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Soundtrack - Kill Bill: Vol. 1

Soundtrack- Kill Bill: Vol. 1

Maverick / Warner
VÖ: 06.10.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Und wer wischt das Blut weg?

Quentin Tarantino hat sich in den Neunziger Jahren durch zwei Dinge hervorgetan: Kult-Filme und Kult-Soundtracks. Kein Studentenwohnheim dieser Welt, in dem man nicht die Platten zu "Reservoir dogs", "Pulp fiction" oder "Jackie Brown" finden würde. Nach gerade mal sechs Jahren wirft der gute Mann nun schon wieder ein neues Komplettpaket auf den Markt: "Kill Bill". In dem ebenso unterhaltsamen wie brutalen Zitatenstrauß metzelt sich Uma Thurman einmal um die Welt. Untermalt wird diese Blutorgie wie gewohnt mit allerlässigster Musik aus dem Plattenschrank des Regisseurs.

Und so bilden Rockabilly und fernöstliche Melodien, Soul und J-Rock, HipHop und deutsches Elektrogeschepper eine überraschende, aber weitgehend wohlklingende Einheit, die auch von den eingestreuten Dialogzitaten nicht gestört wird. Etwas so Cooles wie "Battle without honor or humanity" von Tomoyasu Hotei hat man seit "Misirlou" aus dem "Pulp Fiction"-Vorspann nicht mehr gehört. Und auch die zehneinhalbminütige Version von Santa Esmeraldas "Don't let me be misunderstood" groovt so sehr, daß selbst die diversen im Film verlustig gegangenen Gliedmaßen unwillkürlich zu zucken anfangen.

Der Score selbst stammt aus der Feder von The RZA (Wu Tang Clan), der spätestens seit "Ghost dog" Hollywoods Fachmann in Sachen Samuraifilm verkörpert und mit seinen neuerlichen Klängen die Kollaboration mit Xavier Naidoo nahezu vergessen macht. Außerdem wird dem westlichen Hörer die japanische Girlrockband The 5,6,7,8's vorgestellt, deren Rock'n'Roll-Hammer "Woo hoo" bereits seinen kompletten Text im Titel trägt. Für diesen Beitrag in Sachen Völkerverständigung müßte Tarantino selbst von Johannes Rau ein Lob abbekommen.

Aus logistischen Gründen allerdings widerfährt Film und Soundtrack das gleiche Schicksal wie etlichen von Uma Thurmans Gegnern: Sie wurden zweigeteilt. Somit wird man erst im Februar erfahren, wie ihr Rachefeldzug weitergeht und welche musikalischen Leichen Tarantino noch aus seinem Keller nach oben geschleppt hat.

(Lukas Heinser)

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Highlights

  • Bang bang (My baby shot me down) (Nancy Sinatra)
  • Battle without honor or humanity (Tomoyasu Hotei)
  • Don't let me be misunderstood (Santa Esmeralda)
  • Woo hoo (The 5,6,7,8's)

Tracklist

  1. Bang bang (My baby shot me down) (Nancy Sinatra)
  2. That certain female (Charlie Feathers)
  3. The grand duel - (Parte prima) (Luis Bacalov)
  4. Twisted nerve (Bernard Herrmann)
  5. Queen of the crime council
  6. Ode to Oren Ishii (The RZA)
  7. Run fay run (Isaac Hayes)
  8. Green Hornet (Al Hirt)
  9. Battle without honor or humanity (Tomoyasu Hotei)
  10. Don't let me be misunderstood (Santa Esmeralda)
  11. Woo hoo (The 5,6,7,8's)
  12. Crane/White lightning (The RZA/Charles Bernstein)
  13. The flower of Carnage (Meiko Kaji)
  14. The lonely shepher (Zamfir)
  15. You're my wicked life
  16. Ironside (Excerpt) (Quincy Jones)
  17. Super 16 (Excerpt) (Neu!)
  18. Yakuza Oren 1 (The RZA)
  19. Banister Fight (The RZA)
  20. Flip sting
  21. Sword swings
  22. Axe throws

Gesamtspielzeit: 49:45 min.

Referenzen

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