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Caliban - Dystopia

Caliban- Dystopia

Century Media / Sony
VÖ: 22.04.2022

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

So perfekt

Das Jahr 2022 markiert für Caliban ein besonderes, schließlich haben sich Andreas Dörner und Marc Görtz vor 25 Jahren musikalisch zusammengetan und mit der Kapelle Never Again den Grundstein für das bis heute andauernde Gemeinschaftswerk gelegt. Die eigentliche Silberhochzeit steht für Caliban zugegebenermaßen erst ein Jahr später an, denn seit 1998 ist die Formation unter diesem Namen aktiv. Der Fangemeinde der deutschen Metalcore-Pioniere bescheren Dörner und Görtz zur Vorbereitung auf die Jubiläumsfeierlichkeiten mit ihren aktuellen Mitstreitern das inzwischen 13. Studioalbum: "Dystopia" liefert in elf Songs ganz viel Bandtypisches.

Eigentlich war das alles ein wenig anders geplant, doch die sattsam bekannte Pandemie brachte auch im Caliban-Kosmos einiges durcheinander. Statt einer regulären Albumveröffentlichung präsentierten Caliban 2021 ein experimentelles Werk: "Zeitgeister" förderte alte Songs in neuem Gewand, sprich: mit deutschen Texten, zutage. Mit Verspätung nahmen die Musiker die Arbeit an "Dystopia" wieder auf, feilten an den vorhandenen Grundstrukturen und gossen das alles zusammen. Mit dem Titeltrack fallen die Herrschaften direkt mit der Tür ins Haus, Andreas Dörner schreit sich die Seele aus dem Leib, kurze Zeit später ist der erste Cleangesang fällig. Dass Caliban nach wie vor zur Eskalation fähig sind, beweist "VirUS", ein brachialer Kracher, der live gewiss ordentlich Leben in die ohnehin brodelnde Masse bringen wird.

Mit offenen Armen hat die Band auf "Dystopia" einige Gäste empfangen. Gleich zum Auftakt mischt Christoph Wieczorek von Annisokay beim Titelsong mit, der nicht zuletzt dank der fremden Stimme zu einem Höhepunkt des Ganzen mutiert. In der Folge veredelt Marcus Bischoff von den Caliban-Weggefährten Heaven Shall Burn das besagte "VirUS", während schließlich im famosen "Dragon" Jonny Davy von Job For A Cowboy seine Qualitäten einbringt. Bei allem Spaß am musikalischen Krawall gönnen sich Caliban übrigens nach bewährtem Muster auch mal dezidiert entspanntere Passagen, beispielsweise in "Hibernate" im letzten Drittel des Albums.

Caliban haben ihr Tun längst perfektioniert, die Produktion ist hochwertig, alles sitzt, wackelt und hat Luft. Das ist einerseits verlässlich gut, andererseits bleibt immer der kleine Beigeschmack, dass die ein oder andere frische Idee gut tun würde. Da "Dystopia" aber einige überdurchschnittliche Nummern bereithält, reiht sich das 13. Studiowerk der Nordrhein-Westfalen qualitativ zwischen dem sehr guten "Gravity" von 2016 und dem eher durchwachsenen "Elements" von 2018 ein. Und die Sehnsucht, endlich wieder auf die Bühnen losgelassen zu werden, merkt man allem in jeder Sekunde an.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Dystopia (feat. Christoph Wieczorek)
  • VirUS
  • Dragon

Tracklist

  1. Dystopia (feat. Christoph Wieczorek)
  2. Ascent of the blessed
  3. VirUS (feat. Marcus Bischoff)
  4. Phantom pain
  5. Alien
  6. sWords
  7. Darkness I became
  8. Dragon (feat. Jonny Davy)
  9. Hibernate
  10. mOther
  11. The world breaks everyone

Gesamtspielzeit: 43:44 min.

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Armin

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2022-04-27 20:46:25 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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