als das Songhandwerk noch zählte und weitgehend harmlose Unterhaltung Trumpf war. Entsprechend charmant gerieten die vier Coverversionen von Jim Croce, Hank Williams, John Denver und Tammy Wynette.

Erfreulich ist zudem, daß die sechs brüderlich geteilten eigenen Songs erkennbar von den großen Vorbildern gelernt haben. Ohne nennenswerte Reibung, aber auch ohne allzu viel Trübsinn. Locker-flockig eben. Doch so kompetent die Handvoll Mitstreiter auch die erdige Beschallung bestreitet und so nett Begemanns Songs wie die Single "Lack of a lover" klingen, geht "This road doesn't lead to my house anymore" nur dann wirklich nahe, wenn Darmstädter seine Beiträge zum Besten gibt. Es mag an Begemanns zwinkerndem Akzent liegen. Oder einfach an Darmstädters Songs. Der beschwörende Outlaw-Schunkler "Fade away", das klitzekleine "Why don't you love me" oder das dräuende "When I wasn't making lots of money" machen nämlich Appetit auf dessen nächstes Soloalbum. Eine Zwischenmahlzeit also. Und keine schlechte.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Why don't you love me
  • Fade away
  • When I wasn't making lots of money

Tracklist

  1. I got a name
  2. We'll know why
  3. This road doesn't lead to my house anymore
  4. Why don't you love me
  5. Lack of a lover
  6. Fade away
  7. Thank God I'm a country boy
  8. Till I get it right
  9. When I wasn't making lots of money
  10. True love is quiet

Gesamtspielzeit: 34:05 min.

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