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Ellie Goulding - Higher than heaven

Ellie Goulding- Higher than heaven

Polydor / Universal
VÖ: 07.04.2023

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Kein Wertstoffhof

Recycling alter Songs: Dua Lipa macht's in "Love again" mit "Your woman" von White Town. Bebe Rexha macht's in "I'm good (Blue)" als Gästin von David Guetta mit dem altbekannten Hit von Eiffel 65. Und Ava Max in "Kings & queens" ebenso, wenn man sich vorstellt, dass Lady Gaga "You give love a bad name" von Bon Jovi singt. Warum also nicht auch Ellie Goulding? Die befindet sich zum Release von "Higher than heaven" als Feature von Alok und Sigala mit "All by myself" auf Heavy Rotation – unter Plünderung von Depeche Modes "Enjoy the silence". Nicht der kreativste Vorbote ihres fünften Longplayers, sodass der stark, na ja, interpolierte Klassiker auf diesem nur im Rahmen der Deluxe Version auftaucht. Schließlich mangelt es der Britin nicht an fähigen Co-Songwritern oder Produzenten. Greg Kurstin, Stephen Kozmeniuk alias Koz, mit Anthony Rossomando ein früheres Mitglied von The Libertines und Dirty Pretty Things plus viele andere – Goulding tischt auch in maßvollen elf statt luxuriösen 16 Stücken ordentlich auf.

Knappe 37 Minuten reichen dafür, denn obwohl viel von diesem Album in den Playlisten der Formatradios landen wird, dürften unbekümmerte Tänzer schneller ins Schwitzen kommen, als sie das bei chartkompatiblen Acts gewohnt sind. Die erste Vorabsingle "Easy lover", glücklicherweise keine Wiederverwertung des ollen Heulers von Phil Collins und Philip Bailey, wies nicht unbedingt in diese Richtung: Der Midtempo-Stampfer mit Rapper Big Sean als zweiter Stimme scheint eher auf Nummer sicher zu gehen und ein möglichst breites Publikum einsammeln zu wollen – bevor die Synthie-Kaskaden im Refrain ein ähnliches "Electric feel" wachrufen wie einst MGMT in ihrem gleichnamigen Indie-Dance-Brummer. Gebrummt hat's bis dahin jedoch schon genug. Etwa beim auf fidelem Bums-Klatsch und verspielter Sequenz marschierenden Opener "Midnight dreams" oder in "Like a saviour", das mit knarziger Basslinie abzischt. Perfekt choreografiert und ziemlich mitreißend zugleich: "Higher than heaven" kommt prächtig vom Start weg.

Weniger gut gelingen Goulding hingegen die Momente, die von liebeskranken Selbstzweifeln und ungeduldiger Sehnsucht handeln: "Love goes on" oder der zu leidlich funky Gitarrenlicks daherschlitternde Abschluss "How long" gehören nicht gerade zu den inspiriertesten Momenten. Was daran liegen könnte, dass sich die 36-Jährige und recht frischgebackene Mutter statt für amouröse Verwicklungen eher für den Nachwuchs oder den Fortbestand des Planeten interessiert und als Privatperson auch einfach mal ihre Ruhe haben will. Oder um es mit der Hamburger Schule zu sagen: Sie ist raus und sie ist stolz darauf. Da gerät auch "Let it die", das die Kraft der Selbstermächtigung und des Entliebens feiert, zu einem großartig bassigen Monstertrack und tritt Trennungsschmerz und bittere Tränen einfach in die Club-Tonne. Ein so hochdynamischer wie dringend nötiger Kracher, da "Higher than heaven" ab der Hälfte nachhaltig zu versumpfen droht. Aber keine allzu große Sorge bitte: Ein Fall für den Wertstoffhof klingt immer noch anders.

(Thomas Pilgrim)

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Highlights

  • Midnight dreams
  • Like a saviour
  • Let it die

Tracklist

  1. Midnight dreams
  2. Cure for love
  3. By the end of the night
  4. Like a saviour
  5. Love goes on
  6. Easy lover (feat. Big Sean)
  7. Higher than heaven
  8. Let it die
  9. Waiting for it
  10. Just 4 you
  11. How long

Gesamtspielzeit: 36:42 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 26830

Registriert seit 08.01.2012

2023-04-05 20:47:40 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 26830

Registriert seit 08.01.2012

2023-03-23 18:32:02 Uhr - Newsbeitrag
Out now: ELLIE GOULDING veröffentlicht treibende Dance-Pop-Single „By The End Of The Night” /

neues Album „Higher Than Heaven” erscheint am 07.04.2023


Bevor am 07. April ihr fünftes Studioalbum „Higher Than Heaven” erscheint, veröffentlichte Ellie Goulding gestern Abend die letzte Vorab-Single daraus, das treibende Dance-Pop-Stück „By The End Of The Night“, mit dem sie uns zurück auf die Tanzflächen der 80er Jahre katapultiert:



ELLIE GOULDING – „BY THE END OF THE NIGHT” (OFFICIAL AUDIO)




I feel like we’ve all been through such a lot over the last few years, we’re still processing everything. I don’t know if it’s just me but I feel like we need music that uplifts us and makes us feel good and that’s exactly how I feel about By The End Of The Night. It gives me a sense of euphoric, sensual escape, like being on a dancefloor on another planet… something that was definitely appealing back in the late 80’s… where this track could have easily come from!”, so Ellie über ihre neue Single.



Für die Arbeit an ihrem neuen Album konnte Ellie Goulding einige der besten zeitgenössischen Produzent*innen und Musiker*innen gewinnen: Greg Kurstin (Sia, Maggie Rogers, Elton John), Jessie Shatkin (Charli XCX, Years & Years), Koz (Sam Ryder, Madonna, Dua Lipa) und Andrew Wells (Halsey, Yungblud) waren am Entstehungsprozess von „Higher Than Heaven” beteiligt. Das Resultat wird zeigen, wie Ellie der modernen Popmusik ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt. „Higher Than Heaven“ ist voll von ansteckenden Hits, bei denen Ellies unverkennbarer Gesang im Mittelpunkt steht, während die Produktion Popmusik vom Feinsten ist, mit stampfenden Basslines, schwebenden Synthies und euphorischen Melodien.



Bis heute kann Ellie Goulding 10 Platin-Singles, drei Nummer-#1-Alben, zwei BRIT Awards, eine GRAMMY Award-Nominierung und eine Golden Globe-Nominierung verzeichnen. Sie hat über 27 Millionen Alben und 218 Millionen Singles verkauft und weltweit 43 Milliarden Streams gesammelt. Ellie Goulding ist mit über 8 Milliarden Streams eine der meistgestreamten Künstlerinnen auf Spotify.

Vor knapp zwei Wochen hat Ellie Goulding gemeinsam mit Calvin Harris zudem den Track „Miracle“ veröffentlicht, der in England auf Platz #3 der Single-Charts einstieg.



Neben ihrer erfolgreichen Musikkarriere setzt sich Ellie Goulding seit vielen Jahren als Aktivistin und Philanthropin für den Tier- und Klimaschutz ein und nutzt ihre Plattform, um vor allem junge Menschen für globale Umwelt-Themen zu sensibilisieren. Im Jahr 2017 wurde Ellie Goulding mit dem New Voices Award der UN ausgezeichnet und in Anerkennung ihres weitreichenden Aktivismus wurde sie UN-Botschafterin.

Anfang diesen Jahres wurde Goulding außerdem mit dem TIME100 Impact Award ausgezeichnet und gab kurz darauf bekannt, fortan auch als Botschafterin für den WWF zu agieren.


Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 26830

Registriert seit 08.01.2012

2022-10-19 20:22:00 Uhr - Newsbeitrag
Die Zeichen auf ein neues Album von Ellie Goulding hatten sich über ominöse Billboards in London, diverse Fanclub-Aktivitäten und einen mysteriösen Trailer, den Ellie über ihre Socials geteilt hat, in den letzten Tagen bereits verdichtet, soeben hat sie es nun auch ganz offiziell gemacht:



Ihr fünftes Studioalbum „Higher Than Heaven“ wird am 03. Februar 2023 erscheinen.

Wir dürfen auf treibende Bässe, mitreißende Synthie-Sounds und euphorische Melodien gespannt sein, wie uns dieser bereits gestern Abend gelaunchte Album-Trailer schmackhaft macht:



ELLIE GOULDING – „HIGHER THAN HEAVEN” (ALBUM TRAILER)



"There was definitely a darkness about [the past two years] that was palpable in the studio, with everyone having gone through it differently. I think for that reason, nobody wanted to sit and agonize over some relationship or some drama. So that's how this album came together. [Higher Than Heaven is] about being passionately in love. But it's a hyper form of love, almost like a drug induced feeling. It feels almost artificial and there's the potential for a crash", so Goulding über „Higher Than Heaven”.



Nachdem sie kürzlich bereits den Sommer-Hit „Easy Lover“ feat. Big Sean veröffentlicht hat, präsentiert uns Ellie heute außerdem einen weiteren Song aus ihrem neuen Studioalbum, das Dance-Pop-Stück „Let It Die“.



Schaut Euch hier das offizielle Musikvideo an – eine wilde Tanz-Performance inmitten einer Kunstaustellung, in deren Zentrum Ellie Goulding steht:



ELLIE GOULDING – „LET IT DIE” (OFFICIAL MUSIC VIDEO)



Erst kürzlich feierte die Sängerin, deren bisher größter Hit die Single „Love Me Like You Do“ (2015) war, das 10-jährige Jubiläum ihres zweiten und bisher erfolgreichsten Albums „Halcyon“ mit dem Release der digitalen und erweiterten Neuauflage „Halcyon Nights“. Das Originalalbum verkaufte sich bis heute weltweit über 2 Millionen mal.

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