The Darkness - Permission to land

The Darkness- Permission to land

Atlantic / Eastwest / Warner
VÖ: 27.10.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Die nackte Kanone

Die spinnen. Allesamt. Trinken heißes Wasser mit Kräutern und Milch, fahren auf der falschen Straßenseite, futtern Pommes mit Essig, verehren eine überbezahlte Flankenmaschine mit Gockelfrisur und stehen den USA bei ihren Kriegsspielchen treu zur Seite. Und die Queen, die alte Nudel, ist bei allem wahlweise amused oder not amused. Machen wir uns nichts vor: Die Briten haben alle einen an der Waffel. Und daß sie eine Combo wie The Darkness für ganze vier Wochen an die Spitze ihrer Albumcharts hieven, bestätigt nur all das, was wir eh längst gewußt haben.

Irgendwie macht's ja auch Sinn. Schließlich sind The Darkness nun wirklich das Nonminusultra, die allerunterste Schublade, so schlimm wie möglich, das komprimierte Geht-absolut-nicht, bis die Schwarte kracht und der Arzt kommt. So grob über den Daumen gepeilt haben The Darkness auf vier Bandmitglieder verteilt vier Gehirnzellen. Und die baumeln aus der Hose. Frontmatte Justin Hawkins soll weite Teile des Albums im Studio nackt eingesungen haben, weil sonst der richtige Vibe nicht aufgekommen wäre. Würde man bei anderen Bands für einen Promo-Gag halten. Bei The Darkness muß es die nackte Wahrheit sein.

Aber sehen wir das ganze mal nüchtern, hochgeschlossen und streng analytisch: "Permission to land" ist das Debütalbum von Justin Hawkins, Dan Hawkins, Frankie Poullain und Ed Graham, vier britischen Herren mit zebragemusterten, brustfreien Stretch-Fummeln und Haaren am ganzen Körper, die längsten davon auf dem Kopf. Sie toben sich in zehn Tracks mit Songtiteln wie "Love on the rocks with no ice" und Refrainzeilen wie "Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh / Givin' up, givin' up, givin' a fuck" aus. Gitarrensoli werden bei ihnen nicht einfach vermieden, sie werden auch nicht versteckt. Nein, sie werden mit einem stilecht gejaulten "Guiiiiiiiiiiiiiiiitaaaaar!" eingeleitet und gehen dann in die Vollen. Und spätestens hier, liebes Publikum, sollten wir die nüchterne Betrachtung abschließen. Und wahlweise die Flucht ergreifen oder das Gehirn abschalten. Versuchen wir mal letzteres und mischen uns ins Publikum. Cum on feel the noize!

Riff. Noch ein Riff. Und noch eins. Haut rein. Mitmachen, mitgröhlen. "Black shuck" - Black shuck! "Black shuck" - BLACK SHUCK! "Black shuck" - BLÄÄÄÄÄCK SHUUUUUCK! So ganz ohne unnötige intellektuelle Hindernisse läßt sich's astrein abgehen. Gebt mehr von dem heißen Scheiß! "Get your hands off my woman"! Jau! Genau! Mußte mal gesagt werden! Nimm Deine schmierigen Finger da weg! Die Frau ist mir! "I believe in a thing called love / Just listen to the rhythm of my heart." Genitalien wirbeln durch die Luft. Es riecht nach Schweiß und anderen Körpersäften. "Touching you-uuu / Touching me-eee / Touching you-uuu / God you're touching me-eee." Nie wurde Ringelpiez mit Anfassen geiler vertont. Seht Euch vor: Mit The Darkness werdet Ihr ganz schnell warm. In jeglicher Hinsicht.

(Armin Linder)

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Highlights

  • Growing on me
  • I believe in a thing called love
  • Friday night

Tracklist

  1. Black shuck
  2. Get your hands off my woman
  3. Growing on me
  4. I believe in a thing called love
  5. Love is only a feeling
  6. Givin' up
  7. Stuck in a rut
  8. Friday night
  9. Love on the rocks with no ice
  10. Holding my own

Gesamtspielzeit: 38:16 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Delu
2012-10-30 15:01:08 Uhr
Helen MichelAuch das sind genau die Zeilen, wonach man doch immer wdeier sucht, wo stehe ich, wie wirke ich auf andere, dass es nicht ffcr alle dasselbe ist, wird hier genau beschrieben. Vielen Dank
der nette dicke von nebenan
2006-01-04 19:15:51 Uhr
Ich muß sagen beide CDs sind gelungen!
Miss Undercover
2006-01-04 19:14:11 Uhr
das zweite album schlägt einfach ein. viel besser als ihr debüt.
ich bin schlichtweg begeisert.
asgfick
2006-01-04 18:28:48 Uhr
Grausamer Song
The Brightness
2005-06-09 00:10:20 Uhr
Der Sänger klingt wie meine ungölte Hoftür und damit tue ich meiner Hoftür wirklich keinen Gefallen.
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