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Texas - Careful what you wish for

Texas- Careful what you wish for

Mercury / Universal
VÖ: 20.10.2003

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Wunschdenken

Viele haben schon wieder vergessen, daß sich hinter "Texas" nicht nur die Heimat von George W. Bush verbirgt, sondern auch noch eine schottische Band gleichen Namens. Und in der Tat sind schon wieder vier Jahre vergangen, seit Sharleen Spiteri und ihre Jungs mit "Summer son" und ihrem Comeback-Album "The hush" die Musikwelt durcheinanderwirbelten. Die erneute Rückkehr mußte also gewissenhaft vorbereitet werden. Und da man nicht schon wieder ein Video drehen wollte, in dem sich die Sängerin mit einem unbekannten Kerl auf einem Bett vergnügt, hieß es diesmal, auf andere Weise Aufmerksamkeit zu erregen.

Mit Guy Chambers, dem frisch gebackenen Ex-Songschreiber von Robbie Williams, und dem kanadischen Nachwuchsrapper Kardinal Offishall holte man sich tatkräftige Unterstützung für einzelne Songs. Und generell sollte die Devise lauten: Wer wagt, gewinnt. Das geht auch einige Male gut, die meiste Zeit klingt die Platte aber vor allem nach Texas selbst. Was ja nicht weiter schlimm wäre, wenn man nicht andauernd das Gefühl hätte, daß da alte Melodielinien wiederverwertet wurden. Für bestenfalls nette Pop-Nummern und belanglose Midtempo-Harmlosigkeiten.

Die einzelnen Songs müssen mit ausgefallenen, aber selten zweckmäßigen Effekten aufgeblasen werden, um wenigstens nach irgendwas zu klingen. So ist es bezeichnend, daß "Carnival girl" und die anderen Höhepunkte des Albums Kollaborationen mit irgendwelchen HipHop-Artists sind. Gewiß, die Fotos im Booklet rechtfertigen den Preis des Albums schon fast alleine. Trotzdem vermißt man, was Texas einmal ausmachte: eingängige Melodien, Songs zwischen Pathos und Arschtritt - kurz: das texanische Gewürz. Mit Sicherheit ist auch ein mittelmäßiges Texas-Album wohltuender als jede Rede des Juniorpräsidenten, und unter Garantie wird es nie einen so großen Schaden anrichten. Aber damit diese Platte großen Zuspruch bekäme, müßte man schon in Florida abstimmen lassen.

(Lukas Heinser)

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Highlights

  • Carnival girl
  • Under your skin
  • Place in my world

Tracklist

  1. Telephone X
  2. Broken
  3. Carnival girl
  4. I'll see it through
  5. Where did you sleep?
  6. And I dream
  7. Careful what you wish for
  8. Big sleep
  9. Under your skin
  10. Carousel dub
  11. Place in my world
  12. Another day

Gesamtspielzeit: 42:53 min.

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