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Rise Of The Northstar - Showdown

Rise Of The Northstar- Showdown

Atomic Fire / Warner
VÖ: 07.04.2023

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Rufeschlacht

3,2,1 Showtime! Die Pariser Rise Of The Northstar stülpen sich ihre Masken über, zwängen sich in die schwarzen Uniformen und schicken mit "Showdown" ihr drittes Album in den Ring. Die Gralshüter des Metal und Hardcore schütteln angesichts dieses Klamauks angewidert die Mähne. Ihnen entgehen dabei mindestens eine heftige Party und beste Unterhaltung.

Wer in den letzten Jahren ein Metal-Festival besucht hat, bei dem Rise Of The Northstar aufspielten, dem dürften die euphorischen "Sa-Sa-Sa-Sa-Sa"-Rufe des begeisterten Publikums noch in den Ohren klingeln. Der Schlachtruf stammt aus dem Song "Samurai spirit", einem der zahlreichen Hymnen im Live-Gepäck der Franzosen. Für ihr Debütalbum "Welcame" holten sie sich 2014 den legendären New Yorker Zeuss an die Regler, bekannt für seine Produktionen von Genre-Größen wie Hatebreed, Shadows Fall oder Unearth. "Showdown" wurde von Johann Meyer abgemischt, den man vor allem für seine Arbeiten mit der ebenfalls französischen Metalband Gojira kennt. Der Sound von Rise Of The Northstar klingt weiterhin nach New York, und zwar dem der 90er Jahre-NYHC-Bands Agnostic Front, Madball oder Skarhead. Rap- und Thrash-Elemente sind auf jedem Track zu finden, dazu zelebriert die Band weiterhin ihre Affinität für die japanische Manga- und Animekultur. Im Land der aufgehenden Sonne kommen die Pariser damit gut an, ihre Musikvideos werden konsequent mit japanischen Untertiteln versehen.

Rise Of The Northstar prügeln mit "The anthem" los und setzen den Ton für die kommenden Tracks. Der Sound der Band ist direkt und explosiv, auf elegische Melodiebögen und feinsinniges Gezupfe wird verzichtet. Der Titeltrack erinnert an frühe Slipknot oder Korn, schwere Industrial-Gitarren wechseln sich mit HipHop-Scratches ab. "Third strike" und "Shogun no shi" führen die Mischung aus brutalem Gedresche und New-Metal-Rap-Parts fort, unterbrochen von gelegentlichen Beatdown-Passagen. Gitarrist Eva-B pustet mit seinem brachialen Part in "Crank it up" die verstaubten Metal-Ohren ordentlich durch, in "Clan" knallt er gegen Ende ein minutenlanges Solo raus. Die Songtexte von Frontmann Vithia handeln von echter Freundschaft, der Wut auf die Welt und dass die Pariser back, back, back again sind. Er wechselt wild zwischen französisch- und englischsprachigen Parts, dazu beteiligt sich der Rest der Truppe mit standesgemäßen Gang-Shouts. "Rajin" huldigt im Titel dem japanischen Donnergott und pflügt mit diabolischem Gelächter den Moshpit um. Mit "One love" und "Rise" finden sich neue Hymnen für die Festivalsaison auf "Showdown". Die Franzosen werden auch 2023 wieder auf diversen Veranstaltungen auftauchen. Achtet einfach auf die euphorischen “Sa-Sa-Sa-Sa-Sa“-Rufe.

(Andreas Rodach)

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Highlights

  • Showdown
  • One love
  • Clan

Tracklist

  1. The anthem
  2. Showdown
  3. Third strike
  4. Crank it up
  5. One love
  6. Shogun no shi
  7. Clan
  8. Ranjin
  9. Golden arrow
  10. Rise

Gesamtspielzeit: 35:39 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

SammyJankis

Postings: 564

Registriert seit 03.02.2020

2023-04-08 13:16:45 Uhr
Eine der schlimmsten Sachen die Hardcore je hervorgebracht hat

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 26961

Registriert seit 08.01.2012

2023-04-05 20:48:50 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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