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Foo Fighters - The essential Foo Fighters

Foo Fighters- The essential Foo Fighters

Sony
VÖ: 28.10.2022

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Wild zusammengewürfelte Zeitreise

2002 wurden wir mit einer Fülle herausragender Alben beschenkt: Queens Of The Stone Age veröffentlichten"Songs for the deaf", Coldplay das Grammy-prämierte "A rush of blood to the head". Dazu erblickten "Turn on the bright lights", "Caution"und "Neon golden"das Licht der Welt. Keiner der genannten Langspieler packte mich aber in diesem magischen Jahr so sehr wie "One by one" von Foo Fighters. Heiß und innig liebte ich fortan diese Band, reiste zu Konzerten nach Oberhausen, Berlin und auch Prag. Die Truppe wurde währenddessen größer und größer, der Sound immer gefälliger und glatter. Dazu kam eine Omnipräsenz von Rampensau Dave Grohl in allen Musikmedien, der man sich kaum entziehen konnte. Mit "Wasting light" gelang 2011 nochmal ein Werk, das "die perfekte Mischung aus Mainstream und Rock'n'Roll" ergab, wie Maik Maerten es damals bei Plattentests.de beschrieb. Beim Nachfolger "Sonic highways"stieg ich dann aus. Die sympathisch-chaotische Indie-Attitüde der Band war vom durchkonzipierten Mainstream-Rock abgelöst worden. Die Foo Fighters waren mir endgültig zu groß.

Bereits 2009 gab es eine"Greatest hits", inklusive der zwei unveröffentlichten Tracks "Word forward" und "Wheels". Jetzt folgt nach 13 Jahren die nächste Werkschau. Neues hört man auf "The essential Foo Fighters" nicht, wenigstens hat es der polierte Rockradio-Hit "Wheels" auch nicht in die Playlist geschafft. Die Reihenfolge der Songs wirkt etwas wild zusammengewürfelt. Die Setlist eines Konzerts der Band würde jedenfalls nicht mit ihrem Überhit "Everlong" beginnen, auch die klassischen Opener "All my life" und "The pretender" würden nicht direkt aufeinanderfolgen.

Schaut man sich an, von welchen Alben wie viele Songs vertreten sind, handelt es sich offensichtlich bei "The colour and the shape" und "Wasting light" um die relevantesten Werke der langen Bandhistorie. Zumindest bei ersterem würde das wohl jeder unterschreiben. Das 2014er "Sonic highways" wird auf "The essential Foo Fighters" komplett außen vor gelassen. Dass es vom dritten Album "There is nothing left to lose" nur "Learn to fly" in die Auswahl geschafft hat und "Breakout" nur in der Vinyl- und Streaming-Version vorkommt, ist etwas dürftig. Von "Medicine at midnight" hingegen sind zwei Songs vertreten, was wohl dem Erscheinungsjahr 2021 geschuldet sein dürfte. In ein paar Jahren wird man lasche NaNaNa-Liedchen wie "Making a fire" wohl nicht mehr als essenziell bezeichnen. Das von Drummer Taylor Hawkins gesungene "Cold day in the sun" ist ebenfalls auf "The essential Foo Fighters" zu finden. Im Jahr seines tragischen Drogentodes eine verdiente Würdigung.

"Songs for the deaf" und "Caution" finden sich öfters auf meinem Plattenteller wieder, im Vergleich dazu ist "One by one" schlecht gealtert. Daran wird auch diese Zeitreise durch das Wirken meiner ehemaligen Lieblingsband nichts ändern. Zumindest habe ich aber ein paar Songs wiederentdeckt, "Walk" und "Times like these" bereichern meinen Soundtrack zum Jahresausklang. Und das Album endet mit der akustischen Version von "Everlong". Das zumindest kennt man so auch von den Konzerten.

(Andreas Rodach)

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Highlights

  • Everlong
  • Times like these
  • My hero
  • Best of you
  • Walk
  • Learn to fly

Tracklist

  1. Everlong
  2. Making a fire
  3. Times like these
  4. Rope
  5. Monkey wrench
  6. My hero
  7. Cold day in the sun
  8. Big me
  9. Long road to ruin
  10. Shame shame
  11. Best of you
  12. All my life
  13. The pretender
  14. This is a call
  15. Walk
  16. Learn to fly
  17. The sky is a neighborhood
  18. These days
  19. Everlong (Acoustic version)

Gesamtspielzeit: 77:24 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 26437

Registriert seit 08.01.2012

2022-11-30 22:04:05 Uhr
Da habt Ihr recht, vielen Dank für die Hinweise.

Darno Übel

Postings: 875

Registriert seit 02.06.2022

2022-11-30 21:54:32 Uhr
Ja, war das 3. Album.

qwertz

Postings: 935

Registriert seit 15.05.2013

2022-11-30 21:53:52 Uhr
In der Rezi wird "There is nothing left to lose" als Zweitling bezeichnet. Müsste es nicht das dritte sein oder stehe ich auf dem Schlauch?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 26437

Registriert seit 08.01.2012

2022-11-30 21:34:08 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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