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Joy Crookes - Skin

Joy Crookes- Skin

Sony
VÖ: 15.10.2021

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Kein Vergleich

In einem Satz vergleicht der britische The Guardian Joy Elizabeth Akther Crookes mit Amy Winehouse, Ella Fitzgerald und Nina Simone. Auch wenn bei der ersten Vergleichsperson wohl vor allem auf die Stimme und bei Fitzgerald und Simone auf Persönlichkeit und politische Einstellung angespielt wird, hat ein solcher Satz es durchaus in sich. Die Erwartungen an ein Album, dass von einer jungen Frau veröffentlicht wird, die mit ebenjenen Personen in einem Atmezuge genannt wird, sind zweifelsohne eine große Bürde. Aber irgendwie ist die talnetierte Dame ja auch selber schuld. Drei EPs hat sie seit 2018 als Joy Cookes rausgebracht. Drei Mal abgeliefert und folglich drei Mal die Erwartungen an ein Debüt gesteigert. Dieses Debüt ist nun da. "Skin" heißt Joy Crookes' erstes Album.

Früh auf diesem Album wird klar, woher diese Vergleiche rühren. "I don't mind" lässt keinen Zweifel daran, welch großartige Stimme die Londonerin hat. Sie singt in dem Song über eine Affäre, die eben nur eine Affäre ist und dennoch: Ein wenig Spannung, ein wenig Hoffnung, dass eine gemeinsame Zukunft dabei herausspringt, bleibt. Dieser Song, wie auch die übrigen, sind geprägt von autobiografischen Erzählungen. Die 23-Jährige singt über vergangene, zerbrochene Liebeschaften und über Begegnungen, welche eher flüchtiger Natur waren. Ebenso erzählt sie aber auch von politischen Themen und offenbart Ängste. Im Track "Kingdom" singt Crookes "Who's got love for the taking? / Who's got heart for the aching? / No such ting as a kingdom / When tomorrow's done for the children" und deutet eine düstere Zukunft an. Und auch mentale Gesundheit thematisiert die Britin auf bewegende Art und Weise. Im Titeltrack besingt sie eine ihr nahestehende Person, die aufgeben möchte und gibt ihr bestärkend mit auf den Weg: "You've got a life / You've got a life worth living". Der ihr wichtigste Track auf diesem Album, wie sie selbst sagt.

Joy Crookes tänzelt mit ihrer souligen Stimme über verspielte Percussions und balanciert sie zwischen Streichern, Bläsern, groovigen Bass-Lines und jazzigem oder einfach klassischem Piano, dass es eine Freude ist ihr zuzuhören. Mal kraftvoll, mal ganz zart. Hier und da melancholisch und dann und wann mit Witz. Klar, die Ähnlichkeit in Stimme oder Stil der politischen Ausrichtung sind da und schwer zu leugnen. Vergleiche jeglicher Art sind aber dennoch absolut unnötig und vernebeln nur den Blick auf dieses so vielversprechende Talent. R'n'B, Soul, Jazz, Pop, Neo-Soul oder eben Elemente aller dieser Genres. Wie auch immer man nennt, was diese junge Frau in 13 Tracks auf ihrem Debüt preisgibt: Es ist intim und empathisch, zeugt von Weit- und Umsicht und es ist ehrlich. "Skin" macht Freude und bewegt. Vor allem ist es aber eins: Ziemlich großartig.

(Paul Milde)

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Highlights

  • I don't mind
  • Poison
  • When you were mine
  • Kingdom
  • Skin

Tracklist

  1. I don't mind
  2. 19th floor
  3. Poison
  4. Trouble
  5. When you were mine
  6. To lose someone
  7. Unlearn you
  8. Kingdom
  9. Feet don't fail me now
  10. Wild Jasmine
  11. Skin
  12. Power
  13. Theek ache

Gesamtspielzeit: 42:49 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Nummer Neun

Postings: 287

Registriert seit 14.06.2013

2021-11-25 14:04:03 Uhr
Das Album mag ich auch sehr und ich habe mir auch eine signierte Version gegönnt ;)

Kommt Anfang nächsten Jahres auf Tour nach Deutschland - in München leider am gleichen Abend wie Mogwai :/

Francois

Postings: 227

Registriert seit 26.11.2019

2021-11-25 14:02:29 Uhr
mehr als toll - die verdient eigentlich noch viel mehr Aufmerksam!
Wunderbares, abwechslungsreiches Album

Die neue Amy?

chillblue

Postings: 8

Registriert seit 22.08.2019

2021-11-24 20:50:04 Uhr
tolle Platte ... endlich signiert angekommen :-)

Francois

Postings: 227

Registriert seit 26.11.2019

2021-10-29 10:40:58 Uhr
Auf FM4 lief mal ein Song - und nach wenigen Sekunden musste ich gleich shazamen, von wem dieser Song, diese Stimme ist...

Freue mich sehr auf das Album - die Dame hat großes Potential!

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21517

Registriert seit 08.01.2012

2021-10-27 21:16:42 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?


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