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Friska Viljor - Don't save the last dance

Friska Viljor- Don't save the last dance

Crying Bob
VÖ: 13.05.2022

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Frohsinn mit Bremse

Im November 2017 stand einmal mehr der Rolling Stone Weekender auf dem Programm. Ein Festival in unmittelbarer Nähe zum Ostseestrand, jährlich lockend mit einem ausgewählt guten Programm, inzwischen umbenannt in Rolling Stone Beach. Die Hauptbühne steht in einem großräumigen Zelt und begrüßt zu später Stunde gerne auch ganz große Namen. Nur: Bevor die aufgerufen werden, muss irgendwer den Anfang machen. 2017 war das Friska Viljor vorbehalten, und trotz großer Präsenz im Plattentests.de-Kosmos muss an dieser Stelle kleinlaut zugegeben werden: Der Rezensent erlebte damals den Erstkontakt mit den Skandinaviern. Schnell wurde klar: Die können was! (Anderen war das natürlich längst klar.)

Sprung in die Gegenwart: Friska Viljor legen "Don't save the last dance" vor, ihr mittlerweile achtes Studioalbum. Nach dem ungewohnt introvertierten "Broken" aus dem Jahr 2019, das persönliche Rückschläge im Leben des Duos Joakim Sveningsson und Daniel Johansson verarbeitete, kehren die Stockholmer zunächst einmal mit großem Schwung zurück auf die Bühne. In den beiden Auftaktstücken "My own Satan" und "All these fears" regiert musikalisch jene Energie, die gerade die Live-Performances so unwiderstehlich macht. Keine Frage: Diese Nummern bereichern die Setlists zukünftiger Auftritte. Parts zum Mitpfeifen, Passagen zum Mitsingen, kleine Bläser-Einschübe – Friska Viljor schielen hier unmissverständlich auf das Konzertleben.

Indes: Auch auf "Don't save the last dance" lauert ein doppelter Boden, "Something is holding me down on the ground", heißt es zum Beispiel im nur scheinbar luftig-lockeren "My band". Und in der Folge tritt das Duo auch musikalisch mehr und mehr auf die Bremse, angefangen bei "Inbreeds", danach und vor allem im ganz reduzierten Stück "Rest". Ein Moment des Innehaltens, praktisch nur von einer dezent eingesetzten Akustikgitarre begleitet. "Turn the tide" zum Finale kommt fast als Gute-Nacht-Musik daher.

17 Jahre nach ihrer Gründung schaffen die Indie-Rocker noch immer unbeschwerte Momente, die auf jedem Festival für gute Laune sorgen. Mit Blick auf die Welt, die nicht nur die beiden Skandinavier vor große Rätsel stellt, und vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen hat sich längst aber eine nachdenkliche Zwischennote etabliert, die musikalisch auch auf diesem Album zum Ausdruck kommt. Bei dem Versuch, daraus eine perfekte Mischung zusammenzufügen, befinden sich Friska Viljor noch auf der Suche, wenngleich "Don't save the last dance" so viele gute Momente beinhaltet, dass es nicht als Rückschritt aufgefasst werden darf. Übrigens: 2017 waren sie beileibe nicht jedem schon ausreichend bekannt; im ersten Entwurf des Festival-Timetables firmierten sie als Friskar Viljor. Das dürfte inzwischen nicht mehr passieren …

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • My own Satan
  • All these fears
  • Inbreeds

Tracklist

  1. My own Satan
  2. All these fears
  3. My band
  4. Inbreeds
  5. Rest
  6. I will hold on
  7. Cheating eyes
  8. Not enough
  9. Look at now
  10. Mastr city lights long fade
  11. Turn the tide

Gesamtspielzeit: 40:18 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

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2022-05-05 20:19:42 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2022-04-28 19:03:03 Uhr - Newsbeitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2022-04-14 19:59:50 Uhr - Newsbeitrag


Das Stockholmer Indie-Duo, dass für seine mitreißenden Live-Shows und zuckersüßen, manchmal kindlich-naiven Melodien bekannt ist, zeigt sich auf ihrem achten Album "Don't Save The Last Dance", das am 13. Mai erscheinen wird, wieder von ihrer besten Seite. Nicht ganz so düster wie auf "Broken", schleicht sich zu all der Melancholie und den Selbstzweifeln noch ein weiterer Aspekt ein: Der Blick auf die zahlreichen dystopischen Szenarien, die die Welt heute zu bieten hat. Während auf dem 2015er-Album "Remember Our Name" zunächst die Perspektive des Elterndaseins und die damit einhergehenden Sorgen thematisiert wurden, wird heute verstärkt die Frage aufgeworfen, welche Welt die heranwachsende Generation erwartet.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2022-04-11 17:41:04 Uhr - Newsbeitrag


Friska Viljor kündigen mit "Inbreeds" neues Album an!

Band:
Friska Viljor

Single "Inbreeds":
VÖ 07.04.2022

Album:
neues Album im Mai, mehr Infos in Kürze

++ Album im Mai und große Tour durch Deutschland, Österreich & Schweiz ++


Das Stockholmer Indie-Pop-Duo Friska Viljor alias die lebenslangen Freunde Daniel Johansson und Joakim Sveningsson haben am 7. April ihren Song "Inbreeds" veröffentlicht. Der von Daniel gesungene Song beginnt mit spärlichem Falsett-Gesang, begleitet von einer einzelnen akustischen Gitarre. Danach folgen sechs Minuten filmische Dramatik, die schließlich in ein episches Outro mit einem auf Schwedisch gesungenen Gebet mündet, das uns alle auffordert, aufeinander aufzupassen.

Daniel über den Song: „It's a song about today's polarization of our society, hoping that we’ll find a path to unite. The lyrics to this song were written in 2015. It’s unbearably sad to see what’s going on around us at the moment, and the fact that the lyrics could have been written today just as 7 years ago is depressing beyond words. Still, we hope for change to come!”

Der Song ist Teil eines neuen Zyklus der schwedischen Band, die in den vergangenen 15 Jahren sieben Alben veröffentlicht und über 500 Live-Shows auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und den USA gespielt hat. Mit den vorangegangenen Singles "My Band" und "My Own Satan" haben Friska Viljor begonnen, sich für diese neue Ära warm zu spielen.

Weitere Singles werden in den nächsten Monaten folgen, bevor das im Mai erscheinende neue Album von Friska VIljor gebührenden mit einer großen Tour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz gefeiert wird.
"Inbreeds" gibt es hier zu hören!

Friska Viljor Tour 2022
Support: MESSINA

22.05.2022 - Rostock, Helgas Stadtpalast
23.05.2022 - Hamburg, Uebel & Gefährlich
24.05.2022 - Berlin, Kesselhaus
25.05.2022 - München, Backstage
26.05.2022 - Köln, Gloria
27.05.2022 - Darmstadt, Centralstation
28.05.2022 - Zürich (CH), Mascotte
29.05.2022 - Salzburg (A), Rockhouse
30.05.2022 - Wien (A), Flex
01.06.2022 - Dornbirn (A), Conrad Sohm
02.06.2022 - Linz (A), Posthof
03.06.2022 - Aflenz (A), Sublime
10.08.2022 - Dresden, Beatpol
11.08.2022 - Münster, Sputnikhalle
12.08.2022 - Stuttgart, Im Wizemann

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 22687

Registriert seit 08.01.2012

2021-06-25 21:22:03 Uhr - Newsbeitrag

Neue Single vom Stockholmer Duo und die Aussicht auf ein neues Album. Tourdaten für 2022 gibt es auch!

Liebe Freunde, liebe Medienpartner,

das schwedische Indie-Pop-Duo Friska Viljor, bestehend aus den seit Schultagen befreundeten Daniel Johansson und Joakim Sveningsson, läuten mit ihrer neuen Single "My Own Satan" eine neue Runde ihrer bereits 15-jährigen Bandkarriere ein.
Der von Daniel Johansson gesungene Song kommt mit den für die Band typischen, hochgradig eingängigen Hooks und smartem Songwriting, das frische Elemente mit ihrem bittersüßen Trademark-Sound kombiniert.
Kein Wunder, denn der Song hatte eine Menge Zeit zum Wachsen: "Die erste Version des Songs entstand auf einem Sommerfestival im Jahr 2014, wo er mir nach einer euphorischen Show in den Kopf kam, noch völlig unter Adrenalin vom Konzert und dem Klang der jubelnden Menge in den Ohren. Wir trugen die Idee jahrelang mit uns herum, fanden aber nie den richtigen Twist, um einen kompletten Song daraus zu machen. Jetzt endlich passten die Puzzleteile zusammen und plötzlich ergab alles einen Sinn! Der Text behandelt das Leben in einer Gesellschaft, in der es so schwierig ist, immer das Richtige bzw. Gutes zu tun. Die Versuchung, sich über Social-Media-Posts aufzuplustern, brutale Sprache zu benutzen, um seinen Standpunkt durchzusetzen, sich auf sich selbst statt auf die Gruppe zu konzentrieren, mit seinen Kindern über die Rettung der Umwelt zu reden, während man sein Vermögen in "schmutzige" Aktien steckt. Alles um uns herum ist so eingerichtet, dass es dem Ego dient. Und jedes Mal, wenn man merkt, dass man wieder einmal versagt hat, sucht man nach jemand anderem, dem man die Schuld geben kann, anstatt mit dem Finger auf dich selbst zu zeigen." (Daniel Johansson)

Zum ersten Mal überhaupt, hat die Band den Mix des Songs in die Hände eines externen Produzenten gegeben, wobei die Wahl auf den ersten Blick überaus ungewöhnlich scheint. "My Own Satan" wurde vom früheren Rammstein-Produzenten Carl-Michael Herlöfsson abgemischt. Aber keine Angst: Es gibt weder rollende "R"s noch ruppige Stakkato-Gitarren zu hören. Im Gegenteil: Der Song klingt lebendiger und frischer denn je!

"My Own Satan" gibt es ab sofort hier zu hören.


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