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King Gizzard & The Lizard Wizard - Butterfly 3000

King Gizzard & The Lizard Wizard- Butterfly 3000

Caroline / Universal
VÖ: 11.06.2021

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Bis die Schwarte kracht

Mal so ganz nebenbei ist King Gizzard & The Lizard Wizard ein wunderbares Sommeralbum gelungen. Damit zu rechnen war nicht, aber womit ist bei dieser Band überhaupt zu rechnen? Die Australier legen nicht nur ein rasendes Veröffentlichungstempo an den Tag, sie schlagen auch stilistisch mehr Haken als das Karnickel nach der dritten Duracell. Auf "Butterfly 3000" dominieren wattige Synthieklänge, wobei das Album wie aus einem Guss wirkt. Hier glüht einiges. Dabei klingt alles unglaublich luftig, ja fast mühelos. Wer die großen Experimente sucht, wird mit dem Werk indessen nicht glücklich werden. Aber was heißt das schon?

Highlights zu bestimmen, gestaltet sich schwierig. Alles fließt. "Shanghai" hebt beispielsweise mit seinen augenzwinkernden Asia-Anleihen sofort die Laune. Wunderbar verstrahlt ist auch "Black hot soup", das sich erst in Pop-Harmonien suhlt, ehe im Finale die Effektpedale durchgetreten werden. Der gar nicht mal so heimliche Hit des Albums ist hingegen "Catching smoke", das vor lauter Ideen kaum gehen kann. Tanzen macht aber ohnehin mehr Spaß. Dies lässt sich ganz hervorragend zu "Interior people" bewerkstelligen. Auch hier flimmern die Arpeggios in der Hitze des Moments, während ringsum Akustikgitarren und Tasteninstrumente um das Sonnenwendfeuer scharwenzeln. Bei aller Detailverliebtheit verlieren die Australier nie das Wesentliche aus den Augen.

Verschnaufpausen gibt es natürlich auch. Allen voran "Blue morpho" weiß mit seinen brütenden Akkorden zu gefallen. Ausfälle gibt es nicht wirklich zu verzeichnen, wenngleich die Melodien gegen Ende ein wenig nachlassen. Catchy sind Songs wie "Ya love" allemal. Als Gesamtwerk ist "Butterfly 3000" jedoch ein Statement. So selbstsicher agiert nur eine Band, der alles außer der eigenen Musik egal ist. Manchmal sind es die eher unscheinbaren Alben, die die wahre Klasse von Musikern offenbaren. Und es muss eben nicht immer der Kopf regieren, manchmal darf auch der Rest des Körpers zu seinen Gunsten kommen. Frei nach Peter Fox: Bitte jetzt den Speck schütteln.

(Christopher Sennfelder)

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Highlights

  • Shanghai
  • Interior people
  • Catching smoke
  • Black hot soup

Tracklist

  1. Yours
  2. Shanghai
  3. Dreams
  4. Blue morpho
  5. Interior people
  6. Catching smoke
  7. 2.02 killer year
  8. Black hot soup
  9. Ya love
  10. Butterfly 3000

Gesamtspielzeit: 43:49 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

fakeboy

Postings: 1310

Registriert seit 21.08.2019

2021-06-29 15:00:56 Uhr
Hier ein gutes Beispiel für eine gelungene Setlist: https://kinggizzard.bandcamp.com/album/live-in-paris-19

fakeboy

Postings: 1310

Registriert seit 21.08.2019

2021-06-29 08:32:56 Uhr
@hafen-trulla: hab die Band 2017 das erste Mal gesehen, da lag der Fokus auf Nonagon Infinity und das Set war extrem kompakt und mitreissend. 2019 dann schon deutlich zerfahrener mit Blöcken von 2-3 Songs pro Album. In Zukunft wird's sicherlich immer schwieriger und die Hoffnung, einen bestimmten Song zu hören, wird man sich definitiv abschminken müssen. Vielleicht erwartet man auch einen Psych-Rock-Abend und erhält eine Thrash-Fete... Ich finde z.B. das letztjährige Live-Album Chunk Shrapnel nicht besonders gelungen. Dafür haben sie andere Shows veröffentlicht (auf Bandcamp), die trotz heterogener Setlist super waren. Die Konzerte werden zur Wundertüte und das ist doch auch ziemlich cool in einer Zeit, in der die meisten Bands jede Tour dieselbe Setliste abspulen.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 2601

Registriert seit 12.12.2013

2021-06-29 03:35:46 Uhr
Liegt daran, dass ich da nicht groß rumlabern wollte. Ist ein gutes und v.a. sehr homogenes Album.

Die Hafen-Trulla

Postings: 190

Registriert seit 17.03.2021

2021-06-28 23:59:39 Uhr
Ziemlich kurz die Rezi.

Woran liegts?

PS: bei so vielen Alben in so kurzer zeit frage ich mich, wie die Setlisten erstellen. Mehr als 2 Lieder pro platte kanns ja eigentlich nicht geben dann. Für fans bestimmter Alben natürlich schade und die Chancen, seinen ganz persönlichen liebling zu hören, ist bei derart vielen Songs auch nur sehr gering.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21236

Registriert seit 08.01.2012

2021-06-27 19:24:02 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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