Dido - Life for rent

Dido- Life for rent

Cheeky / Arista / BMG
VÖ: 29.09.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Vorsicht zerbrechlich!

So sind wir Männer. Wollen immer alles unter Kontrolle haben. Unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und natürlich zuallererst uns selbst. Widerstand ist zwecklos, meinen wir. Und wenn unserer vermeintlichen Selbstkontrolle von etwas anderem als Alkohol ein Bein gestellt wird, mögen wir das gar nicht. Doch diese Instinkte in uns gibt es nun mal. Diese Eigenschaften, die wir eigentlich abgelegt haben wollen, seit wir das affige Fell los sind und aufrecht zu gehen gelernt haben. Aber da ist noch was, ganz tief in uns drin. "Beschützerinstinkt" heißt das wohl.

"Männer weinen heimlich", wußte schon der allzeit weise Herbert Grönemeyer. Und das erklärt so einiges. Zum Beispiel, wieso Didos Debütalbum "No angel" weltweit von 12 Millionen Menschen gekauft wurde. Vermutlich von 6,0 Millionen Männern, die von der holden Dame in den Plattenladen gelockt wurden, um das Album mit nach Hause zu nehmen, mit Tränen zu übergießen und in die Hälfte ihres Mantels einzuhüllen. Und vermutlich von 6,0 Millionen Frauen, die endlich lernen wollten, wie das geht. Uns beherrschen. Uns um den Finger wickeln. Und sich auf Händen tragen lassen.

Da ist es wieder, das flaue Gefühl im Magen. Eine Ahnung von Machtlosigkeit, die immer auftaucht, sobald Dido zu singen anfängt. Wenn sie "White flag" intoniert, bleibt wirklich keiner mehr so unberührt, wie er es vielleicht gerne würde. "I will go down with this ship / And I won't put my hands up and surrender / There will be no white flag above my door / I'm in love and always will be." Mann will ihr Tee kochen. Sie in tausend Decken kleiden. Trösten. Ihr sagen: Wird schon wieder.

Beinahe wäre es gut gegangen. Beinahe hätten wir uns von wunderschönen Songs wie "See you when you're 40" oder "This land is mine" niederstrecken lassen. Beinahe. Aber Dido macht Fehler. "Who makes you feel" heißt einer davon und nervt gewaltig. Und gerade in diesen Momenten wird klar: Die macht das mit Absicht. Spielt das schutzbedürftige Etwas nur. Sie weiß genau, was sie damit bewirkt. Und, da sind wir Männer uns wohl einig: Frauen, die auf Kommando losflennen, nur damit wir uns gehen lassen und mit einstimmen, sind unser Tod. Gerade nochmal Glück gehabt. Männer dieser Welt, genießt Dido. Aber laßt Euch nicht von ihr einwickeln. Und schreibt Euch hinter die Ohren: Boys! Don't! Cry!

(Armin Linder)

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Highlights

  • White flag
  • See you when you're 40

Tracklist

  1. White flag
  2. Stoned
  3. Life for rent
  4. Mary's in India
  5. See you when you're 40
  6. Don't leave home
  7. Who makes you feel
  8. Sand in my shoes
  9. Do you have a little time
  10. This land is mine
  11. See the sun

Gesamtspielzeit: 54:01 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
isch
2011-06-03 14:14:13 Uhr
Bester Song ist "See the sun" oder so ähnlich, ist jedenfalls das letzte Stück auf der CD. Schöne Popmusik.
LfFrRnt
2011-06-02 12:11:09 Uhr
bester song find ich ist DO YOU HAVE A LITTLE TIME
Andre
2005-04-09 02:49:53 Uhr
ich mag dido und hab beide alben nur die drum machines nerven sie sollte einen echten schlagzeuger haben
Armin
2005-04-08 19:27:19 Uhr

DIDO
Mit "Dido Live At Brixton Academy" erscheint am 23. Mai erstmals
eine DVD der britischen Millionsellerin. Neben der DVD mit sieb-
zehn Tracks enthaelt das Package zudem eine Audio-CD mit
zwoelf Stuecken. Selbstverstaendlich sind alle Hits der beiden
bisherigen Dido-Alben "No Angel" (2000) und "Life For Rent"
(2003) vertreten: Von "Thank You" ueber "White Flag" und "Here
With Me" bis "Life For Rent".
(Internet: http://www.dido-music.de;
Armin
2004-10-02 22:16:42 Uhr
Am 29.09.03 wurde Didos Album „Life For Rent“ veröffentlicht. Ein Jahr später ist das Album immer noch in den Top 100 zu finden – aktuell auf Platz 83.
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