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Weakened Friends - Quitter

Weakened Friends- Quitter

Big Scary Monsters / The Orchard
VÖ: 19.11.2021

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

So perfekt unperfekt

Willkommen zu einem Album, das beweist: Poppunk's definitely not dead. Weakened Friends, das Trio um Frontfrau und Songwriterin Sonia Sturino, haben mit "Quitter" ein Album über falsche Freunde und verlorenes Selbstbewusstsein veröffentlicht, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Vergleicht man "Quitter" mit dem Debütalbum "Common blah" von 2018, hört man, dass die Band es geschafft hat, ihren Sound zu verfeinern und Details besser herauszustellen. Auch Gesang und Arrangement klingen ein wenig gezielter, was dem Sound nur gut tut. Sturinos Gesang ist nicht immer zu hundert Prozent auf dem Ton, aber genau das ist Absicht. Hier geht es darum, Verletzlichkeit und Unperfektes zu zeigen, die Zuhörer*innen an sich heran zu lassen und ihnen etwas zu geben, das man auf überfüllten Kellerkonzerten aus vollem Herzen mitsingen kann.

Die drei Musiker*innen aus Maine orientieren sich offensichtlich an anderen Rock-Größen wie Paramore oder Halestorm. Die Gitarrensounds, das Arrangement, das ist alles vielleicht nichts Neues. Aber Weakened Friends haben es geschafft, mit offensichtlichen Genre-Werkzeugen ein ganz individuelles Werk zu schaffen, in dem man deutlich ihre Handschrift herauslesen kann.

Mit dem ersten Song auf dem Album zeigen Weakened Friends, wie man Spannung aufbaut. Es ist ungewöhnlich, das Album mit einem langsamen Stück beginnen zu lassen. Doch die Stimmung und der Druck verändern sich hier so sehr, dass "Bargain bin" genau der Paukenschlag zur Eröffnung ist, den man sich erhofft. Der namensgebende Song "Quitter" behandelt eine Beziehung, in der es nicht so richtig zu laufen scheint. "No one likes a quitter", aber warum an etwas festhalten, das sich nie so richtig gut anfühlt? Dass Sturino im nächsten Song singt "Everything is better when you're not around", scheint ein deutliches Zeichen zu sein, wie die Beziehung ausgegangen ist. Jedes Stück auf dem Album steht für sich. Es gibt vielleicht nicht unbedingt viel Abwechslung. Das bedeutet aber nur, dass Weakened Friends die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln.

(Alyssia Schröder)

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Highlights

  • Bargain bin
  • Quitter
  • Tunnels

Tracklist

  1. Bargain bin
  2. Quitter
  3. Everything is better
  4. 25th
  5. Tunnels
  6. Planes
  7. Spew
  8. What you like
  9. Haunted house
  10. The last ten
  11. Point of interest

Gesamtspielzeit: 32:34 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

MasterOfDisaster69

Postings: 690

Registriert seit 19.05.2014

2021-11-18 15:12:18 Uhr
Dear Sonia, Annie and Adam. Yes, sometimes the bloody truth is difficult to take. But please, make your parents a favor and get a real job. In your college rock type of music nothing is special, everything is predictable, and don't get overwhelmed by the valuation you got here on Plattentests.de, they give 7/10 for so much shitty music, so be realistic and make your parents happy...

a friend

Robert G. Blume

Postings: 756

Registriert seit 07.06.2015

2021-11-11 13:53:04 Uhr
Muss ich leider den Besserwisser geben: der Titelsong wie das ganze Album handeln davon, wie es ist, von der Musik eher schlecht als recht leben zu können, und vom Hadern damit, ob man nicht doch eher hinschmeißen und sich einen „richtigen“ Job suchen soll.
Sagt zumindest die Bio:

„Portland, Maine indie rock trio Weakened Friends dive into the honest truth of being a working musician on their new LP, Quitter, reflecting on lost friendships and self-worth swallowed up by burnout. Songwriter, guitarist, and vocalist Sonia Sturino is supported by Annie Hoffman (bass/vocals) and Adam Hand (drums), filling out a mature and emotive sound.

Central to the record thematically is the empty threat of quitting music and “getting a real job”. Sturino wrestles with her relationship with music on the title track, shouting “I love it, but it never really feels okay” over scorching guitars. Despite the implications of the title, quitting is not an option for the band.“

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21488

Registriert seit 08.01.2012

2021-11-10 22:10:31 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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