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Mark Owen - Land of dreams

Mark Owen- Land of dreams

BMG / Warner
VÖ: 23.09.2022

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Nehmt dies

In der ersten Hälfte der Neunzigerjahre war Marky Owen – die anbiedernde Namensendung auf -y war seinerzeit in Fankreisen sowohl aus Verniedlichungsgründen als auch wegen der lautlichen Analogie zu seinen Bandkollegen Gary und Robbie unabdingbar – hauptberuflich "der Süße" von Take That, der größten britischen Boyband aller Zeiten. Wenn er mit hundewelpenartigem Augenaufschlag im Musikvideo zum gleichnamigen, herrlichen Schmachfetzen seinem "Babe" entgegen hauchte, dass er wieder da sei, blieb seinerzeit im MTV-Publikum kein Auge trocken.

Nahezu direkt nach der vorübergehenden Auflösung der Band gelang Owen mit "Green man" ein tragisch unterschätztes Indie-Pop-Kleinod und auch die weiteren, großzügig über die nächsten Jahrzehnte verteilten Solo-Alben des Mannes aus Oldham bei Manchester wussten trotz deutlicher Orientierung in Richtung Formatradio immer wieder mit starken Songs ganz unterschiedlicher Couleur zu glänzen. In den neun Jahren seit "The art of doing nothing" zelebrierte Owen eben diese Kunst keineswegs, sondern veröffentlichte mit den zum Trio geschrumpften Take That zwei eher vergessenswerte Studioalben und feierte das dreißigjährige Bandjubiläum mit einer missglückten Best-Of-Variation sowie einer umso triumphaleren Welttournee.

Owen war bereits vor Jahren mit der Intention nach Los Angeles gezogen, dort ein gut gelauntes, sonnendurchflutetes Album aufzunehmen, und der schillernde Discopop auf dem sich im Titel wohl ebenso ehrlich wie klischeehaft auf Kalifornien beziehenden neuen Longplayer "Land of dreams" löst dieses Versprechen nahezu durchgehend ein. Der funky Groove des Openers "Superpower" erinnert an "Faith" von George Michael, der seinerseits die Emanzipation vom Teenie-Idol zum gereiften Popstar ja mit Bravour gemeistert hatte. Im süffigen Schunkel-Ohrwurm "You only want me" blickt der inzwischen 50-Jährige angenehm augenzwinkernd auf seine klassische Bühnenpersönlichkeit in der einstigen Boygroup: "You only want me for my good looks / Bad taste / Supersonic hip shaking."

Stimmlich klang der traditionell ja immer schon eher leicht quäkig-nasale Owen nie so stark wie in diesen neuen Songs. Besonders auffällig ist dies in der nicht unbedingt überraschenden, aber unbedingt effektiven Breitwandballade "Being human" und im absoluten Album-Highlight "Are you looking for Billy?", einem mit Orgel und Streichern instrumentierten, fantastischen Falsett-Feuerwerk, das den sich aufdrängenden Vergleich mit den Bee Gees nicht zu scheuen braucht. Der schwächste Track ist hier ausgerechnet der Song, der auch von einem der neueren Take-That-Alben hätte sein können: "Boy" plätschert ohne große melodische Ideen schlageresk vor sich hin. Das "Land of dreams" unter der Sonne Kaliforniens ist wahrlich kein Land der unbegrenzten Originalität, aber neben den erwähnten Höhepunkten sorgen auch Ausflüge in Richtung basslastiger Dance-Musik ("Come back") oder Power-Pop ("Rio") für ausreichend Abwechslung, um sich durchgehend angenehm unterhalten zu fühlen. Babes, he's back again!

(Michael Albl)

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Highlights

  • You only want me
  • Being human
  • Are you looking for Billy?

Tracklist

  1. Superpower
  2. You only want me
  3. Boy
  4. Magic
  5. Being human
  6. Rio
  7. Are you looking for Billy?
  8. Come back
  9. Starwoman
  10. Last of the heroes
  11. Gone, gone, gone
  12. World

Gesamtspielzeit: 43:56 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Konsul

Postings: 197

Registriert seit 06.04.2022

2022-09-29 11:26:46 Uhr
Die erste Hälfte des Albums weis wirklich zu überzeugen und zu unterhalten. Dann flacht es sehr stark ab und klingt für mich beliebig. Trotzdem 5/10 für die starke erste Hälfte.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 23491

Registriert seit 08.01.2012

2022-09-28 21:31:58 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 23491

Registriert seit 08.01.2012

2022-05-19 19:56:21 Uhr - Newsbeitrag
MARK OWEN MELDET SICH NACH MEHR ALS NEUN JAHREN MIT BRANDNEUER MUSIK ALS SOLOKÜNSTLER ZURÜCK:

„YOU ONLY WANT ME“

SEIN FÜNFTES SOLOALBUM „LAND OF DREAMS“ FOLGT AM 23. SEPTEMBER 2022

UK HEADLINER-TOUR, PERFORMANCE BEI DER ‚BIG JUBILEE STREET PARTY‘ VON ITV SOWIE FESTIVAL-TERMINE 2022 BESTÄTIGT

Sehr zur Freude seiner zahlreichen Fans hat Mark Owen heute seine brandneue Single „You Only Want Me“ veröffentlicht. Der Song ist ein erstes musikalisches Lebenszeichen aus seinem neuen und gleichzeitig ersten Soloalbum seit über neun Jahren, „Land Of Dreams“, das am 23. September erscheinen wird.

Mit seiner dynamischen, ja beinahe beschwingt wirkenden Instrumentierung und dem mitreißenden Refrain kommt „You Only Want Me“ als druckvoller Pop-Song daher, der von Marks unverwechselbaren Vocals noch weiter vorangetrieben wird. Der Track wurde gemeinsam von Mark Owen und Will Bloomfield (The Vaccines, Freya Ridings, Tom Grennan, Holly Humberstone) geschrieben und von Jennifer Decilveo (Miley Cyrus, Marina, Anne-Marie, Demi Lovato) produziert.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des neuen Songs, verkündete der Brite auch die Termine seiner UK-Headliner-Tour „Land Of Dreams", die ihn zum Tourauftakt am 16. Oktober nach Bristol und anschließend weiter nach Manchester, Glasgow und London führen wird.

„The Land of Dreams“ UK-Tourdaten

16.10.2022 Bristol - O2 Academy

17.10.2022 Manchester - O2 Ritz

18.10.2022 Glasgow - Fruitmarket

20.10.2022 London - O2 Shepherd’s Bush Empire

Bereits im Sommer wird Mark Owen live zu sehen sein, wenn er beispielsweise bei der ‚Big Jubilee Street Party‘ des britischen Fernsehnetzwerks ITV performt, die am 5. Juni 2022 ausgestrahlt wird. Darüber hinaus wird er auch bei zwei der größten und beliebtesten Festivals Großbritanniens auf der Bühne stehen – das ist zum einen das Isle of Wight Festival am 18. Juni und zum anderen das Latitude Festival 24. Juli.

Mark Owen ist zweifelsohne einer der berühmtesten Musiker und Stars Großbritanniens. Als Mitglied der Pop-Band Take That hat er acht BRIT Awards gewonnen, 12 britische Nummer-1-Singles und acht britische Nummer-1-Alben veröffentlicht, mehr als 45 Millionen Tonträger verkauft und vor Millionen von Fans auf der ganzen Welt live gespielt. Nach der Trennung von Take That im Jahr 1996 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum „Green Man“, dem bis heute vier weitere Solowerke folgten. Sein letzter Longplayer „The Art Of Doing Nothing“ aus dem Jahr 2013 war sein bisher erfolgreichstes Album in den Charts.




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