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Awolnation - My echo, my shadow, my covers and me

Awolnation- My echo, my shadow, my covers and me

Better Noise / Sony
VÖ: 06.05.2022

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Ein Hoch aufs Damals

Guilty pleasures hat ja irgendwie jeder. Songs, Alben, Künstler, bei denen man den Streaming Dienst erst einmal auf privat umstellt oder die Autofenster hochkurbelt, dass ja keiner mitbekommt, was man so zwischendurch doch ganz gerne mal hört. Mitunter sind Songs dabei, die einen in der Vergangenheit geprägt haben, mit denen man aufgewachsen ist oder mit denen man den ein oder anderen ganz besonderen Moment verbindet. Aaron Bruno, der mit seinem Welthit "Sail" als Awolnation bekannt wurde und inzwischen ein Bandprojekt daraus gemacht hat, geht da einen anderen Weg. Mit seinem neuen Album "My echo, my shadows, my covers and me" hat er eine elf Track schwere Liste erschaffen, die voll mit Coverversionen großer Hits ist. Dazu holte er sich prominente Gäste, die man, ähnlich wie Awolnation, niemals mit diesen Songs in Verbindung gebracht hätte.

Los geht es mit Midnight Oils "Beds are burning". Tim McIlrath schreit sich hier in Rise-Against-Manier zum Refrain die Seele aus dem Leib. Niemand geringeres als Beck ist der Partner für "Eye in the sky" von The Alan Parsons Project. Conor Mason singt Michael Sembellos "Maniac". Kannste' Dir nicht ausdenken. Ein Highlight folgt auf diesem Album dem nächsten. Nachdem Taylor "Mmmbop" Hanson "Material girl" singt, folgt eine der großen Hymnen der deutschen Geschichte, "Wind of change". Dafür haben sich die US-Amerikaner Brandon Boyd und Portugal.The Man an Bord geholt, verrückt. Grouplove begleitet bei "Waiting room" von Fugazi, und Midland hält her für ein Feature, um Gilbert O'Sullivans Klassiker "Alone again" zu covern. Lediglich bei "Drive" von The Cars hat es sich Bruno nicht nehmen lassen, den Song ganz allein zu interpretieren. Dazwischen weitere Songs mit Jewel, Hyro The Hero und Elohim.

Diese nostalgischen Trash-Vibes, die jedem sofort in den Sinn kommen, sind Songs wie "Maniac", "Take a chance on me" oder "Material girl" kaum zu nehmen. Die Band um den Kalifornier versucht auch gar nicht, irgendwelche Vibes zu nehmen oder zu verändern. Das ganze Album ist gar nicht großartig anders als die Originale. Klar, mehr Synthies, prägnanterer Bass, voluminöser und teils sicher auch pompöser sind die Songs produziert. Die Credits für den Löwenanteil der Songs bleiben aber immer und zweifelsfrei bei den ursprünglichen Interpreten. Es ist keine Parodie oder sonst was Abwertendes. Es ist schlicht nichts anderes als eine Huldigung, eine Hommage an vergangene Zeiten. Und eine äußerst gelungene noch dazu.

Schon beim Blick auf die Tracklist mit all den seltsamen, gar vogelwilden Kombinationen aus Songs, Awolnation und ihren Gästen zwingt sich, ob dieser einzigen Absurdität, ein unaufhaltsames Grinsen ins Gesicht. Und beim Durchhören der Tracks kommt dieses Gegrinse wieder und wieder. Keine Ahnung, ob diese guilty pleasures der Band überhaupt wirklich welche sind. Mit welchem Selbstbewusstsein und mit welcher Euphorie diese hier vorgetragen wird, lässt auf jeden Fall daran zweifeln. Dieses Album unterhält bestens. Die Songauswahl, die Stimmen, die Stimmung, die Produktion und der Sound, es macht einfach alles unfassbar gute Laune.

(Paul Milde)

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Highlights

  • Beds are burning (feat. Tim McIlrath)
  • Take a chance on me (feat. Jewel)
  • Just a friend (feat. Hyro The Hero)
  • Material girl (feat. Taylor Hanson)
  • Wind of change (feat. Portugal.The Man & Brandon Boyd)

Tracklist

  1. Beds are burning (feat. Tim McIlrath)
  2. Eye in the sky (feat. Beck)
  3. Take a chance on me (feat. Jewel)
  4. Maniac (feat. Conor Mason)
  5. Just a friend (Hyro The Hero)
  6. Material girl (feat. Taylor Hanson)
  7. Wind of change (feat. Portugal.The Man & Brandon Boyd)
  8. Waiting room (feat. Grouplove)
  9. Drive
  10. Flagpole Sitta (feat. Elohim)
  11. Alone again (feat. Midland)

Gesamtspielzeit: 44:01 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

MasterOfDisaster69

Postings: 781

Registriert seit 19.05.2014

2022-05-19 13:15:45 Uhr
was Fiep sagt.
Braucht keine Sau.

Fiep

Postings: 1012

Registriert seit 29.04.2014

2022-05-16 17:23:02 Uhr
... ist mir alles wirklich viiiel zu nahe am original, mit einer zu vollen produktion. Ich seh für mich keinen mehrwert darin.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 10512

Registriert seit 13.06.2013

2022-05-15 20:35:35 Uhr
Wind of Change ist sehr gut.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 22687

Registriert seit 08.01.2012

2022-05-12 20:56:43 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 22687

Registriert seit 08.01.2012

2022-04-01 18:35:12 Uhr - Newsbeitrag



AWOLNATION und TAYLOR HANSON veröffentlichen
Cover Version von
MADONNA's Klassiker
"Material Girl"

DER SONG IST DIE NEUESTE AUSKOPPLUNG AUS DEM AM 6. MAI ERSCHEINENDEN COVERALBUM
“MY ECHO, MY SHADOW, MY COVERS AND ME”


AWOLNATION haben heute zusammen mit Taylor Hanson eine mitreißende Coverversion von Madonna’s Klassiker "Material Girl" veröffentlicht. Der Song ist die neueste Auskopplung aus AWOLNATIONs kommendem Cover- und Kollaborationsprojekt My Echo, My Shadow, My Covers and Me, das am 6. Mai über Better Noise Music erscheinen wird. Das Album ist in Zusammenarbeit mit Beck, Jewel, Portugal. The Man und anderen Künstlern entstanden. Es ist ein kollaboratives Projekt und beinhaltet eine Sammlung meisterhaft gearbeiteter und sorgfältig kuratierter Coverversionen, die aus der persönlichen Verbindung zwischen AWOLNATION Mastermind Aaron Bruno und den jeweiligen Künstlern hervorgegangen sind. Das Ziel des Projekts ist es, die heilende Kraft der Musik zu veranschaulichen. Das Album kann ab jetzt vorbestellt werden.

Das offizielles Musikvideo zum Song wurde heute ebenfalls veröffentlicht und setzt das Ziel des Albums fort, die Hörer auf eine nostalgische Reise mitzunehmen. Das Video ist eine Hommage an die Originalversion von "Material Girl" aus den 1980er Jahren und zeigt eine eklektische Sammlung aus 80er-Jahre-Futurismus und alten TV-Clips, die miteinander verwoben werden. Das Video gibt es HIER zu sehen.

Aaron Bruno über die Veröffentlichung: “Taylor Hanson is a very very good singer. And an amazingly kind person. I asked him to try ‘Material Girl,’ and he was definitely thrown off by it at first, but after hearing the final product, I am so happy I convinced him to do it!”

Taylor Hanson fügt hinzu “My first introduction to the project was simply the idea of working on an unexpected cover song, and a project that would have many different collaborators as a part of it, and that had my interest. The song ‘Material Girl’ was surprising on several levels, because it’s a song I would never expect either AWOLNATION or HANSON to cover. I loved the challenge of covering the song and staying true to the composition, while giving an authentic interpretation that I was proud of. I think the combination of the track Aaron built and the vocal arrangement I was able to contribute is a dynamic combination."


MY ECHO, MY SHADOW, MY COVERS AND ME Tracklisting

Beds Are Burning (featuring Tim McIlrath of Rise Against)
Eye In The Sky (featuring Beck)
Take A Chance on Me (featuring Jewel)
Maniac (featuring Conor Mason of Nothing But Thieves)
Just A Friend (featuring Hyro The Hero)
Material Girl (featuring Taylor Hanson of Hanson)
Wind of Change (featuring Brandon Boyd of Incubus & Portugal The Man)
Waiting Room (featuring Grouplove)
Drive (On digital only)
Flagpole Sitta (featuring Elohim)
Alone Again (featuring Midland)


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