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Yebba - Dawn

Yebba- Dawn

RCA / Sony
VÖ: 10.09.2021

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Aus dem Schatten

Sie ist überaus talentiert, höchst kreativ und sogar schon Grammy-dekoriert: Yebba. Die US-Amerikanerin, als Abigail Elizabeth Smith zur Welt gekommen, hat bereits an der Seite von Musikgrößen wie Drake, Ed Sheeran oder A Tribe Called Quest ihre Sangeskünste ins Feld geführt. Mit ihrem ersten Studioalbum "Dawn" tritt sie nun endgültig aus dem Schatten der Kollegen hervor. Die haben es natürlich längst gewusst: Diese Frau hat die Klasse, als eigenständige Musikerin von sich reden zu machen. Denn auch das gehört zu ihrer Vergangenheit: Der eine oder andere geriet angesichts ihrer Darbietungen selbst in die zweite Reihe.

Von der ersten Minute an setzt sich die Stimme von Yebba im Gehörgang fest. Sanft nimmt sie ihre Zuhörer mit "How many years" zum Auftakt an die Hand und lässt sie bis zum letzten Takt von "Paranoia purple" nicht mehr los. Das ist clever gemachte Popmusik mit R'n'B-Einflüssen, aber auch dezenten Jazz-Anleihen. Stimmig auch die pointiert gesetzten Rap-Momente von A$AP Rocky in "Far away" und Smino in "Louie bag" oder die ganz ruhigen, intimen Augenblicke, die einen Song wie "One more smile" zum Glanzstück machen. Ein Lächeln mehr? Das sagt sich leicht, indes: Yebba hat wahrlich nicht immer Grund zu Lebensfreude gehabt. Der Selbstmord ihrer Mutter warf sie zunächst aus der Bahn, als sie gerade ihre eigene Musikkarriere in Gang bringen wollte. Die Zeile "How many years will it take for those tears to dry" in "How many years" deutet an, dass die Trauer noch immer präsent ist. Auch der Entstehungsprozess des Albums war in der Folge hindernisreich, nicht zuletzt die Pandemie sorgte für weitere Verzögerungen und einen verspäteten Erscheinungstermin.

Der Musik hat das allerdings nicht geschadet. Die ist präzise produziert, die Songs sitzen und ufern nie aus, alles Überflüssige wurde ausgespart. Yebba weiß exakt um die Möglichkeiten ihrer Stimme und setzt diese souverän ein. "Dawn" ist dank dieser Fähigkeiten ein bemerkenswertes Debütalbum geworden. Die Sängerin erreicht dabei scheinbar mühelos eine hohe Qualität, ohne die Messlatte für sich selbst zu hoch anzulegen. Denn bei aller Freude über die zwölf Tracks, die trotz durchaus großer Variabilität wie aus einem Guss daherkommen, bleibt am Ende das Gefühl: Hier geht noch mehr! Und wer sich hineinhört in das Spektrum ihrer feinen Stimme und die vielen guten Ideen in den Stücken, wird rasch erkennen, dass sie an erhöhten Ansprüchen nicht scheitern dürfte. Die Mühelosigkeit übrigens ist tatsächlich nur scheinbar, denn sie basiert offenkundig auf viel Feinarbeit und Detailliebe. Einfach hat es sich Yebba mit dem Entstehungsprozess des Albums nicht gemacht. Das Warten hat sich gelohnt.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Stand
  • Far away
  • One more smile

Tracklist

  1. How many years
  2. Stand
  3. Boomerang
  4. All I ever wanted
  5. Far away
  6. Dawn
  7. October sky
  8. Louie Bag
  9. One more smile
  10. Love came down
  11. Distance
  12. Paranoia purple

Gesamtspielzeit: 36:50 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Dan

Postings: 278

Registriert seit 12.09.2013

2021-09-15 23:56:35 Uhr
"Dawn" rotiert schon seit einigen Tagen durchgehend, "Boomerang" ebenso. Hier und da wird sie ja schon Aufgrund ihrer stimmlichen Qualitäten mit Adele verglichen, was ich gar nicht sooo verkehrt finde. Wenn auch in einer leicht jazzigen, mondänen Art.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21014

Registriert seit 08.01.2012

2021-09-15 20:27:07 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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  • Yebba - Dawn (2 Beiträge / Letzter am 15.09.2021 - 23:56 Uhr)

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