Alice Cooper - The eyes of Alice Cooper

Alice Cooper- The eyes of Alice Cooper

Spitfire / Edel
VÖ: 22.09.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Lehrplan

Alice Cooper, früherer Bürgerschreck und geistiger Vater von Schockrockern à la Marilyn Manson, muß vor kurzem beim Umgucken in der sogenannten Rockszene so manches Déjà Vu erlebt haben: Hier und dort wird das Hohelied des rauen und reinen Rock'n'Rolls gesungen, Bands wie The White Stripes, The Vines oder The Whatever werden als das Nonplusultra abgefeiert und bekommen Lorbeerkränze frei Haus in ihre Garage geliefert. Da dachte sich der gute Alice mit spröden Erinnerungen an eigene Aufnahmen von vor knapp 30 Jahren: "So 'nen Sound hab ich doch auch mal gemacht."

Also Schluß mit pompös inszenierten Konzeptalben wie den letzen Werken "Brutal planet" und "Dragontown", eine Riege erfahrener Recken um sich geschart, ab ins Heimstudio von Ex-Guns N' Roses-Gitarrero Gilby Clarke und ein kurz wie knackiges Album einspielen, das irgendwo zwischen klassischem Cooper und spätem Hairspray-Metall einzuordnen ist. Irgendwo zwischen den Siebzigern und Achtzigern also. "Between high school & old school." Altes, das wie Neues klingt. Die naive Rotzigkeit heutiger Acts wird dabei allerdings durch die Routine eines alternden Entertainers ersetzt. Das wirkt oft klischeehaft, aber so manches Mal auch entwaffnend charmant. Als Brüller des Albums entpuppt sich "The song that didn't rhyme", welches man in dieser Form doch eher von Ween oder vielleicht Spinal Tap erwartet hätte: "The people found it boring / The groupies were all snoring / The first time we played it live."

Darüber hinaus preist sich der Meister als "Man of the year", erzählt in "This house is haunted" eine kleine Gruselgeschichte, widmet sich bei "I'm so angry" augenzwinkernd dem Punk und liefert mit "Be with you awhile" eine heimelige Ballade ab. "Bye bye baby" ist der klassische Song über den LA-Lifestyle, "Detroit city" featuret Ex-MC5er Wayne Kramer und führt sein Thema schon im Titel: eine Hommage an seine rockende Heimatstadt. Vincent Furnier sleazerockt auf "The eyes of Alice Cooper" so nonchalant und unverkrampft um die Ecke, wie wohl kaum eine der aktuellen "The"-Bands auf ihrem 28ten Album noch tönen wird. Vorausgesetzt, die halten überhaupt so lange durch.

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • What do you want from me?
  • Be with you awhile
  • The song that didn\'t rhyme

Tracklist

  1. What do you want from me?
  2. Between high school & old school
  3. Man of the year
  4. Novocaine
  5. Bye bye baby
  6. Be with you awhile
  7. Detroit city
  8. Spirits rebellion
  9. This house is haunted
  10. Love should never feel like this
  11. The song that didn't ryhme
  12. I'm so angry
  13. Backyard brawl

Gesamtspielzeit: 44:12 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
alize
2005-06-28 05:32:44 Uhr
"Marilyn Manson war doch viel besser.
Oder?"

Oder was?
Marilyn Manson ist nicht schlecht, ok, aber auf keinen Fall BESSER. Ohne Alice Cooper würde es M.M. doch gar nicht geben,...also! ;-P

mercury666
2004-05-21 13:26:04 Uhr
Hey!!!
Nein, ich lass mich nicht provozieren ;-)
...
Aber Manson ist auch geil :-)

Patte
2004-05-21 13:15:22 Uhr
Marilyn Manson war doch viel besser.

Oder?

*ggg*
mercury666
2004-05-21 12:28:40 Uhr
Um diesen Thread wieder nach vorne zu holen :-)

"The Eyes of Alice Cooper"-Tour in Germany:

11.06.2004 Essen - Grugahalle (+The Traceelords)
13.06.2004 Rastatt - Badner Halle (+Brides Of Destruction)
15.06.2004 Dresden - Alter Schlachthof (+The Traceelords)
21.06.2004 München - Tollwood Festival (+Brides Of Destruction)
25.06.2004 Balingen - Bang Your Head Festival
Bleeding
2003-09-28 18:53:06 Uhr
Langweilig ... naja. Es ist ein sehr anspruchsvoll gestrickter Song, in jedem Fall für Cooper-Verhältnisse. Ich denke dass es besser ist derartiges "auszuprobieren" als die 1-Millionste Rock-Ballade die ohnehin alle das gleiche Strickmuster haben.
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