Iggy Pop - Skull ring

Iggy Pop- Skull ring

Virgin / EMI
VÖ: 29.09.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Schädelspalter

Iggy mal wieder, der alte Kotzbrocken. Als er zuletzt mit "Beat 'em up" den Möchtegern-Heftigen von der New-Metal-Front mal zeigen wollte, was eine Harke ist, trat er dummerweise selber rein und holte sich eine blutige Nase. Völlig überdreht krakelte sich der Godfather of Punk durch spannungsfreie Songs und besudelte vor allem eines: seine eigenes Ansehen.

Da war Unterstützung nötig, um den Karren wieder aus dem Dreck zu fahren. Und Iggy scheint dafür gleich seinen halben Plattenschrank ausgemistet zu haben. Als erstes fielen ihm seine alten Kumpels von den Stooges ein, mit denen er schon in den Sechzigern die Garagen zum Beben brachte. Und da die Asheton-Brüder zufällig Zeit hatten, rotzte das wiedervereinigte Trio - Dave Alexander hatte todesbedingt keine Zeit - einen Schwung dreckigsten Geschrammels wie "Little electric chair" oder "Dead rock star" raus. "I'm so afraid of failing" nörgelt er da. In dieser Verfassung braucht Pop aber keine sonderliche Angst zu haben.

Denn auch mit ein paar seiner Erben macht der erfreulich ungreise Punk gemeinsame Sache: Mit Green Day zündet er zwei knusprigen Schunklern die Unterhosen an, der Elektro-Schickse Peaches greift er geradewegs an die Steckdose, und selbst Sum 41 nerven bei "Little know it all" nur ein klein wenig. Auch weitgehend lecker gerieten die Songs mit Pops schweißtreibender Tourband, die mittlerweile auf den knackigen Namen The Trolls hört. So hört sich vermutlich der Dreck unter dem Fingernagel an. Den Vogel schießt aber Iggy selber ab. Ganz alleine legt er sich für "Til wrong feels right" mit einem knisterigen Blues von Mississippi Fred McDowell in den Staub. "I heard the radio say / Some piece of shit / Was the sound of today." Nichts als die Wahrheit.

(Oliver Ding)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Perverts in the sun
  • Private hell
  • Dead rock star
  • Til wrong feels right

Tracklist

  1. Little electric chair
  2. Perverts in the sun
  3. Skull ring
  4. Superbabe
  5. Loser
  6. Private hell
  7. Little know it all
  8. Whatever
  9. Dead rock star
  10. Rock show
  11. Here comes the summer
  12. Motor inn
  13. Inferiority complex
  14. Supermarket
  15. Til wrong feels right
  16. Blood on your cool

Gesamtspielzeit: 62:09 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Sick
2007-03-10 18:04:07 Uhr
"Seine beste nach lust for life & the idiot."

Ich dachte Karneval ist vorbei? Erster April ist auch nicht.
Schon am späten Nachmittag voll?
Loam Galligulla
2007-03-10 16:28:07 Uhr
Seine beste nach lust for life & the idiot.
logan
2006-07-02 18:19:45 Uhr
Skull Ring ist schon recht geil, vor allem in der zweiten Hälfte des Albums dreht er ziemlich auf. Beat'Em Up ist einfach nur kaputt. Das scheint er selbst übrigens ganz ähnlich zu sehen...

http://www.intro.de/magazin/musik/23036107
Realnameposter
2003-10-10 11:42:56 Uhr
Ja, ich meinte Beat'em up.
Und ja, die neu ist geiler und zwar frag nicht wie !
Oliver Ding
2003-10-01 16:14:21 Uhr
Die neue Scheibe ist da glücklicherweise spannender.
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Threads im Plattentests.de-Forum

Anhören bei Spotify