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LLNN - Unmaker

LLNN- Unmaker

Pelagic
VÖ: 24.09.2021

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Der eigene Film

Das Grundrezept von LLNN ist eigentlich recht simpel: Post-Metal der knackigen Sorte. Keine großen Umschweife, keine ausufernden Zehnminüter. Kurzes Ansetzen, und ab die Post: Christian Bonessen keift sich die Seele aus dem Leib, der Rest des Quartetts prügelt sich währenddessen durch eine Melange aus den Sounds von Cult Of Luna, Amenra und wie sie alle heißen. Dazu nennt die Band Meshuggah und Filmmusik als Einflüsse – beides ist hörbar. Natürlich erfinden LLNN damit das Rad nicht neu, müssen sie aber auch gar nicht.

Technisch über jeden Zweifel erhaben, spielen sich LLNN auf ihrem dritten Album in einen fiesen, kopfhörersprengenden Rausch beziehungsweise Strudel der dunkelsten Sorte. Doom-Riffs ohne Zeit zum Ausklingen, berstend tönende Lärmgewalt. Das gepflegte Keifen wird hier und da mit gutturalen Growls unterlegt. Der Opener "Imperial" weist den Weg, dem die anderen neun Titel folgen werden. Musik für (Ver-) Stimmungen der wütenden Sorte. Subtil ist "Unmaker" auf den ersten Eindruck kein bisschen, auf den zweiten finden sich wie im starken "Obsidian" Keyboardeinspieler.

Was LLNN dann doch von anderen abhebt, ist die unglaubliche Dichte, mit der die vier durch "Unmaker" und ihre bisherigen Veröffentlichungen reiten. Zwar bietet etwa "Vakuum" zwei Minuten atmosphärische Unterbrechungen, ansonsten legen sich die Dänen nicht Soundspur für Soundspur zurecht und fügen diese zusammen, wie viele Genrekollegen, sondern fahren gleich das volle Programm und begraben die Zuhörenden unter einem Berg an Lärm. Was übrig bleibt, ist die Essenz dessen, was Post-Metal und Sludge so zu bieten haben.

Chaotisch, schroff, abweisend ist das, versprüht bisweilen Industrial-artige Kälte. Musikalisch wie textlich, denn auch hier steht die modern technisierte Welt im Mittelpunkt des Geschehens. "Unmaker" ist nicht nur eine Untermalung zu einem Horrorfilm – "Unmaker" ist der Horrorfilm. Zwar ist das Schema schnell erkannt und "die Story erzählt", allerdings erfüllt dieses Album seinen kurzweilig unterhaltenden Zweck, sich mal vierzig Minuten die Ohren wegblasen zu lassen, sehr gut.

(Klaus Porst)

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Highlights

  • Imperial
  • Obsidian
  • Division

Tracklist

  1. Imperial
  2. Desecrator
  3. Obsidian
  4. Vakuum
  5. Scion
  6. Interloper
  7. Divison
  8. Forger
  9. Thethers
  10. Ressurection

Gesamtspielzeit: 39:57 min.

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User Beitrag

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 26424

Registriert seit 07.06.2013

2021-09-26 17:07:33 Uhr
Wow. Gefällt mir auf Anhieb richtig gut.

ƒennegk

Postings: 306

Registriert seit 07.11.2019

2021-09-24 13:11:34 Uhr
Damals mit der Split zusammen mit Wovoka auf die Kapitallettern aufmerksam geworden und von den anderen Releases ebenso begeistert worden... freue mich also sehr und bin fast noch besserer Dinge.

Akim

Postings: 141

Registriert seit 17.04.2016

2021-09-24 08:51:58 Uhr
Was für ein Brocken! Aktuell übrigens gerade auf Tour.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21187

Registriert seit 08.01.2012

2021-09-23 19:59:12 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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