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Beyond The Black - Beyond The Black

Beyond The Black- Beyond The Black

Nuclear Blast / Rough Trade
VÖ: 13.01.2023

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Treibgut

Female-fronted Metalbands, vor allem auch der symphonischen Art, sind nicht gerade vom Aussterben bedroht. Im ziemlich breiten und inzwischen ziemlich abgestandenen Fahrwasser von Nightwish, Within Temptation und Evanescence tummelt sich eine Vielzahl an Epigonen, von denen die meisten höchstens durch ein paar hochsteigende Luftbläschen auf sich aufmerksam machen können. Dass nun hierzulande mit Beyond The Black eine erst seit 2014 aktive Band anhaltendes Oberwasser hat, lässt sich wohl am besten dadurch erklären, dass es sich um handliche Leichtgewichte handelt.

In der äußeren Form wirkt das Ganze allerdings ausgesprochen schwerwiegend und voluminös. Sound und Stil, mit dem sich die Deutschen auf ihrem fünften Album präsentieren, haben Breitwand- und Orchestersaal-Ausmaße. "Beyond The Black" ist dafür geschaffen, teure HiFi-Anlagen auszureizen und riesige Konzerthallen bis zum letzten Platz zu füllen. Letzteres wird vor allem deswegen gelingen, weil sich die Band auf konsequent konventionelles Songwriting versteht. Hier wurde offenbar aufmerksam analysiert, was im Genre besonders gut ankommt. Der Erkenntnisgewinn drückt sich in zehn bemerkenswert gefälligen Titeln aus, die durch ihre mehr oder weniger ausgeprägte Pop-Attitüde größtenteils widerstandslos ins Ohr gleiten und live bestimmt hervorragend funktionieren, es aber verpassen, langfristigen Eindruck zu hinterlassen.

Beyond The Black erweisen sich nämlich eher als kompetente Macher, denn als kreative Meister. Beispielhaft dafür sind neben den Vorab-Singles "Is there anybody out there?" und "Reincarnation" vor allem Titel wie "Winter is coming" oder "Into the light", die so überzeugend und verwechselbar ausfallen, dass Within Temptation glatt Tantiemen dafür verlangen könnten. Besonders bei den beachtlichen (Halb-)Balladen wie "Free me" und "Wide awake" empfiehlt sich Sängerin Jennifer Haben zudem schon mal als passende Nachfolgerin, falls Sharon den Adel irgendwann abdanken sollte.

Dass das Album wie in "Not in our name" hin und wieder mit gutturalen Stimmeinlagen zu überraschen versucht, trägt letztlich nur zusätzlich zum Eindruck bei, dass hier mit Bedacht alle bewährten Genre-Versatzstücke zusammengeführt wurden. Und das mit Erfolg. Wenn sie so weitermachen, könnten Beyond The Black als eine der großen Konsensbands in die Geschichte des symphonischen Metals eingehen. Klopf auf Holz.

(André Schuder)

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Highlights

  • Free me
  • Wide awake
  • Winter is coming
  • Into the light

Tracklist

  1. Is there anybody out there?
  2. Reincarnation
  3. Free me
  4. Winter is coming
  5. Into the light
  6. Wide awake
  7. Dancing in the dark
  8. Raise your head
  9. Not in our name
  10. I remember dying

Gesamtspielzeit: 42:04 min.

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Armin

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2023-01-31 20:33:43 Uhr - Newsbeitrag
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