Ima Robot - Ima Robot

Ima Robot- Ima Robot

Virgin / EMI
VÖ: 29.09.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Paranoid android

Es mußte ja irgendwann so kommen. Jahrelang haben wir sie nur zu unseren Gunsten schuften lassen. Ihnen nicht ein einziges Mal dafür gedankt und sie zu allem Übel auch noch in lächerlichen Filmen gegen angehende Politiker mit merkwürdigem Akzent antreten lassen. Gewinnen durften sie dabei natürlich nie. Unsere Freunde aus Metall, unsere Roboter. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie durchdrehen würden. Und jetzt ist es soweit. Die Rebellion der Maschinen. "Here's a story for the kids." Frauen und Kinder zuerst.

Judgement day also. Wer gedacht hat, die mißgestimmten Maschinen würden sich mit großem Gedöns und Gedonner an uns rächen wollen, ist allerdings auf dem Holzweg. Die Cyborgs von Ima Robot haben schließlich Stil. Und sie wissen, wie man einem Menschen gehörig den Hintern versohlt. Mit dem unwiderstehlichen Groove von "Dynomite" bringen sie Dich zum tanzen. Mit hippem 80s-Glitter verdrehen sie Dir den Kopf. Und mit einer bösen Bratzgitarre hacken sie Dir erstmal einen Arm oder so was ab. Bitter und böse. Dabei grinsen die auch noch so breit und gemein, wie es einem Haufen Blech ohne Mund möglich ist.

Ein paar rausgeflogene Sicherungen lang tobt sich der Roboter-Krach nun erstmal aus. Läßt auf den hochexplosiven Opener einen nicht minder durchgeknallten Tanzflächenfeger folgen, der logischerweise "Song #1" heißt. Und gibt sich mit "Scream" plötzlich einer stilecht schmierigen Ballade hin, die nach Polyesteranzügen duftet und ausgekühlte Schaltkreise in Wallung bringt. "You were the best love I ever had." Wie süß, diese Roboter. "You hit me high / You hit me low." Ach so.

Was hier eigentlich vor sich geht? Wir werfen einen Blick auf die Biographie. Alex Ebert heißt der Anführer der Roboter-Revolte. Selbstbeschreibung: "I'm fucked." Hinter ihm stehen die halbe Backing-Band von Beck und zwei junge Kerle namens Oligee und Timmy The Terror. Alle zusammen haben sie mächtig einen an der Waffel und das Beste daraus gemacht. Ein überschäumendes Punk-Album nämlich, das eigentlich Glam sein möchte, tatsächlich aber Pop ist. Zumindest fast. Nichts für Schubladen. Oder schwache Nerven. Aber geil. "Here come the bombs / Run for cover." Jemand sollte die weiße Fahne schwenken.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Dynomite
  • Alive
  • Philosophofee
  • Here come the bombs

Tracklist

  1. Dynomite
  2. Song #1
  3. Alive
  4. Scream
  5. A is for action
  6. Dirty life
  7. Let's talk Turkey
  8. Philosophofee
  9. 12=3
  10. Here come the bombs
  11. What are we made from
  12. Black jettas

Gesamtspielzeit: 39:15 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
hot
2009-09-09 22:16:56 Uhr
also ich finds echt seltsam wie wenige leute die band kennen, ist echt super!
dandi
2006-08-18 23:04:58 Uhr
sind mir grad aufgefallen als ich mal dabei war alle meine lieder durchzuhören.hört sich eigentlich ganz gut an. kenn die ihrgendwer ??
mr.bungle
2006-07-31 17:22:45 Uhr
niemand?

eindeutig 1 punkt zu wenig, tolle sommerplatte
mr.bungle
2006-07-29 12:49:53 Uhr
da wackelt der hintern.

rezi da, thread nicht, nun schon.

die scheibe macht spaß
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