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Ignite - Ignite

Ignite- Ignite

Century Media / Sony
VÖ: 25.03.2022

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Mashup-DJs, aufgepasst!

m November 2019 verkündete Zoltán "Zoli" Téglás seinen Abschied von Ignite. Zuvor stand er 25 Jahre bei der Hardcore-Institution aus Orange County am Mikrofon und prägte als Frontmann mit seiner Stimme maßgeblich den Sound der Band. Nach kurzer Schockstarre kehrte die Band um Gründungsmitglied Brett Rasmussen letztes Jahr mit zwei Singles und einem neuen Sänger, Eli Santana, zurück. Santana spielte vorher Gitarre bei der Speed-/Thrash-Metal-Kapelle Holy Grail, kann singen und schreien und bemüht sich redlich, die großen Fußstapfen des Vorgängers auszufüllen.

Auf dem ersten gemeinsamen Album gelingt ihm das in "Call of the dogs" sehr gut, vor allem, wenn er gegen Ende seine Metal-Stimme auspackt und damit dem Song eine eigene Note verpasst. Das macht er jedoch leider zu selten, und so wirkt sein Gesang zwar solide, lässt aber einen individuellen Charakter vermissen. Bei "This day" versucht sich Santana sogar an einer stimmlichen Imitation Téglás, was aber glücklicherweise eine Ausnahme bleibt. Soundtechnisch beweist der Song hingegen, dass Ignite ihrem eingängigen melodischen Hardcore treu bleiben. Auch "Anti-complicity anthem" oder "State of Wisconsin" sind klassische Ignite-Hymnen und werden die über die Jahrzehnte aufgebaute, weltweite Fanbase sicherlich live begeistern. Die große und treue Anhängerschaft dürfte wohl auch ein Grund dafür gewesen sein, dass sich die Band fürs Weitermachen entschieden und trotz des Sängerwechsels ihren Namen behalten hat.

Auch inhaltlich wagen die Hardcore-Veteranen keine Experimente. In ihren Songs prangern sie weiterhin die soziale Ungerechtigkeit an. "On the ropes" beschreibt eindringlich die Hilflosigkeit eines in einem ausweglosen Leben Gefangenen. Aufgrund des aktuellen Konflikts in der Ukraine bekommt die Zeile "If this is war, tell me what I'm fighting for? / Tell me what I'm fighting for?" eine besonders bittere Note. Für "Enemy" und "Let the beggars beg" versuchen sich Ignite an einem massenkompatibleren, rockigeren Sound, und besonders bei letzterem beweist Santana, was er an Stimmvolumen zu bieten hat. Zoltán Téglás hat nach seinem Abgang von Ignite übrigens mit Ocean Hills eine neue Band gegründet, die relativ drögen und unspektakulären Alternative-Hardrock spielt. Wer damit nichts anfangen kann, aber auch mit Eli Santana fremdelt, der kann sich ja ein Mashup aus den beiden Bands bauen. Vielleicht kommt dabei ein bisschen das Gefühl der Ignite-Hymnen "Veteran" und "Bleeding" zurück.

(Andreas Rodach)

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Highlights

  • On the ropes
  • Call off the dogs
  • State of Wisconsin

Tracklist

  1. Anti-complicity Anthem
  2. The river
  3. This day
  4. On the ropes
  5. The butcher in me
  6. Call off the dogs
  7. The house is burning
  8. Enemy
  9. State of Wisconsin
  10. Let the beggars beg

Gesamtspielzeit: 31:16 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Hoschi

Postings: 1019

Registriert seit 16.01.2017

2022-04-14 14:42:01 Uhr
@ tjsifi

Dieses Phänomen hatte die letzte The Offspring auch schon.
Über Handy Lautsprecher(nicht dass ich sowas nutze) klingt die deutlich besser als über mehr DT770 Beyer Kopfhörer.
Echt übel !

tjsifi

Postings: 599

Registriert seit 22.09.2015

2022-04-14 14:15:52 Uhr
@Hoschi: Jepp absolut furchtbar. Je besser der Kopfhörer desto schlimmer der Sound.

Hoschi

Postings: 1019

Registriert seit 16.01.2017

2022-03-29 12:55:31 Uhr
Die Songs an sich sind nicht übel aber, alter Schwede, selten eine miesere, klinischere und totkomprimiertere Produktion gehört.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 22687

Registriert seit 08.01.2012

2022-03-23 21:19:42 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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